Allgemeine Krankheitslehre

30 Ustd.4 Kapitel154 Fragen
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Einleitung

Das Fach „Allgemeine Krankheitslehre“ vermittelt die grundlegenden Phänomene als Voraussetzung für das Verstehen der Themen der Speziellen Krankheitslehre.

Anliegen ist es, bei den Schülerinnen und Schülern ein Grundverständnis für pathologische Vorgänge zu entwickeln. Die Schülerinnen und Schüler beherrschen die medizinische Terminologie und begreifen die durch sie beschriebenen Erscheinungen.

Der Unterricht ist durch Einsatz visueller Unterrichtsmittel und anhand von Fallbeispielen anschaulich und praxisnah zu gestalten.

Die Inhalte der Bereiche der Allgemeinen und der Speziellen Krankheitslehre sind in enger zeitlicher und thematischer Abstimmung zu vermitteln. Des Weiteren sind Verbindungen zu den Fächern „Biologie, Anatomie und Physiologie“, „Grundlagen der Gesundheitslehre und Hygiene“ sowie „Erste Hilfe“ herzustellen.

Quelle

Sächsisches Staatsministerium für Kultus: Lehrplan Berufsfachschule Ergotherapeut/Ergotherapeutin, freigegeben ab 1. August 2020, S. 38-42.

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01 Gesundheit und Krankheit 6 Ustd. 38 Unterfragen
Lehrplananforderung

Die Schülerinnen und Schüler kennen die Vielschichtigkeit der Ursachen, die zu Erkrankungen führen können. Sie setzen sich vorrangig mit den unterschiedlichen Krankheitsfolgen auseinander und begreifen, dass diese meistens Gegenstand ergotherapeutischer Behandlungsverfahren sind.

Quelle: Sächsisches Staatsministerium für Kultus: Lehrplan Berufsfachschule Ergotherapeut/Ergotherapeutin, freigegeben ab 1. August 2020, S. 39.

Fragen & Antworten38

Kapitelkern

Unterscheiden Sie Ursache, Risikofaktor und Pathogenese. 3 P
  • Die Ursache löst eine Erkrankung aus
  • Ein Risikofaktor erhöht ihre Wahrscheinlichkeit
  • Die Pathogenese beschreibt den krankhaften Ablauf
Unterscheiden Sie Krankheitsverläufe. 6 P
  • Akut
  • Subakut
  • Chronisch beschreiben die Dauer
  • Rezidivierend
  • Schubweise
  • Progredient beschreiben die Entwicklung
Nennen Sie 5 ergotherapeutisch relevante Krankheitsfolgen. 5 P
  • Krankheitsfolge: Funktionsverlust
  • Krankheitsfolge: Aktivitätseinschränkung
  • Krankheitsfolge: Rollenveränderung
  • Krankheitsfolge: psychische Belastung
  • Krankheitsfolge: eingeschränkte Teilhabe

Grundbegriffe und Epidemiologie

Definieren Sie Gesundheit nach dem WHO-Verständnis. 1 P
  • Gesundheit umfasst nach der WHO körperliches, psychisches und soziales Wohlbefinden und ist mehr als die Abwesenheit von Krankheit
Definieren Sie Krankheit aus medizinischer Sicht. 1 P
  • Krankheit ist eine Störung körperlicher oder psychischer Funktionen, die Wohlbefinden oder Leistungsfähigkeit subjektiv oder objektiv beeinträchtigt
Unterscheiden Sie Symptom, Symptomkomplex, Syndrom und Morbus. 4 P
  • Ein Symptom ist ein einzelnes Krankheitszeichen
  • Ein Symptomkomplex ist eine Kombination
  • Ein Syndrom eine typische Kombination
  • Morbus bezeichnet eine nachgewiesene Erkrankung
Definieren Sie Inzidenz. 1 P
  • Inzidenz bezeichnet neue Erkrankungsfälle oder Ereignisse in einer Population innerhalb eines festgelegten Zeitraums
Definieren Sie Prävalenz. 2 P
  • Prävalenz bezeichnet alle vorhandenen Erkrankungsfälle in einer Population
  • Sie kann als Punkt-, Perioden- oder Lebenszeitprävalenz angegeben werden
Unterscheiden Sie Mortalität und Letalität. 2 P
  • Mortalität bezieht Todesfälle auf eine Population
  • Letalität beschreibt den Anteil der Verstorbenen unter den Erkrankten
Definieren Sie Sensitivität. 2 P
  • Sensitivität ist der Anteil der tatsächlich Erkrankten, die ein Test richtig als positiv erkennt
  • Hohe Sensitivität bedeutet wenige falsch negative Befunde
Definieren Sie Spezifität. 2 P
  • Spezifität ist der Anteil der tatsächlich Gesunden, die ein Test richtig als negativ erkennt
  • Hohe Spezifität bedeutet wenige falsch positive Befunde
Beschreiben Sie prädiktive Werte und Prävalenz anhand der wesentlichen Merkmale. 2 P
  • Der positive und negative Vorhersagewert hängen auch von der Erkrankungshäufigkeit ab
  • Bei seltenen Erkrankungen wiegen falsch positive Ergebnisse relativ stärker

Krankheitsbeschreibung: vom Auslöser zur Prognose

Nennen Sie 10 Bestandteile einer Krankheitsbeschreibung. 10 P
  • Bestandteil: Kurzdefinition
  • Bestandteil: Epidemiologie
  • Bestandteil: Ätiologie
  • Bestandteil: Pathogenese
  • Bestandteil: Symptomatik
  • Bestandteil: Diagnostik
  • Bestandteil: Therapie
  • Bestandteil: Verlauf
  • Bestandteil: Prognose
  • Bestandteil: Komplikationen
Unterscheiden Sie Ätiologie und Pathogenese. 2 P
  • Ätiologie bezeichnet Ursachen und Risikofaktoren
  • Pathogenese beschreibt die krankhaften Vorgänge von der Ursache bis zum Krankheitsbild
Unterscheiden Sie objektive und subjektive Symptome. 2 P
  • Objektive Symptome sind untersuchbar oder messbar
  • Subjektive Symptome werden von der betroffenen Person erlebt und berichtet
Beschreiben Sie Leitsymptom und unspezifisches Symptom anhand der wesentlichen Merkmale. 2 P
  • Ein Leit- oder Kardinalsymptom weist charakteristisch auf ein Krankheitsbild hin
  • Unspezifische Symptome treten bei vielen Erkrankungen auf
Nennen Sie 5 nichtapparative diagnostische Verfahren oder Befundwege. 5 P
  • Verfahren oder Verfahrensgruppe: Anamnese
  • Verfahren oder Verfahrensgruppe: Inspektion
  • Verfahren oder Verfahrensgruppe: Palpation
  • Verfahren oder Verfahrensgruppe: Perkussion
  • Verfahren oder Verfahrensgruppe: Auskultation
Nennen Sie vier apparative Verfahrensgruppen und sechs Beispiele. 10 P
  • Verfahrensgruppe: Labordiagnostik
  • Verfahrensgruppe: Funktionsdiagnostik
  • Verfahrensgruppe: elektrophysiologische Diagnostik
  • Verfahrensgruppe: bildgebende Diagnostik
  • Beispiel: Blutuntersuchung
  • Beispiel: EKG
  • Beispiel: Röntgen
  • Beispiel: CT
  • Beispiel: MRT
  • Beispiel: Sonografie
Erläutern Sie Differentialdiagnostik. 1 P
  • Differentialdiagnostik grenzt Erkrankungen mit ähnlicher Symptomatik voneinander ab, damit Ursache, Dringlichkeit und Behandlung richtig eingeordnet werden
Unterscheiden Sie kausale, symptomatische und palliative Therapie. 3 P
  • Kausale Therapie behandelt die Krankheitsursache
  • Symptomatische Therapie behandelt Beschwerden oder Krankheitszeichen
  • Palliative Therapie lindert Belastungen, wenn Heilung nicht erreichbar ist

Krankheitsursachen, Verläufe und Folgen

Nennen Sie 4 endogene Krankheitsursachen. 4 P
  • Krankheitsursache: genetische Veränderungen
  • Krankheitsursache: Dispositionen
  • Krankheitsursache: immunologische Störungen
  • Krankheitsursache: altersbedingte Veränderungen
Nennen Sie 7 exogene Krankheitsursachen. 7 P
  • Krankheitsursache: Erreger
  • Krankheitsursache: mechanische Gewalt
  • Krankheitsursache: Strahlung
  • Krankheitsursache: Hitze
  • Krankheitsursache: Kälte
  • Krankheitsursache: Gifte
  • Krankheitsursache: schädigende Lebensbedingungen
Erläutern Sie psychosoziale Krankheitsfaktoren. 1 P
  • Vernachlässigung, Trauma, Stress, Mobbing, Armut oder Isolation können Entstehung, Verlauf und Bewältigung von Erkrankungen beeinflussen
Definieren Sie Risikofaktor. 1 P
  • Ein Risikofaktor erhöht die Wahrscheinlichkeit einer Erkrankung, löst sie aber nicht zwingend allein aus
Unterscheiden Sie genetische Erkrankung und Disposition. 2 P
  • Eine genetische Erkrankung beruht unmittelbar auf einer Erbgutveränderung
  • Eine genetische Disposition erhöht nur die Anfälligkeit und wirkt meist mit weiteren Faktoren zusammen
Nennen Sie 3 Krankheitsstadien. 3 P
  • Latent oder subklinisch bedeutet vorhanden ohne deutliches Vollbild
  • Manifest bedeutet klinisch erkennbar
  • Weitere Stadien hängen vom jeweiligen Krankheitsbild ab
Unterscheiden Sie Akuter, subakuter und chronischer Verlauf. 3 P
  • Akut bedeutet rascher Beginn und meist kurze Dauer
  • Subakut liegt dazwischen
  • Chronisch bezeichnet einen lang anhaltenden oder dauerhaften Verlauf
Unterscheiden Sie Rezidivierender, schubweiser und progredienter Verlauf. 3 P
  • Rezidivierend bedeutet wiederkehrend
  • Schubweise eine zeitweise Aktivitätszunahme
  • Progredient ein fortschreitendes Krankheitsgeschehen
Beschreiben Sie Defektheilung und Chronifizierung anhand der wesentlichen Merkmale. 2 P
  • Bei Defektheilung bleibt nach abgeschlossener Heilung ein dauerhafter Schaden
  • Bei Chronifizierung bleibt der Krankheitsprozess langfristig bestehen
Unterscheiden Sie vermeidbare und unvermeidbare behandlungsbedingte Krankheitsfolgen anhand je eines Beispiels. 4 P
  • Unvermeidbare Folge: kann trotz fachgerechter Behandlung entstehen
  • Beispiel einer unvermeidbaren Folge: notwendiger Gewebeverlust
  • Vermeidbare Folge: entsteht durch einen grundsätzlich beeinflussbaren Behandlungsfehler oder eine unterlassene Schutzmaßnahme
  • Beispiel einer vermeidbaren Folge: Lagerungsschaden bei unzureichender Prophylaxe
Nennen Sie 5 Krankheitsfolgen für Ergotherapie. 5 P
  • Krankheitsfolge: Funktionsverluste
  • Krankheitsfolge: Aktivitätseinschränkungen
  • Krankheitsfolge: Rollenveränderungen
  • Krankheitsfolge: psychische Belastungen
  • Krankheitsfolge: Teilhabeverlust

