Handwerkliche und gestalterische Techniken mit verschiedenen Materialien

500 Ustd.2 Kapitel290 Fragen
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Einleitung

Handwerkliche und gestalterische Techniken sind ergotherapeutische Mittel, die zielgerichtet in den ergotherapeutischen Behandlungsverfahren zum Einsatz kommen. Im Fach „Handwerkliche und gestalterische Techniken mit verschiedenen Materialien“ geht es weniger um den Selbstzweck des Handwerks sondern vielmehr um die therapeutische Relevanz des Einsatzes verschiedener Techniken.

Als Voraussetzung für die Anleitung der Patienten erwerben die Schülerinnen und Schüler selbst handwerkliche Fertigkeiten. Sie sind in der Lage, mit Werkzeugen und Maschinen technikrelevant umzugehen. Die Schülerinnen und Schüler gewinnen einen Einblick in konstruktiv-strukturierende und gestalterisch-kreative Elemente, beurteilen die Eigenschaften ausgewählter Materialien und entwickeln Kreativität in der Bearbeitung von Materialien. Sie lernen des Weiteren Elemente der Arbeitsorganisation kennen.

Neben dem Erwerb von handwerklichem Geschick bildet die Handwerkanalyse einen weiteren Schwerpunkt. Die Schülerinnen und Schüler setzen sich mit Anforderungen, die die Werktechnik an den Menschen stellt, auseinander und leiten daraus Schlussfolgerungen für die Gestaltung und Anpassung von Arbeitsprozessen ab. Sie werden zunehmend befähigt, Handwerk gezielt therapeutisch anzuwenden.

Der Unterricht ist hauptsächlich auf die Aneignung fachpraktischer Fähigkeiten und Fertigkeiten der Schülerinnen und Schüler gerichtet. Neben der Ausprägung von handwerklichem Geschick ist die Reflexion der Schülerinnen und Schüler der eigenen Wahrnehmung und Erfahrung im Umgang mit verschiedenen Techniken in den Mittelpunkt zu stellen.

Fächerverbindendes und fachübergreifendes Arbeiten ist hierbei Unterrichtsprinzip. Insbesondere sind Verbindungen zu den ergotherapeutischen Verfahren und den Fächern „Grundlagen der Ergotherapie“, „Biologie, Anatomie und Physiologie“, „Spezielle Krankheitslehre“ und „Grundlagen der Arbeitsmedizin“ herzustellen.

Quelle

Sächsisches Staatsministerium für Kultus: Lehrplan Berufsfachschule Ergotherapeut/Ergotherapeutin, freigegeben ab 1. August 2020, S. 101-107.

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01 Arbeitsorganisation 60 (60) Ustd. 42 Unterfragen
Lehrplananforderung

Die Schülerinnen und Schüler kennen Algorithmen von Arbeitsprozessen und wissen, dass diese technikrelevant modifiziert werden müssen. Sie beachten die allgemein gültigen Regeln des Arbeits- und Unfallschutzes und richten ihren Arbeitsplatz nach ergonomischen Aspekten ein. Die Schülerinnen und Schüler verfügen über theoretisches Grundlagenwissen zu therapeutischen Anwendungen von Handwerk und können allgemeine Kriterien der Therapierelevanz benennen.

Quelle: Sächsisches Staatsministerium für Kultus: Lehrplan Berufsfachschule Ergotherapeut/Ergotherapeutin, freigegeben ab 1. August 2020, S. 102.

Fragen & Antworten42

Kapitelkern

Nennen Sie die zentralen Aspekte von „Konstruktiv-strukturierende und gestalterisch-kreative Elemente“. 3 P
  • Konstruktive Elemente geben Maße, Funktion und Reihenfolge vor
  • Kreative Elemente eröffnen Entscheidungen zu Form, Farbe und Ausdruck
  • Therapeutisch wird das Verhältnis so dosiert, dass Orientierung und Eigenaktivität zugleich möglich bleiben
Beschreiben Sie Planung und Dokumentation bei „Theorie der Arbeitsplanung“. 2 P
  • Arbeitsplanung verbindet Auftrag, Skizze, Material, Werkzeug, Schritte, Zeit, Sicherheit und Qualitätskontrolle
  • Der Ablauf wird technikrelevant modifiziert und so dokumentiert, dass eine fachkundige Person ihn nachvollziehen kann
Erklären Sie den fachlichen Zusammenhang bei „Technisches Zeichnen“. 2 P
  • Skizzen und Zeichnungen zeigen Form, Maße, Materialstärken, Stückzahlen und Verbindungen
  • Sie dienen nicht der Dekoration, sondern der eindeutigen Herstellung, Kontrolle und Kommunikation
Nennen Sie die fachlich erforderlichen Bestandteile bei „Material- und Werkzeugbestellung“. 2 P
  • Bedarf, Qualität, Verpackungsgröße, Kosten, Lieferzeit und nutzbare Reste werden verglichen
  • Material, Werkzeug und Hilfsmittel werden funktional unterschieden und vollständig geplant
Beurteilen Sie Qualität und Sicherheit bei „Ergonomie und Arbeitsschutz“. 2 P
  • Arbeitsplatz, Licht, Sitz, Greifraum und Werkzeugablage werden an Tätigkeit und Person angepasst
  • Gefahren aus Werkzeug, Maschine, Material und Umgebung werden mit konkreten Schutzmaßnahmen verknüpft
Leiten Sie aus „Allgemeine Kriterien der Therapierelevanz“ Konsequenzen für den ergotherapeutischen Einsatz ab. 2 P
  • Entscheidend sind Passung zu Betätigungsziel, Ressourcen, Einschränkungen, Interessen und Kontext
  • Anforderungen werden analysiert, beobachtbar formuliert und durch Adaption oder Steigerung dosiert

Handwerk als ergotherapeutisches Mittel

Begründen Sie die fachliche Bedeutung von „Handwerk als Mittel der Ergotherapie“. 2 P
  • Handwerk wird nicht um seiner selbst willen eingesetzt
  • Material, Technik, Produkt und Arbeitssituation werden so gewählt, dass konkrete Betätigungsziele, Funktionen, Gewohnheiten, Selbstwirksamkeit oder soziale Teilhabe unterstützt und beobachtbar werden
Unterscheiden Sie „Produkt und Prozess im Vergleich“ anhand fachlicher Kriterien. 3 P
  • Das Produkt zeigt ein sichtbares Ergebnis
  • Der Prozess macht Planung, Ausdauer, Problemlösen, Wahrnehmung, Motorik und Umgang mit Fehlern erkennbar
  • Therapeutisch kann deshalb ein unvollständiges Werkstück dennoch einen bedeutsamen und auswertbaren Prozess enthalten
Begründen Sie die Bedeutung von „Bedeutsamkeit des Werkstücks“. 3 P
  • Ein Werkstück gewinnt therapeutische Bedeutung, wenn es zur Person, ihrem Alltag und ihren Interessen passt
  • Nutzen, Gestaltung und Anspruch werden gemeinsam geklärt
  • Ein technisch reizvolles Produkt ohne persönlichen Bezug kann Motivation und Übertragung begrenzen
Leiten Sie aus „Selbsterfahrung der Therapeutin oder des Therapeuten“ Konsequenzen für die ergotherapeutische Praxis ab. 2 P
  • Eigene praktische Erfahrung verbessert Anleitung, Fehleranalyse und Einschätzung der Anforderungen
  • Sie ersetzt jedoch nicht die klientenzentrierte Befunderhebung: Was für die anleitende Person leicht oder angenehm ist, kann für den Klienten belastend oder bedeutungslos sein