Tod, Prävention und Rehabilitation

Definieren Sie klinischer Tod. 2 P
  • Beim klinischen Tod stehen Atmung und Kreislauf still
  • In einem kurzen Zeitfenster kann Reanimation noch eine Rückkehr der Lebensfunktionen ermöglichen
Definieren Sie Hirntod. 1 P
  • Hirntod ist der irreversible Ausfall der Gesamtfunktion von Großhirn, Kleinhirn und Hirnstamm bei künstlich aufrechterhaltenem Kreislauf
Definieren Sie biologischer Tod. 2 P
  • Beim biologischen Tod sind Zell- und Organfunktionen irreversibel erloschen
  • Einzelne Zellen können dennoch unterschiedlich lange überleben
Nennen Sie vier sichere Todeszeichen. 4 P
  • Totenflecke
  • Leichenstarre
  • Fäulnis oder Verwesung
  • Mit dem Leben unvereinbare Verletzungen
Erläutern Sie Primärprävention. 1 P
  • Primärprävention setzt vor einer Erkrankung an und senkt ihr Auftreten, etwa durch Impfung, Bewegung oder Verringerung von Risikofaktoren
Erläutern Sie Sekundärprävention. 1 P
  • Sekundärprävention erkennt Erkrankungen möglichst früh, damit Behandlung Schäden und Fortschreiten begrenzt
Beschreiben Sie Tertiärprävention und Rehabilitation anhand der wesentlichen Merkmale. 2 P
  • Tertiärprävention begrenzt Folgen einer bestehenden Erkrankung
  • Rehabilitation fördert Funktion, Selbstständigkeit, Leistungsfähigkeit und Teilhabe

Die Fragen und Antworten wurden aus den redaktionellen Lerntexten dieses Kapitels abgeleitet. Jede Antwort gehört ausschließlich zu der unmittelbar darüberstehenden Frage.

Hinweise des Lehrplans
  • vgl. Lehrplan Grundlagen der Gesundheitslehre und Hygiene
  • durch Nahrungs- und Genussmittel, äußere Gewalten
  • Mikroparasiten, Makroparasiten vgl. Lehrplan Grundlagen der Gesundheitslehre und Hygiene
  • Rheumatoidarthritis
  • Fallbeispiele
  • Amputationen bei Durchblutungsstörungen Lagerungsschäden

Quelle: Sächsisches Staatsministerium für Kultus: Lehrplan Berufsfachschule Ergotherapeut/Ergotherapeutin, freigegeben ab 1. August 2020, S. 39.

02 Pathologie der Zelle 5 Ustd. 35 Unterfragen
Lehrplananforderung

Die Schülerinnen und Schüler begreifen, dass das Verständnis ausgewählter Krankheitsbilder Wissen von den pathologischen Prozessen der Zelle voraussetzt. Sie erwerben einen Überblick über Störungen des Zellstoffwechsels und den Zelltod, lernen, welche Gewebe zur Regeneration und Anpassung befähigt sind und können die Unterschiede des Geschwulstwachstums benennen. Die Schülerinnen und Schüler kennen Grundlagen von Entwicklungsstörungen.

Quelle: Sächsisches Staatsministerium für Kultus: Lehrplan Berufsfachschule Ergotherapeut/Ergotherapeutin, freigegeben ab 1. August 2020, S. 40.

Fragen & Antworten35

Kapitelkern

Unterscheiden Sie Apoptose und Nekrose. 2 P
  • Apoptose ist kontrollierter Zellabbau bei intakter Membran
  • Nekrose ist unkontrollierter Zelluntergang mit Membranzerfall und Entzündungsreaktion
Unterscheiden Sie Atrophie, Hypertrophie und Hyperplasie. 3 P
  • Atrophie ist Rückbildung
  • Hypertrophie Zellvergrößerung
  • Hyperplasie Zellvermehrung
Nennen Sie 6 Malignitätsmerkmale. 6 P
  • Aspekt: Atypie
  • Aspekt: schnelles infiltratives Wachstum
  • Aspekt: Gewebezerstörung
  • Aspekt: unscharfe Begrenzung
  • Aspekt: Rezidivneigung
  • Aspekt: mögliche Metastasen

Zellschädigung, Apoptose und Nekrose

Erläutern Sie Zellstoffwechselstörung durch Nährstoffmangel. 2 P
  • Ungenügende Zufuhr oder Verarbeitung von Nährstoffen stört Energiegewinnung und Aufbauprozesse
  • Dauer und Ausmaß bestimmen, ob Anpassung, Atrophie oder Zelltod folgt
Unterscheiden Sie reversible und irreversible Zellschädigung. 2 P
  • Reversible Zellschäden können sich nach Beseitigung der Noxe zurückbilden
  • Irreversible Schäden überschreiten die Erholungsfähigkeit und enden im Zelltod
Erläutern Sie physiologische Apoptose. 1 P
  • Apoptose entfernt kontrolliert nicht mehr benötigte oder fehlerhafte Zellen, etwa bei Zellerneuerung und Embryonalentwicklung
Erläutern Sie pathologische Apoptose. 1 P
  • Schwere DNA-Schäden oder Virusinfektionen können ein programmiertes Selbstabbauprogramm der Zelle auslösen
Ordnen Sie vier Schritte der Apoptose in die richtige Reihenfolge. 4 P
  • Die Zelle schrumpft
  • DNA und Organellen werden geordnet zerlegt
  • Membranumhüllte apoptotische Körperchen entstehen
  • Fresszellen beseitigen die Zellreste
Ordnen Sie vier Schritte der Nekrose in die richtige Reihenfolge. 4 P
  • Die Zelle schwillt an
  • Organellen zerfallen
  • Die Zellmembran reißt
  • Zellinhalt tritt aus und löst eine Entzündungsreaktion aus
Erläutern Sie Entzündungsreaktion bei Nekrose. 2 P
  • Ausgetretener Zellinhalt aktiviert die Immunabwehr
  • Deshalb ist Nekrose typischerweise mit einer Entzündungsreaktion verbunden
Unterscheiden Sie Koagulations- und Kolliquationsnekrose. 2 P
  • Koagulationsnekrose verfestigt Gewebe, typisch beim Herzinfarkt
  • Kolliquationsnekrose verflüssigt es, typisch bei einem Hirninfarkt

Anpassungsreaktionen: Atrophie, Hypertrophie und Hyperplasie

Definieren Sie Atrophie. 1 P
  • Atrophie ist die erworbene Rückbildung von Zellen, Gewebe oder Organen durch kleinere Zellen oder eine geringere Zellzahl, meist mit Funktionsminderung
Erläutern Sie Inaktivitätsatrophie. 2 P
  • Fehlende Belastungsreize senken den Gewebeaufbau
  • Ein ruhiggestellter Muskel verliert deshalb Masse und Leistungsfähigkeit
Definieren Sie Hypertrophie. 1 P
  • Hypertrophie vergrößert ein Gewebe durch Zunahme der Zellgröße bei gleichbleibender Zellzahl
Definieren Sie Hyperplasie. 1 P
  • Hyperplasie vergrößert ein Gewebe durch Zunahme der Zellzahl bei weitgehend gleichbleibender Zellgröße
Unterscheiden Sie Regeneration und Reparation. 2 P
  • Regeneration ersetzt Gewebe gleichwertig
  • Reparation ersetzt es durch funktionell minderwertigeres Gewebe, meist Binde- oder Narbengewebe
Erläutern Sie pathologische Regeneration. 2 P
  • Pathologische Regeneration ersetzt Gewebe unvollständig, überschießend oder fehlgeordnet
  • Struktur und Funktion können dadurch dauerhaft verändert bleiben
Erläutern Sie Regenerationsfähigkeit der Gewebe. 2 P
  • Wechselgewebe regeneriert gut, stabile Gewebe nur bedingt
  • Permanente Gewebe wie Herzmuskel und Nervengewebe heilen überwiegend durch Reparation

Tumoren: Entstehung, Dignität und Ausbreitung

Beschreiben Sie Tumor und Neoplasie anhand der wesentlichen Merkmale. 2 P
  • Tumor bedeutet allgemein Schwellung oder Raumforderung
  • Im engeren Sinn ist eine Neoplasie unkontrolliertes Wachstum genetisch veränderter Zellen
Erläutern Sie benigne Tumoren. 1 P
  • Benigne Tumoren wachsen meist langsam und verdrängend, sind häufig gut begrenzt und bilden keine Metastasen
Erläutern Sie maligne Tumoren. 1 P
  • Maligne Tumoren wachsen infiltrierend und destruierend, sind schlecht begrenzt, rezidivieren häufiger und können metastasieren
Erläutern Sie semimaligne Tumoren. 1 P
  • Semimaligne Tumoren wachsen örtlich aggressiv und zerstörend, bilden aber typischerweise keine Fernmetastasen
Erklären Sie Tumorentstehung. 1 P
  • Mutationen in Genen für Zellteilung, Differenzierung, Wachstum oder Zelltod können Wachstumskontrollen ausschalten und eine Neoplasie ermöglichen
Erläutern Sie Kanzerogene. 1 P
  • Kanzerogene sind krebserregende Einflüsse, etwa UV- oder Röntgenstrahlung, bestimmte Viren, Benzol, Tabakrauch oder chronische Gewebeschäden
Erläutern Sie Metastasierung. 1 P
  • Maligne Zellen lösen sich vom Primärtumor, gelangen über Lymph- oder Blutgefäße an andere Orte und bilden Tochtergeschwülste
Erläutern Sie Gefährdung durch benigne Tumoren. 1 P
  • Auch gutartige Tumoren können durch Größe, Druck, Blutung, Hormonproduktion oder Lage lebenswichtige Funktionen beeinträchtigen

Mutationen und genetisch bedingte Erkrankungen

Erläutern Sie Mutation. 2 P
  • Eine Mutation ist eine dauerhafte Veränderung des Erbguts
  • Sie kann spontan entstehen oder durch mutagene Einflüsse begünstigt werden
Erläutern Sie Körperzellmutation. 1 P
  • Körperzellmutationen betreffen somatische Zellen und werden nur an deren Tochterzellen weitergegeben, nicht regelhaft an Nachkommen
Erläutern Sie Keimbahnmutation. 1 P
  • Keimbahnmutationen betreffen Ei- oder Samenzellen und können an Nachkommen weitergegeben werden
Erläutern Sie Genmutation. 1 P
  • Eine Genmutation verändert die Basenfolge eines einzelnen Gens und kann dadurch Aufbau oder Menge eines Proteins verändern
Erläutern Sie Chromosomenmutation. 1 P
  • Chromosomenmutationen verändern die Struktur eines Chromosoms, etwa durch Deletion, Duplikation, Inversion oder Translokation
Erläutern Sie Genommutation. 1 P
  • Genommutationen verändern die Zahl ganzer Chromosomen, etwa bei einer Trisomie
Erläutern Sie Entwicklungsstörung. 2 P
  • Eine Entwicklungsstörung entsteht durch eine Abweichung der vorgeburtlichen oder nachgeburtlichen Entwicklung
  • Sie kann einzelne Strukturen, Organe oder Funktionen betreffen
Nennen Sie 8 Ursachen von Entwicklungsstörungen. 8 P
  • Ursache: genetische Veränderungen
  • Ursache: Infektionen
  • Ursache: Gifte
  • Ursache: Medikamente
  • Ursache: Strahlung
  • Ursache: Mangelversorgung
  • Ursache: mechanische Einflüsse
  • Ursache: Kombinationen daraus
Beschreiben Sie Mutation und Krankheit anhand der wesentlichen Merkmale. 2 P
  • Nicht jede Mutation verursacht Krankheit
  • Folgen hängen von Ort, Art, Reparatur, Zelltyp und Bedeutung des betroffenen Gens ab

Die Fragen und Antworten wurden aus den redaktionellen Lerntexten dieses Kapitels abgeleitet. Jede Antwort gehört ausschließlich zu der unmittelbar darüberstehenden Frage.