Konstruktiv-strukturierende und gestalterisch-kreative Elemente

Nennen Sie die zentralen Aspekte von „Konstruktiv-strukturierende Elemente“. 3 P
  • Sie beruhen auf nachvollziehbaren Regeln, Maßen, Reihenfolgen und Funktionsanforderungen
  • Das Ergebnis lässt sich planen und kontrollieren
  • Die klare Struktur kann Orientierung, Arbeitsorganisation und schrittweises Problemlösen unterstützen
Nennen Sie die zentralen Aspekte von „Gestalterisch-kreative Elemente“. 3 P
  • Sie eröffnen Wahlmöglichkeiten bei Form, Farbe, Oberfläche, Ausdruck und Vorgehensweise
  • Nicht Beliebigkeit, sondern ein tragfähiger Entscheidungsspielraum steht im Mittelpunkt
  • Dieser kann Eigeninitiative, Ausdruck und flexible Lösungsfindung fördern
Nennen Sie die zentralen Aspekte von „Verbindung beider Elemente“. 3 P
  • Viele Werkaufgaben kombinieren feste technische Bedingungen mit offenen Gestaltungsentscheidungen
  • Eine Schachtel braucht genaue Maße und stabile Verbindungen, kann aber in Farbe und Oberfläche individuell gestaltet werden
  • Das Verhältnis bestimmt den Anforderungscharakter
Begründen Sie die fachliche Auswahl und Anpassung bei „Therapeutische Dosierung von Struktur und Offenheit“. 3 P
  • Bei hohem Orientierungsbedarf werden Aufgabe, Materialauswahl und Schritte stärker vorgegeben
  • Mit wachsender Sicherheit können Varianten, eigene Entwürfe und selbstständige Entscheidungen hinzukommen
  • Zu viel Offenheit kann überfordern, zu viel Vorgabe Eigenaktivität begrenzen

Aufgabenstellung und Arbeitsplanung

Erklären Sie Funktion und fachlichen Zweck von „Präzise Aufgabenstellung“. 3 P
  • Eine Aufgabenstellung nennt Technik, Produkt, Funktion, Verwendungszweck, Maße und verbindliche Gestaltungsbedingungen
  • Sie lässt erkennen, welche Merkmale feststehen und wo eigene Entscheidungen möglich sind
  • Unklare Aufträge erschweren Planung und Bewertung
Beschreiben Sie Ablauf und fachliche Bedeutung von „Algorithmus eines Arbeitsprozesses“. 2 P
  • Ein Arbeitsalgorithmus ordnet vorbereitende, herstellende und abschließende Schritte in fachlich sinnvoller Reihenfolge
  • Abhängigkeiten werden sichtbar: Messen kommt vor Schneiden, Trocknen vor Weiterbearbeiten und Prüfen vor dem endgültigen Verbinden
Begründen Sie die fachliche Bedeutung von „Technikrelevante Modifikation“. 3 P
  • Der Grundablauf wird an Werkstück, Material, Werkzeug, Person und Ziel angepasst
  • Eine Änderung ist fachlich begründet, wenn sie Sicherheit, Ausführbarkeit oder Qualität erhält
  • Bloßes Weglassen schwieriger Schritte kann die Aufgabe unbrauchbar machen
Beschreiben Sie Planung und Dokumentation bei „Planungsreserve“. 2 P
  • Zeit, Material und Arbeitsschritte benötigen Reserven für Probestücke, Trocknung, Korrektur und unerwartete Schwierigkeiten
  • Eine realistische Planung unterscheidet aktive Arbeitszeit von Wartezeit und vermeidet, dass ein Prozess aus Zeitdruck unsicher beendet wird

Technische Skizze und Maßangaben

Erläutern Sie die technische Darstellung bei „Funktion der technischen Skizze“. 3 P
  • Die Skizze übersetzt eine Idee in prüfbare Form
  • Sie zeigt Gesamtwerkstück oder Einzelteile, Proportionen, Maße, Materialstärken, Stückzahlen und gegebenenfalls Muster
  • Nicht zeichnerisch darstellbare Gestaltung wird ergänzend beschrieben
Erläutern Sie die technische Darstellung bei „Bemaßung“. 4 P
  • Maße werden eindeutig, vollständig und ohne widersprüchliche Doppelangaben eingetragen
  • Bezugskanten und Materialstärken müssen erkennbar sein
  • Die Maßangabe steuert Herstellung und Kontrolle
  • Eine schöne Zeichnung ohne nutzbare Maße erfüllt diese Funktion nicht
Erläutern Sie die technische Darstellung bei „Maßstab und Ansichten“. 3 P
  • Der Maßstab setzt Zeichnungsmaß und Wirklichkeitsmaß in Beziehung
  • Bei komplexen Werkstücken ergänzen Vorder-, Seiten- und Draufsicht einander
  • Eine Detailansicht ist sinnvoll, wenn Verbindung, Kante oder Muster in der Gesamtansicht nicht eindeutig lesbar ist
Begründen Sie die fachliche Auswahl und Anpassung bei „Skizzenanpassung an den Klienten“. 2 P
  • Vorlagen können vergrößert, kontrastreicher, schrittweise oder mit taktilen Markierungen angeboten werden
  • Die Anpassung soll das eigenständige Erfassen erleichtern, ohne die technisch entscheidenden Informationen oder die Möglichkeit eigener Planung zu entfernen

Material, Werkzeug und Hilfsmittel

Nennen Sie die fachlich erforderlichen Bestandteile bei „Material, Werkzeug und Hilfsmittel im Vergleich“. 3 P
  • Material wird im Werkstück verarbeitet, Werkzeug verändert Material durch geführte Tätigkeit, Hilfsmittel unterstützt Ausführung oder Positionierung
  • Eine Spannvorrichtung ist Hilfsmittel, eine Säge Werkzeug und das Holz Material
  • Die Unterscheidung klärt Bedarf und Gefahren
Beschreiben Sie die fachgerechte Ermittlung bei „Materialbedarf“. 3 P
  • Der Bedarf wird aus Stückzahl, Maßen, Materialstärke, Verschnitt und Probestücken berechnet
  • Farbe, Qualität und Laufrichtung können ebenso entscheidend sein wie Menge
  • Die Aufstellung muss eine Beschaffung und spätere Kostenkontrolle ermöglichen
Nennen Sie die fachlich erforderlichen Bestandteile bei „Werkzeugbedarf“. 3 P
  • Werkzeuge werden logisch nach Hauptwerkzeug, zusammengehörigen Arbeitsschritten oder zeitlicher Verwendung geordnet
  • Menge und Größe gehören dazu
  • Doppelungen, fehlende Schutzmittel und unnötig bereitgelegte Werkzeuge erhöhen Unordnung und Fehlerrisiko
Vergleichen Sie die fachlichen Auswahlkriterien bei „Beschaffung und Preisvergleich“. 2 P
  • Verglichen werden nicht nur Einzelpreise, sondern geeignete Qualität, Verpackungsgröße, Lieferzeit, Verbrauch und Restnutzung
  • Die günstigste Packung ist unwirtschaftlich, wenn das Material ungeeignet ist oder ein großer nicht nutzbarer Überschuss entsteht

Ergonomische Arbeitsplatzgestaltung

Begründen Sie die fachlichen Anforderungen bei „Ergonomische Sollbedingungen“. 3 P
  • Arbeitsfläche, Sitz, Licht, Bewegungsraum und Anordnung werden an Aufgabe und Person angepasst
  • Ziel ist eine stabile, wechselbare Haltung mit guter Sicht und erreichbaren Materialien
  • Sollbedingungen beschreiben die günstige Gestaltung, nicht bloß den vorgefundenen Zustand
Begründen Sie die fachlichen Anforderungen bei „Arbeits- und Sitzhöhe“. 4 P
  • Die Höhe richtet sich nach Tätigkeit, Körpermaßen und benötigter Kraft
  • Feinarbeit verlangt gute Sicht und Armauflage
  • Kraftvolle Arbeit braucht Raum für Körpergewicht und sichere Führung
  • Höhenverstellung oder Unterlagen ermöglichen Anpassung ohne dauerhaftes Hochziehen der Schultern
Begründen Sie die fachlichen Anforderungen bei „Licht und Händigkeit“. 2 P
  • Licht soll Arbeitsbereich und Gefahrenstellen gleichmäßig erkennbar machen, ohne Blendung oder harte Schatten
  • Bei rechtshändiger Arbeit kommt gerichtetes Licht häufig von links, bei linkshändiger von rechts, damit die Arbeitshand den relevanten Bereich nicht abschattet
Begründen Sie die fachlichen Anforderungen bei „Greifraum und Ordnung“. 3 P
  • Häufig benötigte Gegenstände liegen im günstigen Greifraum, scharfe oder heiße Werkzeuge erhalten feste sichere Plätze
  • Materialfluss und Abfallweg werden vor Beginn geplant
  • Eine übersichtliche Anordnung senkt Suchbewegungen und unterstützt selbstständige Schrittfolgen

Arbeits- und Unfallschutz

Nennen Sie die fachlich erforderlichen Bestandteile bei „Gefährdung aus Werkzeug und Maschine“. 3 P
  • Für jedes Werkzeug werden mögliche Verletzung, Ursache und Schutzmaßnahme benannt
  • Schneiden, Quetschen, Einziehen, Hitze, Strom oder wegfliegende Teile verlangen jeweils andere Regeln
  • Schutzvorrichtungen werden nicht entfernt und Maschinen nur nach Einweisung genutzt
Nennen Sie die fachlich erforderlichen Bestandteile bei „Gefährdung aus Material“. 3 P
  • Material kann scharfkantig, splitternd, staubend, reizend, heiß oder rutschig sein
  • Eigenschaften, Verarbeitung und Entsorgung werden gemeinsam betrachtet
  • Auch Wasser, Farbe oder Klebstoff auf dem Boden kann eine unmittelbare Gefährdung erzeugen
Begründen Sie die fachlichen Anforderungen bei „Allgemeine Schutzregeln“. 3 P
  • Geeignete Kleidung, gebundene Haare, freie Verkehrswege, saubere Arbeitsflächen und funktionsfähige Werkzeuge bilden die Grundlage
  • Schutzbrille, Gehörschutz oder Handschutz werden nach tatsächlicher Gefährdung gewählt
  • Handschuhe sind an rotierenden Maschinen nicht automatisch sicher
Beurteilen Sie Qualität und Sicherheit bei „Therapeutische Sicherheitsgrenze“. 3 P
  • Eine Anpassung darf die Schutzfunktion nicht vermindern
  • Kann ein Klient Gefahr, Werkzeug oder Schrittfolge trotz Anleitung nicht sicher kontrollieren, wird Aufgabe, Werkzeug oder Unterstützungsgrad verändert
  • Beobachtung und Eingreifen bleiben während des Prozesses gewährleistet

Technik- und Anforderungsanalyse

Definieren Sie den Begriff „Technikanalyse“. 2 P
  • Die Technikanalyse beschreibt Materialeigenschaften, Werkzeuge, Arbeitsschritte, Qualitätskriterien, Gefahren und typische Fehler einer Werktechnik
  • Sie beantwortet, was die Technik objektiv verlangt, bevor individuelle Fähigkeiten oder Diagnosen einbezogen werden
Nennen Sie die zentralen Anforderungen bei „Anforderungsbereiche“. 2 P
  • Erfasst werden motorische, sensorische, perzeptive, kognitive, psychische, soziale, arbeitsstrukturelle und lebenspraktische Anforderungen
  • Entscheidend ist die konkrete Ausprägung: Kraft allein reicht nicht, wenn Griffwechsel, Dosierung und beidhändige Koordination gefordert sind
Nennen Sie die zentralen Aspekte von „Abgleich mit Befund und Ziel“. 3 P
  • Die Anforderungen werden mit Ressourcen, Einschränkungen, Interessen und Ziel der Person verglichen
  • Daraus folgen Auswahl, Anpassung und Unterstützungsgrad
  • Eine Technik ist nicht aufgrund einer Diagnose geeignet, sondern wegen der Passung zwischen Aufgabe, Person und Kontext
Beschreiben Sie Ablauf und fachliche Bedeutung von „Beobachtungskriterien im Prozess“. 2 P
  • Vorab werden sichtbare Kriterien festgelegt, etwa Beginn ohne Aufforderung, Einhaltung der Reihenfolge, Kraftdosierung, Fehlerkorrektur, Pausenbedarf oder Umgang mit Material
  • Beobachtung wird dadurch nachvollziehbarer und kann in Befund, Zielprüfung und Dokumentation einfließen

Werkbericht und Prozessreflexion

Beschreiben Sie Planung und Dokumentation bei „Aufbau des Werkberichts“. 3 P
  • Der Werkbericht gliedert sich in Arbeitsvorhaben, Skizze, Materialbedarf, Arbeitsplatz, Ergonomie, Schutzmaßnahmen und chronologischen Arbeitsablauf
  • Tabellen schaffen Übersicht
  • Eine fachkundige Person soll den Prozess sicher und in vergleichbarer Qualität nachvollziehen können
Begründen Sie die fachlichen Anforderungen bei „Technikrelevante Begründung“. 3 P
  • Zu jedem Arbeitsschritt wird beschrieben, wodurch Genauigkeit, Stabilität, Oberfläche oder Sicherheit entstehen. „Schneiden“ genügt nicht
  • Schnittführung, Bezugskante und Qualitätskontrolle müssen erkennbar sein
  • Begründungen zeigen technisches Verständnis statt bloßer Erinnerung
Beschreiben Sie Planung und Dokumentation bei „Zeitdokumentation“. 3 P
  • Die Dauer wird pro Schritt in Minuten und abschließend als Gesamtarbeitszeit dokumentiert
  • Warte- und Trocknungszeiten werden getrennt kenntlich gemacht
  • Der Vergleich von Planung und tatsächlichem Verlauf unterstützt realistische Dosierung und spätere Anpassung
Beschreiben Sie Ablauf und fachliche Bedeutung von „Prozessreflexion“. 2 P
  • Reflektiert werden Gelungenes, Fehlerursachen, Korrekturen, Belastung, Unterstützung und mögliche nächste Schritte
  • Eine gute Reflexion bewertet nicht nur das Produkt, sondern verbindet Wahrnehmung und Handlung mit technischen sowie therapeutischen Konsequenzen

Die Fragen und Antworten wurden aus den redaktionellen Lerntexten dieses Kapitels abgeleitet. Jede Antwort gehört ausschließlich zu der unmittelbar darüberstehenden Frage.

Hinweise des Lehrplans
  • Übungen zur Selbsterfahrung: Origami, freies Malen
  • am Beispiel eines konstruktiv strukturierenden und gestalterisch kreativen Elementes
  • Lesen und Anfertigen einer technischen Zeichnung
  • Information zu Anbietern, Preisvergleich
  • vgl. Lehrplan Grundlagen der Arbeitsmedizin

Quelle: Sächsisches Staatsministerium für Kultus: Lehrplan Berufsfachschule Ergotherapeut/Ergotherapeutin, freigegeben ab 1. August 2020, S. 102.

02 Arbeitstechniken und Arbeitsprozesse 340 (340) Ustd. 248 Unterfragen
Lehrplananforderung

Die Schülerinnen und Schüler beherrschen ausgewählte ergotherapeutisch relevante Arbeitstechniken und setzen diese bei der Bearbeitung einfacher sowie komplexer Aufgabenstellungen um. Sie arbeiten nach Anleitung und sind befähigt, sich Techniken selbstständig anzueignen. Auf Grund ihrer erworbenen Kenntnisse und Fertigkeiten analysieren die Schülerinnen und Schüler Arbeitsprozesse, reflektieren diese und ziehen Schlussfolgerungen für ihre weitere Arbeitsweise. Sie erstellen eine Technik- und Anforderungsanalyse, leiten therapeutische Einsatzmöglichkeiten verschiedener Materialien und Techniken ab und wenden diese patientenbezogen in ergotherapeutischen Behandlungen an.