Hinweise des Lehrplans
  • Überblick
  • Fallbeispiele
  • Unterschied zwischen Hypertrophie und Hyperplasie herausarbeiten
  • Überblick, Fallbeispiele vgl. Lehrplan Spezielle Krankheitslehre, LPE 5

Quelle: Sächsisches Staatsministerium für Kultus: Lehrplan Berufsfachschule Ergotherapeut/Ergotherapeutin, freigegeben ab 1. August 2020, S. 40.

03 Kreislaufstörungen 5 Ustd. 42 Unterfragen
Lehrplananforderung

Die Schülerinnen und Schüler erwerben einen Überblick über allgemeine und örtliche Kreislaufstörungen und setzen die Begriffe in einen Bezug zur Speziellen Krankheitslehre.

Quelle: Sächsisches Staatsministerium für Kultus: Lehrplan Berufsfachschule Ergotherapeut/Ergotherapeutin, freigegeben ab 1. August 2020, S. 41.

Fragen & Antworten42

Kapitelkern

Ordnen Sie Thrombose, Embolie und Infarkt in eine mögliche Kausalkette ein. 3 P
  • Ein Thrombus entsteht örtlich in einem Gefäß
  • Abgelöstes thrombotisches Material kann als Embolus verschleppt werden
  • Ein Gefäßverschluss kann eine Ischämie und schließlich einen Infarkt verursachen
Unterscheiden Sie Rechts- und Linksherzinsuffizienz anhand des Rückstaus. 2 P
  • Bei Rechtsherzinsuffizienz staut sich Blut in den Körperkreislauf zurück
  • Bei Linksherzinsuffizienz staut sich Blut in den Lungenkreislauf zurück
Erläutern Sie Schockgefahr. 1 P
  • Generalisierte Minderperfusion verursacht Zellhypoxie und kann zum Multiorganversagen führen

Grundlagen des Kreislaufsystems

Beschreiben Sie vier Kennzeichen eines intakten Kreislaufs. 4 P
  • Ausreichender Blutfluss
  • Angemessener Blutdruck
  • Funktionsfähiger Stoffaustausch
  • Ausreichende Versorgung der Gewebe mit Sauerstoff und Nährstoffen
Beschreiben Sie Körper- und Lungenkreislauf anhand der wesentlichen Merkmale. 2 P
  • Der Körperkreislauf versorgt Organe und Gewebe
  • Der Lungenkreislauf ermöglicht die Aufnahme von Sauerstoff und Abgabe von Kohlendioxid
Beschreiben Sie Arterien und Venen anhand der wesentlichen Merkmale. 2 P
  • Arterien führen Blut vom Herzen weg, Venen zum Herzen hin
  • Die Flussrichtung, nicht der Sauerstoffgehalt, bestimmt die Bezeichnung
Erläutern Sie Kapillaren. 2 P
  • Kapillaren verbinden Arteriolen und Venolen
  • Ihre dünnen Wände ermöglichen den Austausch von Gasen, Nährstoffen, Flüssigkeit und Stoffwechselprodukten
Ordnen Sie Erythrozyten, Leukozyten und Thrombozyten ihren Hauptfunktionen zu. 3 P
  • Erythrozyten: Transport von Atemgasen
  • Leukozyten: Immunabwehr
  • Thrombozyten: Einleitung der primären Blutstillung
Erläutern Sie Herzkranzgefäße. 2 P
  • Koronararterien versorgen den Herzmuskel mit Sauerstoff
  • Eine relevante Verengung oder ein Verschluss gefährdet die Pumpfunktion

Örtliche Kreislaufstörungen: Hyperämie, Ischämie und Infarkt

Erläutern Sie aktive arterielle Hyperämie. 2 P
  • Aktive Hyperämie entsteht durch vermehrten arteriellen Zustrom, etwa bei Muskelarbeit oder Entzündung
  • Das Gewebe wird warm und gerötet
Erläutern Sie passive venöse Hyperämie. 2 P
  • Passive Hyperämie entsteht durch behinderten venösen Abfluss
  • Blut staut sich, das Gewebe kann zyanotisch und ödematös werden
Definieren Sie Ischämie. 1 P
  • Ischämie ist eine verminderte oder aufgehobene arterielle Durchblutung mit Sauerstoff- und Nährstoffmangel
Beschreiben Sie relative und absolute Ischämie anhand der wesentlichen Merkmale. 2 P
  • Relative Ischämie deckt einen erhöhten Bedarf nicht
  • Absolute Ischämie unterbricht die Durchblutung weitgehend oder vollständig
Definieren Sie Infarkt. 1 P
  • Ein Infarkt ist ein umschriebener Gewebsuntergang infolge anhaltender Ischämie oder seltener venöser Abflussblockade
Beschreiben Sie anämischer und hämorrhagischer Infarkt anhand der wesentlichen Merkmale. 2 P
  • Anämische Infarkte sind blutarm, etwa im Herzen
  • Hämorrhagische Infarkte enthalten Einblutungen, etwa im lockeren oder doppelt versorgten Gewebe

Thrombose und Embolie

Definieren Sie Thrombose. 1 P
  • Thrombose ist die Bildung eines Blutgerinnsels innerhalb eines Gefäßes oder einer Herzhöhle während des Lebens
Erläutern Sie Virchow-Trias. 1 P
  • Endothelschaden, verlangsamter oder verwirbelter Blutfluss und erhöhte Gerinnungsneigung fördern gemeinsam die Thrombusbildung
Beschreiben Sie Immobilität und Thromboserisiko anhand der wesentlichen Merkmale. 2 P
  • Bei Immobilität fällt die Muskelpumpe teilweise aus
  • Venöses Blut fließt langsamer und kann leichter gerinnen
Erläutern Sie Tiefe Venenthrombose. 2 P
  • Typische Hinweise sind einseitige Schwellung, Schmerz, Überwärmung und Spannungsgefühl
  • Sie können jedoch fehlen
Erläutern Sie Embolus. 1 P
  • Ein Embolus ist verschlepptes Material im Blutstrom, meist ein abgelöster Thrombus, seltener Fett, Luft, Tumorgewebe oder Fruchtwasser
Erläutern Sie Lungenembolie. 2 P
  • Ein Embolus verschließt eine Lungenarterie
  • Mögliche Zeichen sind plötzliche Atemnot, Brustschmerz, Tachykardie, Angst, Husten oder Kreislaufversagen
Erläutern Sie Thrombosefolge. 1 P
  • Ein Thrombus kann ein Gefäß örtlich verschließen, sich organisieren oder lösen und als Embolus einen entfernten Gefäßverschluss verursachen

Allgemeine Kreislaufstörungen: Herzinsuffizienz und Hypertonie

Erläutern Sie Herzinsuffizienz. 1 P
  • Herzinsuffizienz bedeutet, dass das Herz den Körper nicht ausreichend mit Blut versorgt oder dies nur bei erhöhten Füllungsdrücken schafft
Beschreiben Sie kompensierte und dekompensierte Herzinsuffizienz anhand der wesentlichen Merkmale. 2 P
  • Kompensationsmechanismen halten die Versorgung zunächst aufrecht
  • Bei Dekompensation reichen sie nicht mehr aus und Beschwerden treten in Ruhe oder bei geringer Belastung auf
Erläutern Sie Linksherzinsuffizienz. 2 P
  • Blut staut sich in den Lungenkreislauf zurück
  • Typisch sind Belastungsdyspnoe, Orthopnoe und bei schwerem Verlauf Lungenödem
Erläutern Sie Rechtsherzinsuffizienz. 2 P
  • Blut staut sich in den Körperkreislauf zurück
  • Typisch sind periphere Ödeme, Halsvenenstauung und Gewichtszunahme
Erläutern Sie arterielle Hypertonie. 2 P
  • Arterielle Hypertonie ist dauerhaft erhöhter Blutdruck im Körperkreislauf
  • Sie kann lange symptomarm bleiben und Gefäße sowie Organe schädigen
Beschreiben Sie primäre und sekundäre Hypertonie anhand der wesentlichen Merkmale. 2 P
  • Primäre Hypertonie entsteht multifaktoriell ohne einzelne Grunderkrankung
  • Sekundäre Hypertonie ist Folge einer erkennbaren Ursache
Erläutern Sie Hypotonie. 2 P
  • Hypotonie ist niedriger Blutdruck
  • Beschwerden entstehen vor allem bei unzureichender Hirndurchblutung, etwa Schwindel, Schwäche oder Synkope
Erläutern Sie Störungen der Blutzusammensetzung. 2 P
  • Anämie vermindert den Sauerstofftransport
  • Veränderungen von Leukozyten betreffen die Abwehr, Veränderungen von Thrombozyten die Blutstillung

Arteriosklerose und Schock

Unterscheiden Sie Arteriosklerose und Atherosklerose. 2 P
  • Arteriosklerose bezeichnet allgemein Gefäßwandverhärtung
  • Atherosklerose ist die häufigste Form mit lipidreichen Plaques in arteriellen Wänden
Nennen Sie 6 Atherosklerose-Risikofaktoren. 6 P
  • Risikofaktor: Rauchen
  • Risikofaktor: Hypertonie
  • Risikofaktor: Diabetes
  • Risikofaktor: erhöhte Blutfette
  • Risikofaktor: Bewegungsmangel
  • Risikofaktor: Übergewicht
Erläutern Sie Plaqueruptur. 2 P
  • Reißt eine Plaque auf, aktiviert die Oberfläche die Gerinnung
  • Ein akuter Thrombus kann das Gefäß plötzlich verschließen
Nennen Sie 5 Atherosklerosefolgen. 5 P
  • Aspekt: koronare Herzkrankheit
  • Aspekt: Herzinfarkt
  • Aspekt: Schlaganfall
  • Aspekt: periphere arterielle Verschlusskrankheit
  • Aspekt: Organschäden
Definieren Sie Schock. 1 P
  • Schock ist eine lebensbedrohliche generalisierte Kreislaufstörung mit unzureichender Gewebeperfusion und Sauerstoffversorgung
Erläutern Sie Schockspirale. 2 P
  • Minderperfusion verursacht Zellhypoxie und Stoffwechselstörung
  • Gefäß- und Organfunktionen verschlechtern sich weiter bis zum Multiorganversagen

Blutungen und Kollaps

Beschreiben Sie äußere und innere Blutung anhand der wesentlichen Merkmale. 2 P
  • Äußere Blutungen treten aus einer Wunde aus
  • Innere Blutungen sammeln sich in Gewebe oder Körperhöhlen und sind oft nur durch indirekte Zeichen erkennbar
Unterscheiden Sie arterielle, venöse und kapilläre Blutung und nennen Sie die gemeinsame Sicherheitsgrenze. 4 P
  • Arterielle Blutung kann pulsierend austreten
  • Venöse Blutung fließt meist gleichmäßiger
  • Kapilläre Blutung sickert flächig
  • Jede starke Blutung kann lebensbedrohlich sein
Nennen Sie 2 Folgen eines akuten Blutverlusts. 2 P
  • Sinkendes Blutvolumen vermindert venösen Rückstrom, Herzzeitvolumen und Organdurchblutung
  • Unbehandelt drohen Schock und Organversagen
Erläutern Sie Hinweise auf innere Blutung. 1 P
  • Blässe, kalter Schweiß, Tachykardie, Schwindel, zunehmende Schwäche, Schmerzen, Umfangszunahme oder Bewusstseinsstörung können auf eine innere Blutung hinweisen
Unterscheiden Sie Kollaps und Schock. 2 P
  • Ein Kollaps ist meist kurzzeitig und durch vorübergehende Hirnminderperfusion geprägt
  • Schock ist eine anhaltende generalisierte Minderperfusion mit Gefahr des Organversagens
Erläutern Sie Lebensbedrohliche Blutung als Notfall. 1 P
  • Stark fließendes oder spritzendes Blut, rasche Durchtränkung von Verbänden oder Schockzeichen erfordern sofortigen Notruf und kontinuierlichen direkten Druck auf die Wunde

Die Fragen und Antworten wurden aus den redaktionellen Lerntexten dieses Kapitels abgeleitet. Jede Antwort gehört ausschließlich zu der unmittelbar darüberstehenden Frage.

Hinweise des Lehrplans
  • vgl. Lehrplan Biologie, Anatomie und Physiologie
  • Überblick vgl. Lehrplan Biologie, Anatomie und Physiologie
  • Überblick vgl. Lehrplan Biologie, Anatomie und Physiologie
  • Fallbeispiele vgl. Lehrplan Erste Hilfe

Quelle: Sächsisches Staatsministerium für Kultus: Lehrplan Berufsfachschule Ergotherapeut/Ergotherapeutin, freigegeben ab 1. August 2020, S. 41.

04 Entzündungen, pathogene Immunphänomene und Ödeme 8 Ustd. 39 Unterfragen
Lehrplananforderung

Die Schülerinnen und Schüler setzen sich mit dem Begriff der Entzündungen auseinander, zeigen deren typischen Verlauf auf und kennen wesentliche pathologische Immunreaktionen. Sie erfassen unterschiedliche Ursachen der Ödembildung, lebensbedrohliche Konsequenzen einiger Ödemformen und die Erscheinungsformen örtlicher Ödeme.

Quelle: Sächsisches Staatsministerium für Kultus: Lehrplan Berufsfachschule Ergotherapeut/Ergotherapeutin, freigegeben ab 1. August 2020, S. 42.

Fragen & Antworten39

Kapitelkern

Beschreiben Sie unspezifische und spezifische Abwehr anhand der wesentlichen Merkmale. 2 P
  • Unspezifische Abwehr wirkt sofort und breit
  • Spezifische Abwehr erkennt Antigene gezielt und bildet Gedächtniszellen
Nennen Sie 5 Entzündungszeichen. 5 P
  • Aspekt: Rubor
  • Aspekt: Calor
  • Aspekt: Tumor
  • Aspekt: Dolor
  • Aspekt: Functio laesa
Erklären Sie Ödembildung. 1 P
  • Erhöhter hydrostatischer Druck, verminderter onkotischer Druck, erhöhte Gefäßpermeabilität, gestörter Lymphabfluss und Flüssigkeitsretention

Aufbau der Immunabwehr

Nennen Sie vier wichtige Körperbarrieren der unspezifischen Abwehr. 4 P
  • Haut
  • Schleimhäute
  • Sekrete
  • Physiologische Mikroflora
Erläutern Sie unspezifische Abwehr. 2 P
  • Die angeborene Abwehr wirkt sofort und breit, bildet aber kein antigenspezifisches Gedächtnis
  • Dazu gehören Phagozyten, NK-Zellen und Komplement
Erläutern Sie spezifische Abwehr. 1 P
  • Die erworbene Abwehr erkennt bestimmte Antigene, arbeitet mit B- und T-Lymphozyten und bildet Gedächtniszellen
Erläutern Sie Phagozytose. 1 P
  • Phagozyten umschließen Fremdmaterial oder Erreger, nehmen sie auf und bauen sie in der Zelle ab
Erläutern Sie Antigenpräsentation. 2 P
  • Fresszellen zeigen Antigenbestandteile auf ihrer Oberfläche
  • T-Helferzellen erkennen sie und aktivieren weitere spezifische Abwehrreaktionen
Beschreiben Sie Antigen und Antikörper anhand der wesentlichen Merkmale. 2 P
  • Antigene sind spezifisch erkennbare Strukturen
  • Antikörper sind von Plasmazellen gebildete Eiweiße, die passende Antigene binden
Beschreiben Sie B- und T-Lymphozyten anhand der wesentlichen Merkmale. 3 P
  • B-Zellen bilden Plasmazellen, Antikörper und Gedächtniszellen
  • T-Helferzellen steuern die Antwort
  • T-Killerzellen beseitigen infizierte Zellen
Erläutern Sie immunologisches Gedächtnis. 1 P
  • Gedächtniszellen ermöglichen bei erneutem Antigenkontakt eine schnellere und stärkere spezifische Immunreaktion

Immunisierung und immunologisches Gedächtnis

Erläutern Sie aktive Immunisierung. 2 P
  • Antigene oder ihre Bauinformationen lösen eine eigene Immunantwort mit Antikörpern und Gedächtniszellen aus
  • Der Schutz beginnt verzögert und hält meist länger
Erläutern Sie passive Immunisierung. 2 P
  • Fertige Antikörper wirken sofort, werden aber wieder abgebaut
  • Ein eigenes immunologisches Gedächtnis entsteht nicht
Unterscheiden Sie aktive und passive Immunisierung. 2 P
  • Aktiv bedeutet langsamer Beginn und längerfristiges Gedächtnis
  • Passiv bedeutet sofortige, aber zeitlich begrenzte Wirkung
Erläutern Sie Auffrischimpfung. 1 P
  • Ein erneuter Antigenkontakt aktiviert Gedächtniszellen und erhöht die spezifische Immunantwort, wenn der Schutz nachlässt

Allergien, Autoimmunität und Immundefekte

Definieren Sie Allergie. 1 P
  • Eine Allergie ist eine überschießende spezifische Immunreaktion auf ein normalerweise harmloses Allergen
Erläutern Sie Sensibilisierung. 2 P
  • Beim ersten Kontakt entsteht eine allergenspezifische Immunbereitschaft
  • Beschwerden treten häufig erst bei einem späteren Kontakt auf
Erläutern Sie Soforttyp. 1 P
  • Beim Soforttyp werden nach erneutem Kontakt innerhalb von Sekunden oder Minuten Mediatoren wie Histamin freigesetzt
Erläutern Sie Spättyp. 1 P
  • Beim Spättyp vermitteln vor allem T-Zellen eine verzögerte Reaktion, die meist erst nach Stunden bis Tagen sichtbar wird
Erläutern Sie Anaphylaxie. 1 P
  • Anaphylaxie ist eine akute systemische Allergiereaktion mit möglicher Atemwegsverengung, Kreislaufversagen und Schock
Erläutern Sie Autoimmunerkrankung. 2 P
  • Die Immunabwehr richtet sich gegen körpereigene Strukturen
  • Chronische Entzündung kann Gewebe schädigen und Funktionen vermindern
Beschreiben Sie primärer und sekundärer Immundefekt anhand der wesentlichen Merkmale. 2 P
  • Primäre Immundefekte sind angeboren
  • Sekundäre entstehen etwa durch HIV, Mangelernährung, Tumorerkrankungen oder Immunsuppression

Entzündung: Ursachen, Zeichen und Ablauf

Definieren Sie Entzündung. 2 P
  • Entzündung ist eine koordinierte Abwehrreaktion auf Gewebeschädigung
  • Sie soll die Noxe begrenzen, beseitigen und Heilung ermöglichen
Nennen Sie 9 Entzündungsursachen. 9 P
  • Ursache: Erreger
  • Ursache: Toxine
  • Ursache: Säuren
  • Ursache: Laugen
  • Ursache: mechanische Schäden
  • Ursache: Hitze
  • Ursache: Kälte
  • Ursache: Allergien
  • Ursache: Autoimmunreaktionen
Nennen und übersetzen Sie die fünf Kardinalzeichen der Entzündung (5 Punkte)?
  • Rubor: Rötung
  • Calor: Überwärmung
  • Tumor: Schwellung
  • Dolor: Schmerz
  • Functio laesa: Funktionsverlust
Erläutern Sie Exsudative Phase. 2 P
  • Gefäße erweitern sich und werden durchlässiger
  • Eiweißreiche Flüssigkeit tritt aus, Leukozyten wandern ein und beseitigen Noxen sowie Zelltrümmer
Erläutern Sie Proliferative Phase. 2 P
  • Zellen vermehren sich, Gefäße und Gewebe werden neu gebildet
  • Ziel ist Regeneration oder, wenn diese nicht möglich ist, Reparation
Erläutern Sie Narbenbildung. 1 P
  • Kann das ursprüngliche Gewebe nicht vollständig regenerieren, ersetzt Bindegewebe den Defekt und bildet eine Narbe
Beschreiben Sie akute und chronische Entzündung anhand der wesentlichen Merkmale. 2 P
  • Akute Entzündung beginnt rasch und ist häufig exsudativ
  • Chronische Entzündung hält an und verbindet Gewebeschädigung mit Reparaturprozessen
Nennen Sie vier systemische Entzündungszeichen. 4 P
  • Fieber
  • Abgeschlagenheit
  • Leukozytose
  • Erhöhte Entzündungswerte

Ödeme: Mechanismen und Folgen

Definieren Sie Ödem. 1 P
  • Ein Ödem ist eine übermäßige Flüssigkeitsansammlung im Zwischenzellraum oder in Körperhöhlen
Erläutern Sie hämodynamisches Ödem. 1 P
  • Erhöhter hydrostatischer Druck presst mehr Flüssigkeit aus Kapillaren, etwa bei venöser Stauung oder Herzinsuffizienz
Erläutern Sie Eiweißmangelödem. 2 P
  • Zu wenig Plasmaeiweiß senkt den onkotischen Rücksog
  • Flüssigkeit bleibt vermehrt im Gewebe
Beschreiben Sie entzündliches, toxisches und allergisches Ödem anhand der wesentlichen Merkmale. 2 P
  • Erhöhte Gefäßdurchlässigkeit lässt Flüssigkeit und Eiweiß austreten
  • Auslöser können Entzündungsmediatoren, Gifte oder allergische Reaktionen sein
Erläutern Sie Lymphödem. 1 P
  • Ein gestörter Lymphabfluss führt zu proteinreicher Flüssigkeitsansammlung und bei längerem Verlauf zu Gewebeumbau
Beschreiben Sie Transsudat und Exsudat anhand der wesentlichen Merkmale. 2 P
  • Transsudat ist eher eiweißarm und druckbedingt
  • Exsudat ist eiweißreich und entsteht meist durch entzündlich erhöhte Gefäßdurchlässigkeit
Erläutern Sie Lungenödem. 1 P
  • Flüssigkeit im Lungengewebe und in Alveolen behindert den Gasaustausch und verursacht schwere Atemnot
Beschreiben Sie Hirn- und Kehlkopfödem anhand der wesentlichen Merkmale. 3 P
  • Hirnödem steigert den Druck im Schädel
  • Kehlkopfödem kann die Atemwege verschließen
  • Beide sind akut lebensbedrohlich
Nennen Sie fünf Folgen eines Ödems für Gewebe und Funktion. 5 P
  • Verlängerte Diffusionswege
  • Erhöhter Gewebedruck
  • Verminderte Beweglichkeit
  • Beeinträchtigte Wundheilung
  • Beeinträchtigter Hautschutz

Die Fragen und Antworten wurden aus den redaktionellen Lerntexten dieses Kapitels abgeleitet. Jede Antwort gehört ausschließlich zu der unmittelbar darüberstehenden Frage.