Quelle: Sächsisches Staatsministerium für Kultus: Lehrplan Berufsfachschule Ergotherapeut/Ergotherapeutin, freigegeben ab 1. August 2020, S. 103.

Fragen & Antworten248

Kapitelkern

Beschreiben Sie das fachgerechte Vorgehen bei „Arbeiten mit Holz“. 2 P
  • Holzarbeit umfasst Werkstoffkunde, Messen, Sägen, Form- und Oberflächenbearbeitung, Verbindungen und Oberflächenmittel
  • Sicherheitskontrolle und begründete therapeutische Auswahl begleiten jeden Schritt
Beschreiben Sie das fachgerechte Vorgehen bei „Arbeiten mit Ton“. 2 P
  • Ton wird vorbereitet, aufgebaut, gestaltet, kontrolliert getrocknet und gegebenenfalls gebrannt
  • Plastizität, Feuchte, Wandstärke, Staubschutz und der unmittelbare sensorische Kontakt prägen die Anforderungen
Beschreiben Sie das fachgerechte Vorgehen bei „Arbeiten mit Peddigrohr“. 2 P
  • Peddigrohrarbeit verbindet Berechnung, Bodenaufbau, Wandgeflechte, Fadenwechsel, Rand und Oberfläche
  • Form, Spannung und Reihenfolge werden fortlaufend kontrolliert
Beschreiben Sie das fachgerechte Vorgehen bei „Arbeiten mit Papier und Pappe“. 2 P
  • Papierarbeit verlangt Kenntnisse zu Format, Grammatur, Laufrichtung, Schneiden, Falzen, Rillen, Ritzen, Kleben und Buchbinden
  • Materialfeuchte und Faserorientierung bestimmen die Qualität
Beschreiben Sie das fachgerechte Vorgehen bei „Weben“. 2 P
  • Weben umfasst Garnkunde, Kettberechnung, Schären, Bäumen, Einziehen, Anbinden, Bindungen und Muster
  • Rhythmus, Spannung und langfristige Planung werden sichtbar im Gewebe
Unterscheiden Sie die zentralen Ausprägungen bei „Weitere textile Techniken“. 1 P
  • Nähen, Seidenmalerei, Sticken, Stricken, Häkeln, Knüpfen, Fadengrafik und Batik unterscheiden sich deutlich in Werkzeug, Rhythmus, Offenheit und Sicherheitsbedarf
Nennen Sie die fachlich erforderlichen Bestandteile bei „Weitere Materialtechniken“. 2 P
  • Leder, Metall, Stein, Kunststoffe, Glas, bildnerisches Gestalten und Druck erweitern das Spektrum
  • Nicht jede Technik ist in jeder therapeutischen Umgebung sicher oder sinnvoll einsetzbar
Beschreiben Sie die therapeutische Anwendung von „Arbeitstechniken und Arbeitsprozesse“. 2 P
  • Technik und Produkt werden aus Betätigungsziel, Anforderungsprofil und Bedeutung ausgewählt
  • Adaption, Steigerung und Kontraindikation werden konkret begründet und während des Prozesses überprüft

Holz: Werkstoff und Holzarten

Erklären Sie die materialbezogenen Merkmale von „Holz als Werkstoff“. 4 P
  • Holz ist ein gewachsener, richtungsabhängiger Werkstoff
  • Fasern, Äste, Feuchte und Dichte beeinflussen Sägen, Bohren, Verbinden und Oberfläche
  • Das gleiche Werkzeug kann längs zur Faser anders wirken als quer dazu
  • Probestücke machen diese Unterschiede sichtbar
Erklären Sie den fachlichen Kern von „Massivholz und Holzwerkstoffe“. 3 P
  • Massivholz besteht aus gewachsenem Holz und zeigt natürliche Unterschiede
  • Sperrholz, Multiplex, Span- oder Faserplatten werden aus Furnieren, Spänen oder Fasern aufgebaut
  • Sie sind oft formstabiler, verlangen aber passende Kanten- und Staubbehandlung
Unterscheiden Sie die zentralen Ausprägungen bei „Holzarten und Bearbeitbarkeit“. 4 P
  • Holzarten unterscheiden sich unter anderem in Härte, Gewicht, Elastizität, Farbe und Faserbild
  • Die Auswahl richtet sich nach Funktion und Technik
  • Weiches Holz erleichtert viele Handarbeiten, kann aber stärker eindrücken
  • Hartes Holz hält Kanten, fordert jedoch mehr Kraft
Nennen Sie die fachlich erforderlichen Bestandteile bei „Materialprüfung vor Arbeitsbeginn“. 3 P
  • Geprüft werden Risse, Splitter, Verzug, Äste, Feuchte, Plattenkante und geeignete Abmessung
  • Fehler werden markiert und beim Zuschnitt berücksichtigt
  • Beschädigtes oder ungeeignetes Material kann Werkzeugführung, Stabilität und Sicherheit beeinträchtigen

Holz: Sicherheit und Arbeitsplatz

Beurteilen Sie Qualität und Sicherheit bei „Gefahren der Holzbearbeitung“. 2 P
  • Typische Gefahren entstehen durch scharfe Schneiden, Splitter, Staub, bewegte Werkstücke, Lärm und Maschinen
  • Das Werkstück wird sicher gespannt, der Arbeitsbereich freigehalten und die Hand nie in die vorgesehene Werkzeugbahn gebracht
Beschreiben Sie das fachgerechte Vorgehen bei „Werkstückfixierung“. 2 P
  • Eine sichere Fixierung verhindert Verrutschen, Drehen und unerwartete Kraftspitzen
  • Schraubstock, Zwinge oder rutschhemmende Unterlage werden so eingesetzt, dass Material nicht beschädigt und die Bearbeitungsstelle frei zugänglich bleibt
Beurteilen Sie Qualität und Sicherheit bei „Staub und Oberflächenmittel“. 4 P
  • Schleifstaub wird möglichst an der Entstehungsstelle erfasst
  • Trockenes Aufwirbeln wird vermieden
  • Lacke, Lasuren und Klebstoffe werden nach Produktangaben, Belüftung und Trocknungszeit verwendet
  • Zündquellen und Hautkontakt sind zu beachten
Begründen Sie die therapeutische Aufsicht bei „Holz: Sicherheit und Arbeitsplatz“. 3 P
  • Unterstützung richtet sich nach Gefahreneinsicht, Impulskontrolle, Kraftdosierung und Werkzeugkompetenz
  • Werkzeuge werden einzeln eingeführt und sichere Ablage wird geübt
  • Bei Maschinenarbeit muss die betreuende Person jederzeit wirksam eingreifen können

Holz: Messen, Anreißen und Zuschnitt

Beschreiben Sie das fachgerechte Vorgehen bei „Bezugskante beim Anreißen“. 4 P
  • Maße werden von einer festgelegten geraden Bezugskante aus übertragen
  • Dadurch addieren sich Messfehler nicht von Kante zu Kante
  • Rechtwinklige Linien werden mit geeignetem Winkel angelegt
  • Bleistiftlinien bleiben fein und eindeutig
Definieren Sie den Begriff „Schnittzugabe“. 3 P
  • Die Schnittlinie berücksichtigt Breite und Lage des Sägeblatts sowie spätere Nachbearbeitung
  • Das Werkstück wird auf der Abfallseite getrennt, damit das Sollmaß erhalten bleibt
  • Vor dem Sägen werden Lage, Maß und Fixierung erneut geprüft
Beschreiben Sie das fachgerechte Vorgehen bei „Manuelles Sägen“. 3 P
  • Die Säge wird passend zu Material und Schnitt gewählt, zunächst mit kontrollierten kurzen Zügen angesetzt und anschließend gleichmäßig geführt
  • Druck ersetzt keine scharfe Säge
  • Das Werkstück wird so unterstützt, dass es weder klemmt noch am Ende ausbricht
Beurteilen Sie Qualität und Sicherheit bei „Qualitätskontrolle des Zuschnitts“. 3 P
  • Kontrolliert werden Maß, Winkel, Geradheit, Ausriss und eindeutige Zuordnung der Teile
  • Kleine Abweichungen können durch planmäßiges Nacharbeiten korrigiert werden
  • Ungeprüfte Fehler wandern sonst in Verbindung und Gesamtform weiter