Hinweise des Lehrplans
  • vgl. Lehrplan Grundlagen der Gesundheitslehre und Hygiene
  • Fallbeispiele
  • Fallbeispiele
  • kardial bedingte Ödeme, durch örtliche Stauung bedingte Ödeme
  • z. B. Hirn-, Kehlkopf-, Lungenödem vgl. Lehrplan Spezielle Krankheitslehre, LPE 4

Quelle: Sächsisches Staatsministerium für Kultus: Lehrplan Berufsfachschule Ergotherapeut/Ergotherapeutin, freigegeben ab 1. August 2020, S. 42.

LLernstoff19 Unterkapitel
Grundbegriffe und Epidemiologie
Fragen und Antworten
Definieren Sie Gesundheit nach dem WHO-Verständnis (1 Punkt)
  • Gesundheit umfasst nach der WHO körperliches, psychisches und soziales Wohlbefinden und ist mehr als die Abwesenheit von Krankheit
Definieren Sie Krankheit aus medizinischer Sicht (1 Punkt)
  • Krankheit ist eine Störung körperlicher oder psychischer Funktionen, die Wohlbefinden oder Leistungsfähigkeit subjektiv oder objektiv beeinträchtigt
Unterscheiden Sie Symptom, Symptomkomplex, Syndrom und Morbus (4 Punkte)
  • Ein Symptom ist ein einzelnes Krankheitszeichen
  • Ein Symptomkomplex ist eine Kombination
  • Ein Syndrom eine typische Kombination
  • Morbus bezeichnet eine nachgewiesene Erkrankung
Definieren Sie Inzidenz (1 Punkt)
  • Inzidenz bezeichnet neue Erkrankungsfälle oder Ereignisse in einer Population innerhalb eines festgelegten Zeitraums
Definieren Sie Prävalenz (2 Punkte)
  • Prävalenz bezeichnet alle vorhandenen Erkrankungsfälle in einer Population
  • Sie kann als Punkt-, Perioden- oder Lebenszeitprävalenz angegeben werden
Unterscheiden Sie Mortalität und Letalität (2 Punkte)
  • Mortalität bezieht Todesfälle auf eine Population
  • Letalität beschreibt den Anteil der Verstorbenen unter den Erkrankten
Definieren Sie Sensitivität (2 Punkte)
  • Sensitivität ist der Anteil der tatsächlich Erkrankten, die ein Test richtig als positiv erkennt
  • Hohe Sensitivität bedeutet wenige falsch negative Befunde
Definieren Sie Spezifität (2 Punkte)
  • Spezifität ist der Anteil der tatsächlich Gesunden, die ein Test richtig als negativ erkennt
  • Hohe Spezifität bedeutet wenige falsch positive Befunde
Beschreiben Sie prädiktive Werte und Prävalenz anhand der wesentlichen Merkmale (2 Punkte)
  • Der positive und negative Vorhersagewert hängen auch von der Erkrankungshäufigkeit ab
  • Bei seltenen Erkrankungen wiegen falsch positive Ergebnisse relativ stärker
Quellen

AKL_1_Grundlagen_TR.pdf, 22.07.2026

AKL-Skript_SP.pdf, 22.07.2026

lp_bfs_ergotherapeut_2024-1(5).pdf, S. 38–39, 22.07.2026

Zellschädigung, Apoptose und Nekrose
Fragen und Antworten
Erläutern Sie Zellstoffwechselstörung durch Nährstoffmangel (2 Punkte)
  • Ungenügende Zufuhr oder Verarbeitung von Nährstoffen stört Energiegewinnung und Aufbauprozesse
  • Dauer und Ausmaß bestimmen, ob Anpassung, Atrophie oder Zelltod folgt
Unterscheiden Sie reversible und irreversible Zellschädigung (2 Punkte)
  • Reversible Zellschäden können sich nach Beseitigung der Noxe zurückbilden
  • Irreversible Schäden überschreiten die Erholungsfähigkeit und enden im Zelltod
Erläutern Sie physiologische Apoptose (1 Punkt)
  • Apoptose entfernt kontrolliert nicht mehr benötigte oder fehlerhafte Zellen, etwa bei Zellerneuerung und Embryonalentwicklung
Erläutern Sie pathologische Apoptose (1 Punkt)
  • Schwere DNA-Schäden oder Virusinfektionen können ein programmiertes Selbstabbauprogramm der Zelle auslösen
Ordnen Sie vier Schritte der Apoptose in die richtige Reihenfolge (4 Punkte)
  • Die Zelle schrumpft
  • DNA und Organellen werden geordnet zerlegt
  • Membranumhüllte apoptotische Körperchen entstehen
  • Fresszellen beseitigen die Zellreste
Ordnen Sie vier Schritte der Nekrose in die richtige Reihenfolge (4 Punkte)
  • Die Zelle schwillt an
  • Organellen zerfallen
  • Die Zellmembran reißt
  • Zellinhalt tritt aus und löst eine Entzündungsreaktion aus
Erläutern Sie Entzündungsreaktion bei Nekrose (2 Punkte)
  • Ausgetretener Zellinhalt aktiviert die Immunabwehr
  • Deshalb ist Nekrose typischerweise mit einer Entzündungsreaktion verbunden
Unterscheiden Sie Koagulations- und Kolliquationsnekrose (2 Punkte)
  • Koagulationsnekrose verfestigt Gewebe, typisch beim Herzinfarkt
  • Kolliquationsnekrose verflüssigt es, typisch bei einem Hirninfarkt
Quellen

AKL_2_1_Zelltod_Anpassungsreaktionen.pdf, 22.07.2026

AKL_2_2_Pathologie der Zelle_Tumoren_genetische Erkrankungen.pdf, 22.07.2026

AKL-Skript_SP.pdf, 22.07.2026

lp_bfs_ergotherapeut_2024-1(5).pdf, S. 40, 22.07.2026

Grundlagen des Kreislaufsystems
Fragen und Antworten
Beschreiben Sie vier Kennzeichen eines intakten Kreislaufs (4 Punkte)
  • Ausreichender Blutfluss
  • Angemessener Blutdruck
  • Funktionsfähiger Stoffaustausch
  • Ausreichende Versorgung der Gewebe mit Sauerstoff und Nährstoffen
Beschreiben Sie Körper- und Lungenkreislauf anhand der wesentlichen Merkmale (2 Punkte)
  • Der Körperkreislauf versorgt Organe und Gewebe
  • Der Lungenkreislauf ermöglicht die Aufnahme von Sauerstoff und Abgabe von Kohlendioxid
Beschreiben Sie Arterien und Venen anhand der wesentlichen Merkmale (2 Punkte)
  • Arterien führen Blut vom Herzen weg, Venen zum Herzen hin
  • Die Flussrichtung, nicht der Sauerstoffgehalt, bestimmt die Bezeichnung
Erläutern Sie Kapillaren (2 Punkte)
  • Kapillaren verbinden Arteriolen und Venolen
  • Ihre dünnen Wände ermöglichen den Austausch von Gasen, Nährstoffen, Flüssigkeit und Stoffwechselprodukten
Ordnen Sie Erythrozyten, Leukozyten und Thrombozyten ihren Hauptfunktionen zu (3 Punkte)
  • Erythrozyten: Transport von Atemgasen
  • Leukozyten: Immunabwehr
  • Thrombozyten: Einleitung der primären Blutstillung
Erläutern Sie Herzkranzgefäße (2 Punkte)
  • Koronararterien versorgen den Herzmuskel mit Sauerstoff
  • Eine relevante Verengung oder ein Verschluss gefährdet die Pumpfunktion
Quellen

AKL_3_1_oertliche Kreislaufstoerungen.pdf, 22.07.2026

AKL_3_2_allg_Kreislaufstoerungen.pdf, 22.07.2026

AKL-Skript_SP.pdf, 22.07.2026

lp_bfs_ergotherapeut_2024-1(5).pdf, S. 41, 22.07.2026

Aufbau der Immunabwehr
Fragen und Antworten
Nennen Sie vier wichtige Körperbarrieren der unspezifischen Abwehr (4 Punkte)
  • Haut
  • Schleimhäute
  • Sekrete
  • Physiologische Mikroflora
Erläutern Sie unspezifische Abwehr (2 Punkte)
  • Die angeborene Abwehr wirkt sofort und breit, bildet aber kein antigenspezifisches Gedächtnis
  • Dazu gehören Phagozyten, NK-Zellen und Komplement
Erläutern Sie spezifische Abwehr (1 Punkt)
  • Die erworbene Abwehr erkennt bestimmte Antigene, arbeitet mit B- und T-Lymphozyten und bildet Gedächtniszellen
Erläutern Sie Phagozytose (1 Punkt)
  • Phagozyten umschließen Fremdmaterial oder Erreger, nehmen sie auf und bauen sie in der Zelle ab
Erläutern Sie Antigenpräsentation (2 Punkte)
  • Fresszellen zeigen Antigenbestandteile auf ihrer Oberfläche
  • T-Helferzellen erkennen sie und aktivieren weitere spezifische Abwehrreaktionen
Beschreiben Sie Antigen und Antikörper anhand der wesentlichen Merkmale (2 Punkte)
  • Antigene sind spezifisch erkennbare Strukturen
  • Antikörper sind von Plasmazellen gebildete Eiweiße, die passende Antigene binden
Beschreiben Sie B- und T-Lymphozyten anhand der wesentlichen Merkmale (3 Punkte)
  • B-Zellen bilden Plasmazellen, Antikörper und Gedächtniszellen
  • T-Helferzellen steuern die Antwort
  • T-Killerzellen beseitigen infizierte Zellen
Erläutern Sie immunologisches Gedächtnis (1 Punkt)
  • Gedächtniszellen ermöglichen bei erneutem Antigenkontakt eine schnellere und stärkere spezifische Immunreaktion
Quellen

AKL_4_Immunsystem_und_pathologische_Reaktionen_Entzuendungen.pdf, 22.07.2026

AKL-Skript_SP.pdf, 22.07.2026

lp_bfs_ergotherapeut_2024-1(5).pdf, S. 42, 22.07.2026

Krankheitsbeschreibung: vom Auslöser zur Prognose
Fragen und Antworten
Nennen Sie 10 Bestandteile einer Krankheitsbeschreibung (10 Punkte)
  • Bestandteil: Kurzdefinition
  • Bestandteil: Epidemiologie
  • Bestandteil: Ätiologie
  • Bestandteil: Pathogenese
  • Bestandteil: Symptomatik
  • Bestandteil: Diagnostik
  • Bestandteil: Therapie
  • Bestandteil: Verlauf
  • Bestandteil: Prognose
  • Bestandteil: Komplikationen
Unterscheiden Sie Ätiologie und Pathogenese (2 Punkte)
  • Ätiologie bezeichnet Ursachen und Risikofaktoren
  • Pathogenese beschreibt die krankhaften Vorgänge von der Ursache bis zum Krankheitsbild
Unterscheiden Sie objektive und subjektive Symptome (2 Punkte)
  • Objektive Symptome sind untersuchbar oder messbar
  • Subjektive Symptome werden von der betroffenen Person erlebt und berichtet
Beschreiben Sie Leitsymptom und unspezifisches Symptom anhand der wesentlichen Merkmale (2 Punkte)
  • Ein Leit- oder Kardinalsymptom weist charakteristisch auf ein Krankheitsbild hin
  • Unspezifische Symptome treten bei vielen Erkrankungen auf
Nennen Sie 5 nichtapparative diagnostische Verfahren oder Befundwege (5 Punkte)
  • Verfahren oder Verfahrensgruppe: Anamnese
  • Verfahren oder Verfahrensgruppe: Inspektion
  • Verfahren oder Verfahrensgruppe: Palpation
  • Verfahren oder Verfahrensgruppe: Perkussion
  • Verfahren oder Verfahrensgruppe: Auskultation
Nennen Sie vier apparative Verfahrensgruppen und sechs Beispiele (10 Punkte)
  • Verfahrensgruppe: Labordiagnostik
  • Verfahrensgruppe: Funktionsdiagnostik
  • Verfahrensgruppe: elektrophysiologische Diagnostik
  • Verfahrensgruppe: bildgebende Diagnostik
  • Beispiel: Blutuntersuchung
  • Beispiel: EKG
  • Beispiel: Röntgen
  • Beispiel: CT
  • Beispiel: MRT
  • Beispiel: Sonografie
Erläutern Sie Differentialdiagnostik (1 Punkt)
  • Differentialdiagnostik grenzt Erkrankungen mit ähnlicher Symptomatik voneinander ab, damit Ursache, Dringlichkeit und Behandlung richtig eingeordnet werden
Unterscheiden Sie kausale, symptomatische und palliative Therapie (3 Punkte)
  • Kausale Therapie behandelt die Krankheitsursache
  • Symptomatische Therapie behandelt Beschwerden oder Krankheitszeichen
  • Palliative Therapie lindert Belastungen, wenn Heilung nicht erreichbar ist
Quellen

AKL_1_Grundlagen_TR.pdf, 22.07.2026

AKL-Skript_SP.pdf, 22.07.2026

lp_bfs_ergotherapeut_2024-1(5).pdf, S. 38–39, 22.07.2026

Anpassungsreaktionen: Atrophie, Hypertrophie und Hyperplasie
Fragen und Antworten
Definieren Sie Atrophie (1 Punkt)
  • Atrophie ist die erworbene Rückbildung von Zellen, Gewebe oder Organen durch kleinere Zellen oder eine geringere Zellzahl, meist mit Funktionsminderung
Erläutern Sie Inaktivitätsatrophie (2 Punkte)
  • Fehlende Belastungsreize senken den Gewebeaufbau
  • Ein ruhiggestellter Muskel verliert deshalb Masse und Leistungsfähigkeit
Definieren Sie Hypertrophie (1 Punkt)
  • Hypertrophie vergrößert ein Gewebe durch Zunahme der Zellgröße bei gleichbleibender Zellzahl
Definieren Sie Hyperplasie (1 Punkt)
  • Hyperplasie vergrößert ein Gewebe durch Zunahme der Zellzahl bei weitgehend gleichbleibender Zellgröße
Unterscheiden Sie Regeneration und Reparation (2 Punkte)
  • Regeneration ersetzt Gewebe gleichwertig
  • Reparation ersetzt es durch funktionell minderwertigeres Gewebe, meist Binde- oder Narbengewebe
Erläutern Sie pathologische Regeneration (2 Punkte)
  • Pathologische Regeneration ersetzt Gewebe unvollständig, überschießend oder fehlgeordnet
  • Struktur und Funktion können dadurch dauerhaft verändert bleiben
Erläutern Sie Regenerationsfähigkeit der Gewebe (2 Punkte)
  • Wechselgewebe regeneriert gut, stabile Gewebe nur bedingt
  • Permanente Gewebe wie Herzmuskel und Nervengewebe heilen überwiegend durch Reparation
Quellen

AKL_2_1_Zelltod_Anpassungsreaktionen.pdf, 22.07.2026

AKL_2_2_Pathologie der Zelle_Tumoren_genetische Erkrankungen.pdf, 22.07.2026

AKL-Skript_SP.pdf, 22.07.2026

lp_bfs_ergotherapeut_2024-1(5).pdf, S. 40, 22.07.2026

Örtliche Kreislaufstörungen: Hyperämie, Ischämie und Infarkt
Fragen und Antworten
Erläutern Sie aktive arterielle Hyperämie (2 Punkte)
  • Aktive Hyperämie entsteht durch vermehrten arteriellen Zustrom, etwa bei Muskelarbeit oder Entzündung
  • Das Gewebe wird warm und gerötet
Erläutern Sie passive venöse Hyperämie (2 Punkte)
  • Passive Hyperämie entsteht durch behinderten venösen Abfluss
  • Blut staut sich, das Gewebe kann zyanotisch und ödematös werden
Definieren Sie Ischämie (1 Punkt)
  • Ischämie ist eine verminderte oder aufgehobene arterielle Durchblutung mit Sauerstoff- und Nährstoffmangel
Beschreiben Sie relative und absolute Ischämie anhand der wesentlichen Merkmale (2 Punkte)
  • Relative Ischämie deckt einen erhöhten Bedarf nicht
  • Absolute Ischämie unterbricht die Durchblutung weitgehend oder vollständig
Definieren Sie Infarkt (1 Punkt)
  • Ein Infarkt ist ein umschriebener Gewebsuntergang infolge anhaltender Ischämie oder seltener venöser Abflussblockade
Beschreiben Sie anämischer und hämorrhagischer Infarkt anhand der wesentlichen Merkmale (2 Punkte)
  • Anämische Infarkte sind blutarm, etwa im Herzen
  • Hämorrhagische Infarkte enthalten Einblutungen, etwa im lockeren oder doppelt versorgten Gewebe
Quellen

AKL_3_1_oertliche Kreislaufstoerungen.pdf, 22.07.2026

AKL_3_2_allg_Kreislaufstoerungen.pdf, 22.07.2026

AKL-Skript_SP.pdf, 22.07.2026

lp_bfs_ergotherapeut_2024-1(5).pdf, S. 41, 22.07.2026

Immunisierung und immunologisches Gedächtnis
Fragen und Antworten
Erläutern Sie aktive Immunisierung (2 Punkte)
  • Antigene oder ihre Bauinformationen lösen eine eigene Immunantwort mit Antikörpern und Gedächtniszellen aus
  • Der Schutz beginnt verzögert und hält meist länger
Erläutern Sie passive Immunisierung (2 Punkte)
  • Fertige Antikörper wirken sofort, werden aber wieder abgebaut
  • Ein eigenes immunologisches Gedächtnis entsteht nicht
Unterscheiden Sie aktive und passive Immunisierung (2 Punkte)
  • Aktiv bedeutet langsamer Beginn und längerfristiges Gedächtnis
  • Passiv bedeutet sofortige, aber zeitlich begrenzte Wirkung
Erläutern Sie Auffrischimpfung (1 Punkt)
  • Ein erneuter Antigenkontakt aktiviert Gedächtniszellen und erhöht die spezifische Immunantwort, wenn der Schutz nachlässt
Quellen

AKL_4_Immunsystem_und_pathologische_Reaktionen_Entzuendungen.pdf, 22.07.2026

AKL-Skript_SP.pdf, 22.07.2026

lp_bfs_ergotherapeut_2024-1(5).pdf, S. 42, 22.07.2026

Krankheitsursachen, Verläufe und Folgen
Fragen und Antworten
Nennen Sie 4 endogene Krankheitsursachen (4 Punkte)
  • Krankheitsursache: genetische Veränderungen
  • Krankheitsursache: Dispositionen
  • Krankheitsursache: immunologische Störungen
  • Krankheitsursache: altersbedingte Veränderungen
Nennen Sie 7 exogene Krankheitsursachen (7 Punkte)
  • Krankheitsursache: Erreger
  • Krankheitsursache: mechanische Gewalt
  • Krankheitsursache: Strahlung
  • Krankheitsursache: Hitze
  • Krankheitsursache: Kälte
  • Krankheitsursache: Gifte
  • Krankheitsursache: schädigende Lebensbedingungen
Erläutern Sie psychosoziale Krankheitsfaktoren (1 Punkt)
  • Vernachlässigung, Trauma, Stress, Mobbing, Armut oder Isolation können Entstehung, Verlauf und Bewältigung von Erkrankungen beeinflussen
Definieren Sie Risikofaktor (1 Punkt)
  • Ein Risikofaktor erhöht die Wahrscheinlichkeit einer Erkrankung, löst sie aber nicht zwingend allein aus
Unterscheiden Sie genetische Erkrankung und Disposition (2 Punkte)
  • Eine genetische Erkrankung beruht unmittelbar auf einer Erbgutveränderung
  • Eine genetische Disposition erhöht nur die Anfälligkeit und wirkt meist mit weiteren Faktoren zusammen
Nennen Sie 3 Krankheitsstadien (3 Punkte)
  • Latent oder subklinisch bedeutet vorhanden ohne deutliches Vollbild
  • Manifest bedeutet klinisch erkennbar
  • Weitere Stadien hängen vom jeweiligen Krankheitsbild ab
Unterscheiden Sie Akuter, subakuter und chronischer Verlauf (3 Punkte)
  • Akut bedeutet rascher Beginn und meist kurze Dauer
  • Subakut liegt dazwischen
  • Chronisch bezeichnet einen lang anhaltenden oder dauerhaften Verlauf
Unterscheiden Sie Rezidivierender, schubweiser und progredienter Verlauf (3 Punkte)
  • Rezidivierend bedeutet wiederkehrend
  • Schubweise eine zeitweise Aktivitätszunahme
  • Progredient ein fortschreitendes Krankheitsgeschehen
Beschreiben Sie Defektheilung und Chronifizierung anhand der wesentlichen Merkmale (2 Punkte)
  • Bei Defektheilung bleibt nach abgeschlossener Heilung ein dauerhafter Schaden
  • Bei Chronifizierung bleibt der Krankheitsprozess langfristig bestehen
Unterscheiden Sie vermeidbare und unvermeidbare behandlungsbedingte Krankheitsfolgen anhand je eines Beispiels (4 Punkte)
  • Unvermeidbare Folge: kann trotz fachgerechter Behandlung entstehen
  • Beispiel einer unvermeidbaren Folge: notwendiger Gewebeverlust
  • Vermeidbare Folge: entsteht durch einen grundsätzlich beeinflussbaren Behandlungsfehler oder eine unterlassene Schutzmaßnahme
  • Beispiel einer vermeidbaren Folge: Lagerungsschaden bei unzureichender Prophylaxe
Nennen Sie 5 Krankheitsfolgen für Ergotherapie (5 Punkte)
  • Krankheitsfolge: Funktionsverluste
  • Krankheitsfolge: Aktivitätseinschränkungen
  • Krankheitsfolge: Rollenveränderungen
  • Krankheitsfolge: psychische Belastungen
  • Krankheitsfolge: Teilhabeverlust
Quellen