Holz: Form- und Oberflächenbearbeitung

Beschreiben Sie das fachgerechte Vorgehen bei „Raspeln und Feilen“. 4 P
  • Raspeln tragen Holz grob ab, Feilen verfeinern Form und Kante
  • Das Werkzeug wird mit Griff benutzt und überwiegend im wirksamen Vorhub geführt
  • Bearbeitungsrichtung und Auflage verhindern Ausbrechen
  • Maße werden währenddessen wiederholt kontrolliert
Beschreiben Sie das fachgerechte Vorgehen bei „Hobeln und Stemmen“. 3 P
  • Hobeln erzeugt ebene Flächen entlang der Faser, Stemmen entfernt Material gezielt aus Vertiefungen oder Verbindungen
  • Scharfe Schneiden, sichere Werkstückspannung und kontrollierte Körperrichtung sind entscheidend
  • Die freie Hand bleibt außerhalb der Schneidbahn
Erklären Sie Wirkzusammenhänge bei „Schleiffolge“. 4 P
  • Geschliffen wird von gröberer zu feinerer Körnung, ohne notwendige Zwischenschritte zu überspringen
  • Jede Stufe entfernt Spuren der vorherigen
  • Kanten werden bewusst erhalten oder gebrochen
  • Zu starker punktueller Druck erzeugt Mulden und ungleichmäßige Flächen
Definieren Sie den Begriff „Oberflächenprüfung“. 3 P
  • Streiflicht und vorsichtiges Tasten zeigen Riefen, Faserausrisse und Übergänge
  • Vor einer Beschichtung wird Staub entfernt
  • Eine glatte Oberfläche ist nicht immer das Ziel: Griffigkeit, Tastqualität und Funktion können eine bewusst strukturierte Oberfläche verlangen

Holz: Verbindungstechniken

Beschreiben Sie das fachgerechte Vorgehen bei „Verbindungen mit Hilfsmitteln“. 3 P
  • Nägel, Schrauben, Dübel und Leim übertragen Kräfte auf unterschiedliche Weise
  • Vorbohren, passende Länge und ausreichender Randabstand verhindern Spalten
  • Eine Verbindung wird nach Belastungsrichtung, Lösbarkeit, Werkzeuganforderung und Gestaltung gewählt
Definieren Sie den Begriff „Holzverbindungen“. 3 P
  • Überblattung, Zapfen oder Gehrung formen die Verbindung aus dem Werkstoff selbst
  • Genaues Anreißen und kontrollierter Materialabtrag bestimmen Passung und Stabilität
  • Zu enge Verbindungen können spalten, zu weite verlieren Führung und Klebefläche
Definieren Sie den Begriff „Leimfuge“. 3 P
  • Leimflächen müssen passen, sauber und für den Klebstoff geeignet sein
  • Leim wird gleichmäßig und nicht übermäßig aufgetragen, Teile werden ausgerichtet und bis zur ausreichenden Festigkeit fixiert
  • Herausquellender Leim wird passend zum Oberflächenplan entfernt
Definieren Sie den Begriff „Verbindungsprüfung“. 3 P
  • Geprüft werden Winkel, bündige Flächen, Beweglichkeit, Belastbarkeit und sichtbare Schäden
  • Eine Verbindung gilt nicht allein deshalb als gelungen, weil sie hält
  • Sie muss zur vorgesehenen Funktion passen und darf keine scharfen Kanten oder lockeren Teile erzeugen

Holz: Oberflächenbehandlung

Nennen Sie die zentralen Aspekte von „Ziele der Oberflächenbehandlung“. 2 P
  • Oberflächenmittel können schützen, reinigen erleichtern, Farbe verändern oder Holzstruktur hervorheben
  • Die Auswahl richtet sich nach Nutzung, Berührung, Feuchtigkeit, gewünschter Reparierbarkeit und Verträglichkeit mit Leim sowie vorherigen Schichten
Unterscheiden Sie „Wachs, Öl, Lasur und Lack im Vergleich“ anhand fachlicher Kriterien. 3 P
  • Wachs und Öl betonen häufig die Holzoberfläche und bleiben eher nachpflegbar
  • Lasuren färben durchscheinend, Lacke bilden eine stärker geschlossene Schicht
  • Das konkrete Produkt und seine Angaben entscheiden über Auftrag, Trocknung und sichere Nutzung
Beschreiben Sie Planung und Dokumentation bei „Vorbereitung und Probe“. 3 P
  • Die Fläche wird fertig geschliffen, entstaubt und an einem Reststück erprobt
  • Holzart und Vorschliff beeinflussen Farbe und Saugverhalten
  • Proben verhindern, dass eine technisch fertige Arbeit durch unerwartete Flecken, Aufrauung oder Unverträglichkeit beschädigt wird
Beschreiben Sie das fachgerechte Vorgehen bei „Auftrag und Trocknung“. 4 P
  • Dünne gleichmäßige Schichten werden in geeigneter Umgebung aufgetragen
  • Werkstück, Pinsel und Lappen werden sicher abgelegt
  • Belüftung und Herstellerhinweise gelten
  • Erst nach ausreichender Trocknung wird geschliffen, montiert, benutzt oder eine weitere Schicht aufgebracht

Holz: Therapierelevanz und Adaptionen

Nennen Sie die zentralen Anforderungen bei „Motorische Anforderungen der Holzbearbeitung“. 3 P
  • Holzarbeit verbindet Halten, beidhändige Koordination, Kraftdosierung, Gelenkstabilität und wiederholte Bewegungen
  • Anforderungen wechseln deutlich zwischen Messen, Sägen, Schleifen und Montieren
  • Dadurch lässt sich Belastung differenziert auswählen und beobachten
Nennen Sie die zentralen Anforderungen bei „Kognitive und arbeitsstrukturelle Anforderungen“. 3 P
  • Plan, Maß, Reihenfolge und Qualitätskontrolle fordern Aufmerksamkeit, räumliches Denken, Fehlerkorrektur und Ausdauer
  • Das dauerhafte Werkstück macht Fortschritt sichtbar, kann aber Perfektionsdruck auslösen
  • Teilziele und Probestücke reduzieren unnötige Überforderung
Begründen Sie die fachliche Auswahl und Anpassung bei „Adaptionen“. 2 P
  • Möglich sind vorgezeichnete Linien, Anschläge, größere Griffe, Werkstückfixierung, leichtere Materialien, kurze Arbeitsintervalle und vorbereitete Teilstücke
  • Anpassungen sollen die Zielanforderung erhalten: Eine Spannhilfe kann Haltekraft entlasten, während genaue Führung weiter geübt wird
Beurteilen Sie Kontraindikationen und Grenzen bei „Holz: Therapierelevanz und Adaptionen“. 2 P
  • Akute Verletzungsgefahr, unzureichende Gefahreneinsicht, starke Staub- oder Stoffempfindlichkeit und nicht steuerbare Belastung können Technik oder Umgebung ausschließen
  • Dann werden ungefährlichere Werkzeuge, andere Materialien oder vorbereitende Aufgaben gewählt

Ton: Materialkunde und Vorbereitung

Erklären Sie die materialbezogenen Merkmale von „Ton als Werkstoff“. 3 P
  • Ton ist im feuchten Zustand plastisch formbar, verändert beim Trocknen sein Volumen und wird durch Brand dauerhaft keramisch
  • Feuchte, Schamotteanteil und Wandstärke beeinflussen Bearbeitung, Stabilität und Trocknung
  • Tonreste werden sortenrein gehalten
Beschreiben Sie das fachgerechte Vorgehen bei „Einsumpfen, Schlagen und Kneten“. 4 P
  • Aufbereitung verteilt Feuchtigkeit und macht die Masse gleichmäßiger
  • Kneten soll Lufttaschen und harte Bereiche vermindern, ohne den Ton auszutrocknen
  • Die Arbeitsweise wird an Menge und Konsistenz angepasst
  • Zu starkes punktuelles Schlagen belastet Hände und Unterlage
Definieren Sie den Begriff „Schlicker“. 4 P
  • Schlicker ist eine fließfähige Ton-Wasser-Mischung
  • Er dient je nach Konsistenz zum Verbinden, Gießen oder Gestalten
  • Bei Verbindungen werden Kontaktflächen meist aufgeraut und passend befeuchtet
  • Bloßes Aufstreichen auf glatte Flächen ergibt keine verlässliche Fuge
Nennen Sie die fachlich erforderlichen Bestandteile bei „Materiallagerung“. 3 P
  • Ton wird luftdicht und nach Sorte getrennt gelagert
  • Arbeitsstücke trocknen kontrolliert und gleichmäßig, häufig zunächst abgedeckt
  • Gipsreste, Fremdmaterial und bereits gebrannter Ton dürfen nicht unkontrolliert in die wiederverwendbare Tonmasse gelangen

Ton: Sicherheit und Arbeitsplatz

Beurteilen Sie Qualität und Sicherheit bei „Gefahren im Tonraum“. 3 P
  • Schneiddraht, Modellierwerkzeuge, schwere Tonmengen, elektrische Geräte und Brennofen erfordern klare Regeln
  • Trockener Tonstaub soll nicht aufgewirbelt werden
  • Der Brennofen wird ausschließlich von eingewiesenen Personen beladen, betrieben und geöffnet
Beschreiben Sie das fachgerechte Vorgehen bei „Feuchte Reinigung“. 4 P
  • Arbeitsflächen und Werkzeuge werden feucht gereinigt
  • Trockenes Kehren und Ausblasen verteilt feinen Staub
  • Tonreste werden gesammelt und Abflüsse vor Ablagerungen geschützt
  • Ein geordneter Nassbereich vermindert Rutsch- und Verschmutzungsgefahr
Beschreiben Sie das fachgerechte Vorgehen bei „Ergonomie bei Tonarbeit“. 3 P
  • Arbeitshöhe und Sitz werden an Technik und Kraftbedarf angepasst
  • Große Werkstücke benötigen drehbare oder gut erreichbare Unterlagen
  • Häufige Druck- und Knetbewegungen werden durch Mengenbegrenzung, Werkzeugwechsel, Pausen und Nutzung des Körpergewichts dosiert
Nennen Sie die fachlich erforderlichen Bestandteile bei „Haut und Materialkontakt“. 4 P
  • Längerer Kontakt mit Wasser und Ton kann die Haut beanspruchen
  • Hände werden schonend gereinigt und gepflegt
  • Offene Hautstellen werden geschützt
  • Glasuren und Zusatzstoffe werden nicht wie harmlose Erde behandelt, sondern nach Kennzeichnung und Arbeitsanweisung verwendet

Ton: Grundtechniken des Aufbauens

Definieren Sie den Begriff „Daumenschale“. 4 P
  • Eine Tonkugel wird durch gleichmäßiges Drücken zwischen Daumen und Fingern zu einer Schale geöffnet
  • Wandstärke und Rand werden fortlaufend kontrolliert
  • Zu punktueller Druck erzeugt dünne Stellen
  • Langsames Drehen des Werkstücks unterstützt eine gleichmäßige Form
Definieren Sie den Begriff „Plattentechnik“. 3 P
  • Tonplatten werden gleichmäßig ausgerollt, nach Schablone zugeschnitten und in geeignetem Feuchtezustand verbunden
  • Zu weiche Platten verformen sich, zu trockene reißen an der Fuge
  • Stützen und kontrollierte Trocknung sichern geometrische Formen
Definieren Sie den Begriff „Wulsttechnik“. 3 P
  • Gleichmäßige Tonwülste werden ring- oder linienförmig aufgesetzt und miteinander verbunden
  • Verlauf, Wandstärke und Innenfläche werden regelmäßig geprüft
  • Die Technik erlaubt schrittweisen Aufbau und sichtbaren Rhythmus, verlangt jedoch Ausdauer und sorgfältige Fugenarbeit
Beschreiben Sie das fachgerechte Vorgehen bei „Additive Aufbautechnik“. 3 P
  • Einzelne Tonformen werden hinzugefügt, verbunden und gestalterisch integriert
  • Kontaktflächen müssen tragfähig vorbereitet sein
  • Große oder schwere Anbauten werden gestützt und im Feuchtegrad an den Grundkörper angepasst, damit Spannungen und Ablösungen vermindert werden

Ton: Hohlformen, Drehen und plastisches Gestalten

Definieren Sie den Begriff „Hohlkörper“. 3 P
  • Hohlformen müssen eine möglichst gleichmäßige Wandstärke und eine Öffnung für eingeschlossene Luft besitzen
  • Massive Bereiche trocknen anders als dünne und können beim Brand problematisch werden
  • Zwei lederharte Halbschalen lassen sich zu einem Hohlkörper verbinden
Beschreiben Sie das fachgerechte Vorgehen bei „Henkel, Tülle und Deckel“. 3 P
  • Funktionsteile werden nach Nutzung geplant: Griffraum, Schwerpunkt, Gießrichtung und Passung müssen stimmen
  • Tonzustand von Grundkörper und Anbauteil soll ähnlich sein
  • Übergänge werden technisch verbunden und anschließend auf scharfe oder schwache Stellen geprüft
Beschreiben Sie das fachgerechte Vorgehen bei „Drehen auf der Töpferscheibe“. 3 P
  • Zentrieren, Öffnen, Hochziehen und Formen bauen aufeinander auf
  • Die Technik verlangt beidhändige Kraftdosierung, Körperstabilität, taktile Rückmeldung und schnelle Anpassung an Feuchte
  • Kleine Tonmengen und kurze Sequenzen erleichtern den Einstieg
Beschreiben Sie das fachgerechte Vorgehen bei „Plastik und Relief“. 3 P
  • Plastiken werden räumlich von mehreren Seiten entwickelt, Reliefs verbinden Fläche und Tiefe
  • Tragende Struktur, Materialstärke und Trocknung bleiben auch bei freier Gestaltung verbindlich
  • Werkzeuge können Spuren glätten oder bewusst als Ausdrucksmittel sichtbar lassen

Ton: Oberfläche, Trocknung und Brand

Definieren Sie den Begriff „Oberflächengestaltung“. 3 P
  • Strukturen, Ritzungen, Auflagen und Glättung verändern Licht, Tastqualität und Ausdruck
  • Bearbeitung erfolgt im geeigneten Feuchtezustand
  • Zu tiefe Ritzungen schwächen die Wand, nachträglich aufgesetzte Teile benötigen eine tragfähige Verbindung
Definieren Sie den Begriff „Trocknung“. 3 P
  • Ton trocknet von außen nach innen und schwindet
  • Gleichmäßige Wandstärken, langsame kontrollierte Trocknung und Schutz vor Zugluft vermindern Risse und Verzug
  • Das Werkstück wird erst weitergegeben oder gebrannt, wenn es vollständig durchgetrocknet ist
Beschreiben Sie das fachgerechte Vorgehen bei „Schrüh- und Glasurbrand“. 4 P
  • Der Schrühbrand macht das Werkstück fest und saugfähig für weitere Oberflächenbehandlung
  • Nach Auftrag einer geeigneten Glasur folgt der Glasurbrand
  • Temperaturbereich, Tonmasse und Glasur müssen zusammenpassen
  • Die Ofensteuerung bleibt eingewiesenem Personal vorbehalten
Definieren Sie den Begriff „Glasurauftrag“. 4 P
  • Glasur wird nach Vorgabe gleichmäßig auf staubfreie Schrühware aufgetragen
  • Standflächen bleiben frei, damit das Werkstück nicht an der Ofenplatte anschmilzt
  • Farbe vor dem Brand entspricht nicht zuverlässig dem späteren Ergebnis
  • Proben und Kennzeichnung sind wichtig