AKL_1_Grundlagen_TR.pdf, 22.07.2026

AKL-Skript_SP.pdf, 22.07.2026

lp_bfs_ergotherapeut_2024-1(5).pdf, S. 38–39, 22.07.2026

Tumoren: Entstehung, Dignität und Ausbreitung
Fragen und Antworten
Beschreiben Sie Tumor und Neoplasie anhand der wesentlichen Merkmale (2 Punkte)
  • Tumor bedeutet allgemein Schwellung oder Raumforderung
  • Im engeren Sinn ist eine Neoplasie unkontrolliertes Wachstum genetisch veränderter Zellen
Erläutern Sie benigne Tumoren (1 Punkt)
  • Benigne Tumoren wachsen meist langsam und verdrängend, sind häufig gut begrenzt und bilden keine Metastasen
Erläutern Sie maligne Tumoren (1 Punkt)
  • Maligne Tumoren wachsen infiltrierend und destruierend, sind schlecht begrenzt, rezidivieren häufiger und können metastasieren
Erläutern Sie semimaligne Tumoren (1 Punkt)
  • Semimaligne Tumoren wachsen örtlich aggressiv und zerstörend, bilden aber typischerweise keine Fernmetastasen
Erklären Sie Tumorentstehung (1 Punkt)
  • Mutationen in Genen für Zellteilung, Differenzierung, Wachstum oder Zelltod können Wachstumskontrollen ausschalten und eine Neoplasie ermöglichen
Erläutern Sie Kanzerogene (1 Punkt)
  • Kanzerogene sind krebserregende Einflüsse, etwa UV- oder Röntgenstrahlung, bestimmte Viren, Benzol, Tabakrauch oder chronische Gewebeschäden
Erläutern Sie Metastasierung (1 Punkt)
  • Maligne Zellen lösen sich vom Primärtumor, gelangen über Lymph- oder Blutgefäße an andere Orte und bilden Tochtergeschwülste
Erläutern Sie Gefährdung durch benigne Tumoren (1 Punkt)
  • Auch gutartige Tumoren können durch Größe, Druck, Blutung, Hormonproduktion oder Lage lebenswichtige Funktionen beeinträchtigen
Quellen

AKL_2_1_Zelltod_Anpassungsreaktionen.pdf, 22.07.2026

AKL_2_2_Pathologie der Zelle_Tumoren_genetische Erkrankungen.pdf, 22.07.2026

AKL-Skript_SP.pdf, 22.07.2026

lp_bfs_ergotherapeut_2024-1(5).pdf, S. 40, 22.07.2026

Thrombose und Embolie
Fragen und Antworten
Definieren Sie Thrombose (1 Punkt)
  • Thrombose ist die Bildung eines Blutgerinnsels innerhalb eines Gefäßes oder einer Herzhöhle während des Lebens
Erläutern Sie Virchow-Trias (1 Punkt)
  • Endothelschaden, verlangsamter oder verwirbelter Blutfluss und erhöhte Gerinnungsneigung fördern gemeinsam die Thrombusbildung
Beschreiben Sie Immobilität und Thromboserisiko anhand der wesentlichen Merkmale (2 Punkte)
  • Bei Immobilität fällt die Muskelpumpe teilweise aus
  • Venöses Blut fließt langsamer und kann leichter gerinnen
Erläutern Sie Tiefe Venenthrombose (2 Punkte)
  • Typische Hinweise sind einseitige Schwellung, Schmerz, Überwärmung und Spannungsgefühl
  • Sie können jedoch fehlen
Erläutern Sie Embolus (1 Punkt)
  • Ein Embolus ist verschlepptes Material im Blutstrom, meist ein abgelöster Thrombus, seltener Fett, Luft, Tumorgewebe oder Fruchtwasser
Erläutern Sie Lungenembolie (2 Punkte)
  • Ein Embolus verschließt eine Lungenarterie
  • Mögliche Zeichen sind plötzliche Atemnot, Brustschmerz, Tachykardie, Angst, Husten oder Kreislaufversagen
Erläutern Sie Thrombosefolge (1 Punkt)
  • Ein Thrombus kann ein Gefäß örtlich verschließen, sich organisieren oder lösen und als Embolus einen entfernten Gefäßverschluss verursachen
Quellen

AKL_3_1_oertliche Kreislaufstoerungen.pdf, 22.07.2026

AKL_3_2_allg_Kreislaufstoerungen.pdf, 22.07.2026

AKL-Skript_SP.pdf, 22.07.2026

lp_bfs_ergotherapeut_2024-1(5).pdf, S. 41, 22.07.2026

Allergien, Autoimmunität und Immundefekte
Fragen und Antworten
Definieren Sie Allergie (1 Punkt)
  • Eine Allergie ist eine überschießende spezifische Immunreaktion auf ein normalerweise harmloses Allergen
Erläutern Sie Sensibilisierung (2 Punkte)
  • Beim ersten Kontakt entsteht eine allergenspezifische Immunbereitschaft
  • Beschwerden treten häufig erst bei einem späteren Kontakt auf
Erläutern Sie Soforttyp (1 Punkt)
  • Beim Soforttyp werden nach erneutem Kontakt innerhalb von Sekunden oder Minuten Mediatoren wie Histamin freigesetzt
Erläutern Sie Spättyp (1 Punkt)
  • Beim Spättyp vermitteln vor allem T-Zellen eine verzögerte Reaktion, die meist erst nach Stunden bis Tagen sichtbar wird
Erläutern Sie Anaphylaxie (1 Punkt)
  • Anaphylaxie ist eine akute systemische Allergiereaktion mit möglicher Atemwegsverengung, Kreislaufversagen und Schock
Erläutern Sie Autoimmunerkrankung (2 Punkte)
  • Die Immunabwehr richtet sich gegen körpereigene Strukturen
  • Chronische Entzündung kann Gewebe schädigen und Funktionen vermindern
Beschreiben Sie primärer und sekundärer Immundefekt anhand der wesentlichen Merkmale (2 Punkte)
  • Primäre Immundefekte sind angeboren
  • Sekundäre entstehen etwa durch HIV, Mangelernährung, Tumorerkrankungen oder Immunsuppression
Quellen

AKL_4_Immunsystem_und_pathologische_Reaktionen_Entzuendungen.pdf, 22.07.2026

AKL-Skript_SP.pdf, 22.07.2026

lp_bfs_ergotherapeut_2024-1(5).pdf, S. 42, 22.07.2026

Tod, Prävention und Rehabilitation
Fragen und Antworten
Definieren Sie klinischer Tod (2 Punkte)
  • Beim klinischen Tod stehen Atmung und Kreislauf still
  • In einem kurzen Zeitfenster kann Reanimation noch eine Rückkehr der Lebensfunktionen ermöglichen
Definieren Sie Hirntod (1 Punkt)
  • Hirntod ist der irreversible Ausfall der Gesamtfunktion von Großhirn, Kleinhirn und Hirnstamm bei künstlich aufrechterhaltenem Kreislauf
Definieren Sie biologischer Tod (2 Punkte)
  • Beim biologischen Tod sind Zell- und Organfunktionen irreversibel erloschen
  • Einzelne Zellen können dennoch unterschiedlich lange überleben
Nennen Sie vier sichere Todeszeichen (4 Punkte)
  • Totenflecke
  • Leichenstarre
  • Fäulnis oder Verwesung
  • Mit dem Leben unvereinbare Verletzungen
Erläutern Sie Primärprävention (1 Punkt)
  • Primärprävention setzt vor einer Erkrankung an und senkt ihr Auftreten, etwa durch Impfung, Bewegung oder Verringerung von Risikofaktoren
Erläutern Sie Sekundärprävention (1 Punkt)
  • Sekundärprävention erkennt Erkrankungen möglichst früh, damit Behandlung Schäden und Fortschreiten begrenzt
Beschreiben Sie Tertiärprävention und Rehabilitation anhand der wesentlichen Merkmale (2 Punkte)
  • Tertiärprävention begrenzt Folgen einer bestehenden Erkrankung
  • Rehabilitation fördert Funktion, Selbstständigkeit, Leistungsfähigkeit und Teilhabe
Quellen

AKL_1_Grundlagen_TR.pdf, 22.07.2026

AKL-Skript_SP.pdf, 22.07.2026

lp_bfs_ergotherapeut_2024-1(5).pdf, S. 38–39, 22.07.2026

Mutationen und genetisch bedingte Erkrankungen
Fragen und Antworten
Erläutern Sie Mutation (2 Punkte)
  • Eine Mutation ist eine dauerhafte Veränderung des Erbguts
  • Sie kann spontan entstehen oder durch mutagene Einflüsse begünstigt werden
Erläutern Sie Körperzellmutation (1 Punkt)
  • Körperzellmutationen betreffen somatische Zellen und werden nur an deren Tochterzellen weitergegeben, nicht regelhaft an Nachkommen
Erläutern Sie Keimbahnmutation (1 Punkt)
  • Keimbahnmutationen betreffen Ei- oder Samenzellen und können an Nachkommen weitergegeben werden
Erläutern Sie Genmutation (1 Punkt)
  • Eine Genmutation verändert die Basenfolge eines einzelnen Gens und kann dadurch Aufbau oder Menge eines Proteins verändern
Erläutern Sie Chromosomenmutation (1 Punkt)
  • Chromosomenmutationen verändern die Struktur eines Chromosoms, etwa durch Deletion, Duplikation, Inversion oder Translokation
Erläutern Sie Genommutation (1 Punkt)
  • Genommutationen verändern die Zahl ganzer Chromosomen, etwa bei einer Trisomie
Erläutern Sie Entwicklungsstörung (2 Punkte)
  • Eine Entwicklungsstörung entsteht durch eine Abweichung der vorgeburtlichen oder nachgeburtlichen Entwicklung
  • Sie kann einzelne Strukturen, Organe oder Funktionen betreffen
Nennen Sie 8 Ursachen von Entwicklungsstörungen (8 Punkte)
  • Ursache: genetische Veränderungen
  • Ursache: Infektionen
  • Ursache: Gifte
  • Ursache: Medikamente
  • Ursache: Strahlung
  • Ursache: Mangelversorgung
  • Ursache: mechanische Einflüsse
  • Ursache: Kombinationen daraus
Beschreiben Sie Mutation und Krankheit anhand der wesentlichen Merkmale (2 Punkte)
  • Nicht jede Mutation verursacht Krankheit
  • Folgen hängen von Ort, Art, Reparatur, Zelltyp und Bedeutung des betroffenen Gens ab
Quellen