Ton: Therapierelevanz und Adaptionen

Begründen Sie die fachliche Bedeutung von „Sensorische Qualität von Ton“. 3 P
  • Feuchter Ton bietet deutliche taktile und propriozeptive Rückmeldung und reagiert unmittelbar auf Druck
  • Das kann Körperwahrnehmung und Dosierung unterstützen, aber auch Abwehr oder Ekel auslösen
  • Materialkontakt wird deshalb angekündigt, erprobt und nicht erzwungen
Begründen Sie die fachliche Bedeutung von „Gestalterischer und emotionaler Ausdruck“. 3 P
  • Ton erlaubt Aufbau, Veränderung und erneutes Zusammenfügen
  • Spuren bleiben sichtbar und können kontrolliert geglättet werden
  • Diese direkte Formbarkeit unterstützt Ausdruck und Selbstwirksamkeit, verlangt jedoch einen sicheren Rahmen für Frustration und Zerstörungsimpulse
Begründen Sie „Adaptionen“ bei „Ton: Therapierelevanz und Adaptionen“. 2 P
  • Weicherer Ton, kleinere Mengen, rutschfeste Unterlagen, Drehplatten, Griffverdickungen, Schablonen und vorbereitete Platten reduzieren einzelne Anforderungen
  • Trockenzeiten und mehrteilige Prozesse werden sichtbar geplant, damit Unterbrechungen nicht als unerklärlicher Verlust erlebt werden
Beurteilen Sie Kontraindikationen und Grenzen bei „Ton: Therapierelevanz und Adaptionen“. 2 P
  • Offene Hautschäden, nicht beherrschbarer Materialkontakt, erhebliche Staubgefährdung oder unsichere Werkzeugnutzung können Tonarbeit einschränken
  • Bei starkem Kraft- oder Schmerzproblem werden Knetmenge und Technik verändert statt Belastung als notwendige Wirkung zu deuten

Peddigrohr: Material, Werkzeuge und Sicherheit

Erklären Sie die materialbezogenen Merkmale von „Staken und Flechtfäden“. 4 P
  • Staken bilden das tragende Gerüst, Flechtfäden verbinden sie zur Fläche
  • Durchmesser und Biegsamkeit werden auf Boden, Wand und Rand abgestimmt
  • Gleichmäßiges Material erleichtert Rhythmus und Formkontrolle
  • Beschädigte Rohre werden aussortiert
Beschreiben Sie das fachgerechte Vorgehen bei „Wässern des Peddigrohrs“. 4 P
  • Wässern macht das Rohr biegsam und vermindert Bruch
  • Dauer und Nachfeuchten richten sich nach Durchmesser und Zustand
  • Überweichtes Material verliert Festigkeit und kann aufrauen
  • Nicht benötigte Enden bleiben möglichst trocken, damit sie kontrollierbar sind
Nennen Sie die fachlich erforderlichen Bestandteile bei „Werkzeuge und Arbeitsplatz“. 3 P
  • Schere, Messer, Ahle, Maßmittel, Wassergefäß und Haltevorrichtung erhalten feste Plätze
  • Feuchte Materialien und Wasser dürfen keine Rutschfläche bilden
  • Spitzen werden geschützt abgelegt und das Werkstück so positioniert, dass die Staken nicht in Gesicht oder Verkehrsweg ragen
Erklären Sie Wirkzusammenhänge bei „Handschutz und Hautbelastung“. 3 P
  • Flechtarbeit beansprucht Fingerkuppen und Haut durch Reibung, Feuchte und wiederholten Zug
  • Materialenden werden geglättet, Zugkraft dosiert und Pausen eingeplant
  • Schutzpflaster oder geeignete Fingerhilfen dürfen Tastkontrolle und sichere Führung nicht unbemerkt verschlechtern

Peddigrohr: Stakenanzahl und Materialberechnung

Beschreiben Sie das fachgerechte Vorgehen bei „Stakenanzahl beim runden Boden“. 3 P
  • Der Umfang wird aus Durchmesser mal Kreiszahl angenähert und durch den gewünschten Stakenabstand geteilt
  • Das Ergebnis wird auf eine für Bodenaufbau und Flechtart geeignete Zahl angepasst
  • Rechenwert und konstruktive Entscheidung werden getrennt dokumentiert
Definieren Sie den Begriff „Stakenlänge“. 4 P
  • Die Länge enthält Bodeneinschub, Wandhöhe, Randzugabe und Sicherheitsreserve
  • Eine allgemeine Faustregel kann nur grob orientieren
  • Bodenart, Korbform und Randabschluss bestimmen die tatsächliche Länge
  • Ein Probestück schützt vor systematischem Materialmangel
Definieren Sie den Begriff „Randzugabe“. 3 P
  • Die benötigte Reserve steigt mit Zahl und Weg der Umschlingungen
  • Maßtabellen nennen für konkrete Ränder typische Zugaben, etwa für Basisrand, Zuschlag oder Zopfrand
  • Die Werte werden nicht blind übertragen, sondern mit Stakenabstand, Durchmesser und Materialprobe abgeglichen
Nennen Sie die fachlich erforderlichen Bestandteile bei „Materialkosten“. 3 P
  • Berechnet werden Länge und Zahl der Staken, Flechtfadenbedarf, Zuschläge, Ausschuss und ergänzende Materialien
  • Reststücke werden nach Nutzbarkeit erfasst
  • Eine Kostenrechnung wird erst aussagekräftig, wenn Einheit, Packungsgröße und tatsächlich verbrauchte Menge zusammenpassen

Peddigrohr: Runder geflochtener Boden

Definieren Sie den Begriff „Bodenkreuz“. 3 P
  • Mehrere Stakenbündel werden rechtwinklig oder sternförmig angeordnet und durch erste Flechtrunden fixiert
  • Der Mittelpunkt muss stabil bleiben
  • Die Bündel werden schrittweise aufgefächert, damit der Übergang von wenigen Gruppen zu gleichmäßigen Einzelstaken kontrolliert gelingt
Beschreiben Sie das fachgerechte Vorgehen bei „Auffächern der Bodenstaken“. 3 P
  • Stakenabstände werden während des Flechtens zunehmend gleichmäßig verteilt
  • Zu frühes Auffächern lockert die Mitte, zu spätes erzeugt harte Sprünge
  • Das Werkstück wird wiederholt gedreht und von oben geprüft, damit Kreisform und Abstand nicht nur lokal stimmen
Definieren Sie den Begriff „Aufstaken“. 3 P
  • Für die Wand werden vorbereitete Seitenstaken in den geflochtenen Boden eingezogen oder am festen Boden befestigt
  • Einschubtiefe und Position müssen gleichmäßig sein
  • Vor dem Aufrichten werden alle Staken auf Halt, Länge und beschädigte Enden geprüft
Nennen Sie die zentralen Aspekte von „Qualitätsmerkmale des runden Bodens“. 3 P
  • Der Boden liegt plan, Mittelpunkt und Kreisform bleiben erkennbar, Flechtdichte und Stakenabstände sind gleichmäßig
  • Enden sind sicher eingearbeitet
  • Eine leichte Formabweichung wird früh korrigiert, weil sie sich beim Aufbau der Wand verstärkt