AKL_2_1_Zelltod_Anpassungsreaktionen.pdf, 22.07.2026

AKL_2_2_Pathologie der Zelle_Tumoren_genetische Erkrankungen.pdf, 22.07.2026

AKL-Skript_SP.pdf, 22.07.2026

lp_bfs_ergotherapeut_2024-1(5).pdf, S. 40, 22.07.2026

Allgemeine Kreislaufstörungen: Herzinsuffizienz und Hypertonie
Fragen und Antworten
Erläutern Sie Herzinsuffizienz (1 Punkt)
  • Herzinsuffizienz bedeutet, dass das Herz den Körper nicht ausreichend mit Blut versorgt oder dies nur bei erhöhten Füllungsdrücken schafft
Beschreiben Sie kompensierte und dekompensierte Herzinsuffizienz anhand der wesentlichen Merkmale (2 Punkte)
  • Kompensationsmechanismen halten die Versorgung zunächst aufrecht
  • Bei Dekompensation reichen sie nicht mehr aus und Beschwerden treten in Ruhe oder bei geringer Belastung auf
Erläutern Sie Linksherzinsuffizienz (2 Punkte)
  • Blut staut sich in den Lungenkreislauf zurück
  • Typisch sind Belastungsdyspnoe, Orthopnoe und bei schwerem Verlauf Lungenödem
Erläutern Sie Rechtsherzinsuffizienz (2 Punkte)
  • Blut staut sich in den Körperkreislauf zurück
  • Typisch sind periphere Ödeme, Halsvenenstauung und Gewichtszunahme
Erläutern Sie arterielle Hypertonie (2 Punkte)
  • Arterielle Hypertonie ist dauerhaft erhöhter Blutdruck im Körperkreislauf
  • Sie kann lange symptomarm bleiben und Gefäße sowie Organe schädigen
Beschreiben Sie primäre und sekundäre Hypertonie anhand der wesentlichen Merkmale (2 Punkte)
  • Primäre Hypertonie entsteht multifaktoriell ohne einzelne Grunderkrankung
  • Sekundäre Hypertonie ist Folge einer erkennbaren Ursache
Erläutern Sie Hypotonie (2 Punkte)
  • Hypotonie ist niedriger Blutdruck
  • Beschwerden entstehen vor allem bei unzureichender Hirndurchblutung, etwa Schwindel, Schwäche oder Synkope
Erläutern Sie Störungen der Blutzusammensetzung (2 Punkte)
  • Anämie vermindert den Sauerstofftransport
  • Veränderungen von Leukozyten betreffen die Abwehr, Veränderungen von Thrombozyten die Blutstillung
Quellen

AKL_3_1_oertliche Kreislaufstoerungen.pdf, 22.07.2026

AKL_3_2_allg_Kreislaufstoerungen.pdf, 22.07.2026

AKL-Skript_SP.pdf, 22.07.2026

lp_bfs_ergotherapeut_2024-1(5).pdf, S. 41, 22.07.2026

Entzündung: Ursachen, Zeichen und Ablauf
Fragen und Antworten
Definieren Sie Entzündung (2 Punkte)
  • Entzündung ist eine koordinierte Abwehrreaktion auf Gewebeschädigung
  • Sie soll die Noxe begrenzen, beseitigen und Heilung ermöglichen
Nennen Sie 9 Entzündungsursachen (9 Punkte)
  • Ursache: Erreger
  • Ursache: Toxine
  • Ursache: Säuren
  • Ursache: Laugen
  • Ursache: mechanische Schäden
  • Ursache: Hitze
  • Ursache: Kälte
  • Ursache: Allergien
  • Ursache: Autoimmunreaktionen
Nennen und übersetzen Sie die fünf Kardinalzeichen der Entzündung (5 Punkte)
  • Rubor: Rötung
  • Calor: Überwärmung
  • Tumor: Schwellung
  • Dolor: Schmerz
  • Functio laesa: Funktionsverlust
Erläutern Sie Exsudative Phase (2 Punkte)
  • Gefäße erweitern sich und werden durchlässiger
  • Eiweißreiche Flüssigkeit tritt aus, Leukozyten wandern ein und beseitigen Noxen sowie Zelltrümmer
Erläutern Sie Proliferative Phase (2 Punkte)
  • Zellen vermehren sich, Gefäße und Gewebe werden neu gebildet
  • Ziel ist Regeneration oder, wenn diese nicht möglich ist, Reparation
Erläutern Sie Narbenbildung (1 Punkt)
  • Kann das ursprüngliche Gewebe nicht vollständig regenerieren, ersetzt Bindegewebe den Defekt und bildet eine Narbe
Beschreiben Sie akute und chronische Entzündung anhand der wesentlichen Merkmale (2 Punkte)
  • Akute Entzündung beginnt rasch und ist häufig exsudativ
  • Chronische Entzündung hält an und verbindet Gewebeschädigung mit Reparaturprozessen
Nennen Sie vier systemische Entzündungszeichen (4 Punkte)
  • Fieber
  • Abgeschlagenheit
  • Leukozytose
  • Erhöhte Entzündungswerte
Quellen

AKL_4_Immunsystem_und_pathologische_Reaktionen_Entzuendungen.pdf, 22.07.2026

AKL-Skript_SP.pdf, 22.07.2026

lp_bfs_ergotherapeut_2024-1(5).pdf, S. 42, 22.07.2026

Arteriosklerose und Schock
Fragen und Antworten
Unterscheiden Sie Arteriosklerose und Atherosklerose (2 Punkte)
  • Arteriosklerose bezeichnet allgemein Gefäßwandverhärtung
  • Atherosklerose ist die häufigste Form mit lipidreichen Plaques in arteriellen Wänden
Nennen Sie 6 Atherosklerose-Risikofaktoren (6 Punkte)
  • Risikofaktor: Rauchen
  • Risikofaktor: Hypertonie
  • Risikofaktor: Diabetes
  • Risikofaktor: erhöhte Blutfette
  • Risikofaktor: Bewegungsmangel
  • Risikofaktor: Übergewicht
Erläutern Sie Plaqueruptur (2 Punkte)
  • Reißt eine Plaque auf, aktiviert die Oberfläche die Gerinnung
  • Ein akuter Thrombus kann das Gefäß plötzlich verschließen
Nennen Sie 5 Atherosklerosefolgen (5 Punkte)
  • Aspekt: koronare Herzkrankheit
  • Aspekt: Herzinfarkt
  • Aspekt: Schlaganfall
  • Aspekt: periphere arterielle Verschlusskrankheit
  • Aspekt: Organschäden
Definieren Sie Schock (1 Punkt)
  • Schock ist eine lebensbedrohliche generalisierte Kreislaufstörung mit unzureichender Gewebeperfusion und Sauerstoffversorgung
Erläutern Sie Schockspirale (2 Punkte)
  • Minderperfusion verursacht Zellhypoxie und Stoffwechselstörung
  • Gefäß- und Organfunktionen verschlechtern sich weiter bis zum Multiorganversagen
Quellen

AKL_3_1_oertliche Kreislaufstoerungen.pdf, 22.07.2026

AKL_3_2_allg_Kreislaufstoerungen.pdf, 22.07.2026

AKL-Skript_SP.pdf, 22.07.2026

lp_bfs_ergotherapeut_2024-1(5).pdf, S. 41, 22.07.2026

Ödeme: Mechanismen und Folgen
Fragen und Antworten
Definieren Sie Ödem (1 Punkt)
  • Ein Ödem ist eine übermäßige Flüssigkeitsansammlung im Zwischenzellraum oder in Körperhöhlen
Erläutern Sie hämodynamisches Ödem (1 Punkt)
  • Erhöhter hydrostatischer Druck presst mehr Flüssigkeit aus Kapillaren, etwa bei venöser Stauung oder Herzinsuffizienz
Erläutern Sie Eiweißmangelödem (2 Punkte)
  • Zu wenig Plasmaeiweiß senkt den onkotischen Rücksog
  • Flüssigkeit bleibt vermehrt im Gewebe
Beschreiben Sie entzündliches, toxisches und allergisches Ödem anhand der wesentlichen Merkmale (2 Punkte)
  • Erhöhte Gefäßdurchlässigkeit lässt Flüssigkeit und Eiweiß austreten
  • Auslöser können Entzündungsmediatoren, Gifte oder allergische Reaktionen sein
Erläutern Sie Lymphödem (1 Punkt)
  • Ein gestörter Lymphabfluss führt zu proteinreicher Flüssigkeitsansammlung und bei längerem Verlauf zu Gewebeumbau
Beschreiben Sie Transsudat und Exsudat anhand der wesentlichen Merkmale (2 Punkte)
  • Transsudat ist eher eiweißarm und druckbedingt
  • Exsudat ist eiweißreich und entsteht meist durch entzündlich erhöhte Gefäßdurchlässigkeit
Erläutern Sie Lungenödem (1 Punkt)
  • Flüssigkeit im Lungengewebe und in Alveolen behindert den Gasaustausch und verursacht schwere Atemnot
Beschreiben Sie Hirn- und Kehlkopfödem anhand der wesentlichen Merkmale (3 Punkte)
  • Hirnödem steigert den Druck im Schädel
  • Kehlkopfödem kann die Atemwege verschließen
  • Beide sind akut lebensbedrohlich
Nennen Sie fünf Folgen eines Ödems für Gewebe und Funktion (5 Punkte)
  • Verlängerte Diffusionswege
  • Erhöhter Gewebedruck
  • Verminderte Beweglichkeit
  • Beeinträchtigte Wundheilung
  • Beeinträchtigter Hautschutz
Quellen

AKL_4_Immunsystem_und_pathologische_Reaktionen_Entzuendungen.pdf, 22.07.2026

AKL-Skript_SP.pdf, 22.07.2026

lp_bfs_ergotherapeut_2024-1(5).pdf, S. 42, 22.07.2026

Blutungen und Kollaps
Fragen und Antworten
Beschreiben Sie äußere und innere Blutung anhand der wesentlichen Merkmale (2 Punkte)
  • Äußere Blutungen treten aus einer Wunde aus
  • Innere Blutungen sammeln sich in Gewebe oder Körperhöhlen und sind oft nur durch indirekte Zeichen erkennbar
Unterscheiden Sie arterielle, venöse und kapilläre Blutung und nennen Sie die gemeinsame Sicherheitsgrenze (4 Punkte)
  • Arterielle Blutung kann pulsierend austreten
  • Venöse Blutung fließt meist gleichmäßiger
  • Kapilläre Blutung sickert flächig
  • Jede starke Blutung kann lebensbedrohlich sein
Nennen Sie 2 Folgen eines akuten Blutverlusts (2 Punkte)
  • Sinkendes Blutvolumen vermindert venösen Rückstrom, Herzzeitvolumen und Organdurchblutung
  • Unbehandelt drohen Schock und Organversagen
Erläutern Sie Hinweise auf innere Blutung (1 Punkt)
  • Blässe, kalter Schweiß, Tachykardie, Schwindel, zunehmende Schwäche, Schmerzen, Umfangszunahme oder Bewusstseinsstörung können auf eine innere Blutung hinweisen
Unterscheiden Sie Kollaps und Schock (2 Punkte)
  • Ein Kollaps ist meist kurzzeitig und durch vorübergehende Hirnminderperfusion geprägt
  • Schock ist eine anhaltende generalisierte Minderperfusion mit Gefahr des Organversagens
Erläutern Sie Lebensbedrohliche Blutung als Notfall (1 Punkt)
  • Stark fließendes oder spritzendes Blut, rasche Durchtränkung von Verbänden oder Schockzeichen erfordern sofortigen Notruf und kontinuierlichen direkten Druck auf die Wunde
Quellen

AKL_3_1_oertliche Kreislaufstoerungen.pdf, 22.07.2026

AKL_3_2_allg_Kreislaufstoerungen.pdf, 22.07.2026

AKL-Skript_SP.pdf, 22.07.2026

lp_bfs_ergotherapeut_2024-1(5).pdf, S. 41, 22.07.2026

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