Peddigrohr: Ovaler geflochtener Boden

Beschreiben Sie das fachgerechte Vorgehen bei „Spiegel des ovalen Bodens“. 4 P
  • Der Spiegel ist der längliche Mittelbereich des Bodens
  • Länge und Breite bestimmen die spätere Ovalform
  • Ein längerer Spiegel erzeugt ein gestreckteres Oval, ein kürzerer nähert sich der runden Form
  • Maße und Stakenanordnung werden vor Beginn festgelegt
Beschreiben Sie das fachgerechte Vorgehen bei „Quer- und Längsstaken“. 3 P
  • Querstander durchkreuzen die längs geführten Staken in festgelegten Abständen
  • Seitliche Abstände prägen die Rundungen
  • Symmetrisches Anordnen und Markieren verhindern, dass eine Seite dichter oder länger wird als die andere
Beschreiben Sie das fachgerechte Vorgehen bei „Flechtverlauf um die Rundungen“. 3 P
  • Im geraden Bereich folgt der Faden der üblichen Wechselbindung
  • An den Rundungen müssen Abstände und Zug so angepasst werden, dass keine Falten oder Löcher entstehen
  • Die Arbeit wird abwechselnd von beiden Enden und aus der Draufsicht kontrolliert
Nennen Sie die zentralen Aspekte von „Qualitätsmerkmale des ovalen Bodens“. 2 P
  • Beide Rundungen sind spiegelbildlich, Längsachse und Breite stimmen, der Boden liegt plan und Flechtdichte bleibt über Gerade und Kurve möglichst gleich
  • Verzug wird korrigiert, bevor Seitenstaken eingezogen und die Form durch die Wand festgelegt wird

Peddigrohr: Grundgeflechte der Wand

Definieren Sie den Begriff „Zäunen“. 3 P
  • Beim Zäunen läuft ein Flechtfaden fortlaufend vor und hinter den Staken
  • Bei geeigneter Stakenanzahl verschiebt sich der Wechsel von Runde zu Runde und ergibt eine geschlossene Fläche
  • Fadenspannung und Stakenstellung bestimmen Form und Dichte
Beschreiben Sie das fachgerechte Vorgehen bei „Fitzen und Kimmen“. 3 P
  • Mehrere Flechtfäden werden in geordneter Folge um die Staken geführt
  • Diese Geflechte können Übergänge sichern, Wände stabilisieren und sichtbare Bänder bilden
  • Der Start wird markiert, damit Folge, Fadenlage und Abschluss nachvollziehbar bleiben
Charakterisieren Sie „Formsteuerung der Korbwand“. 3 P
  • Nach außen oder innen gerichtete Stakenstellung verändert den Durchmesser
  • Zugkraft allein soll die Form nicht erzwingen
  • Eine Schablone oder wiederholtes Messen hilft, konische, zylindrische oder bauchige Formen gleichmäßig aufzubauen
Beschreiben Sie das fachgerechte Vorgehen bei „Flechtdichte“. 3 P
  • Flechtreihen werden dicht, aber nicht so stark angeschlagen, dass Staken verbogen oder Wand verengt werden
  • Gleichmäßige Abstände zeigen kontrollierte Spannung
  • Feuchteänderung und Trocknung werden berücksichtigt, weil das Geflecht sich anschließend festigt

Peddigrohr: Flechtfäden ansetzen und versäubern

Beschreiben Sie das fachgerechte Vorgehen bei „Neuen Flechtfaden ansetzen“. 2 P
  • Ein neuer Faden wird so überlappend oder eingesteckt, dass die Bindungsfolge erhalten bleibt und die Verbindung nicht an einer stark belasteten oder besonders sichtbaren Stelle liegt
  • Enden werden passend angeschrägt und nach dem Trocknen auf sicheren Halt geprüft
Definieren Sie den Begriff „Zustecken“. 4 P
  • Beim Zustecken wird das Fadenende in bestehende Flechtreihen geführt
  • Eine Ahle kann den Weg öffnen, ohne Staken oder Fäden zu spalten
  • Das Ende liegt flach und ausreichend lang im Geflecht
  • Hervorstehende Spitzen werden vermieden
Definieren Sie den Begriff „Versäubern“. 3 P
  • Überstehende Enden werden erst gekürzt, wenn Bindung und Halt kontrolliert sind
  • Der Schnitt liegt so, dass sich das Ende nicht herausarbeitet und keine scharfe Kante entsteht
  • Zu kurzes Abschneiden verhindert Korrektur und schwächt die Verbindung
Beschreiben Sie das fachgerechte Vorgehen bei „Fehler beim Fadenwechsel“. 2 P
  • Typische Fehler sind unterbrochener Wechsel, doppelte Umfassung einer Stake, sichtbare Verdickung oder zu kurze Überlappung
  • Markierung und Rückverfolgung der letzten vollständigen Bindung erleichtern eine saubere Korrektur

Peddigrohr: Bodenverschlingung und Füßchen

Beschreiben Sie das fachgerechte Vorgehen bei „Funktion der Bodenverschlingung“. 3 P
  • Die Verschlingung ordnet und fixiert Seitenstaken am Übergang zwischen Boden und Wand
  • Sie kann zugleich Abstand, Stabilität und Gestaltung bestimmen
  • Gleichmäßige Bögen entstehen nur bei abgestimmter Stakenlänge, Feuchte und Zugkraft
Beschreiben Sie das fachgerechte Vorgehen bei „Einfaches Füßchen“. 3 P
  • Staken werden nach festgelegter Folge umgelegt und bilden einen kleinen Stand- oder Abschlussbereich
  • Der Abstand muss zur Bodenform passen
  • Zu lockere Füßchen tragen nicht gleichmäßig, zu straffe können Boden oder Staken verziehen
Beschreiben Sie das fachgerechte Vorgehen bei „Überdecktes Füßchen“. 3 P
  • Bei der überdeckten Variante werden liegende Staken durch nachfolgende Elemente verdeckt und gesichert
  • Die erforderliche Länge kann aus Stakenabstand und Zahl der Umschlingungen abgeleitet werden
  • Reihenfolge und Lage werden vor dem Kürzen vollständig kontrolliert
Beschreiben Sie das fachgerechte Vorgehen bei „Übergang zum Holzboden“. 3 P
  • Bei festem Boden bestimmen Bohrungen oder Schlitze den Stakenabstand
  • Kanten müssen glatt und die Befestigung belastbar sein
  • Holzstärke, Einstecktiefe und Randgestaltung werden gemeinsam geplant, damit keine lockeren oder scharfkantigen Verbindungen entstehen

Peddigrohr: Schichten oder Chasinggeflecht

Beschreiben Sie das fachgerechte Vorgehen bei „Prinzip des Schichtens“. 3 P
  • Schichten ist ein Einergeflecht mit zwei Flechtfäden bei gerader Stakenanzahl
  • Die Fäden folgen einander in getrennten Runden, ohne sich zu überholen
  • Dadurch bleibt der Wechsel erhalten, obwohl ein einzelner Faden bei gerader Zahl nicht fortlaufend versetzt wäre
Definieren Sie den Begriff „Startmarkierung“. 3 P
  • Zwei aufeinanderfolgende Staken werden markiert
  • Die Flechtfäden beginnen versetzt hinter diesen Staken
  • Die Markierung macht erkennbar, welcher Faden welche Runde führt und wo die Endposition liegen muss
Beschreiben Sie das fachgerechte Vorgehen bei „Parkposition der Flechtfäden“. 3 P
  • Der gerade benutzte Faden wird mit ausreichendem Abstand zum anderen geparkt, in der Unterlage drei Staken links
  • Diese Orientierung vermindert Verwechslungen
  • Der jeweils andere Faden übernimmt die nächste Runde und endet wieder in entsprechender Lage
Beschreiben Sie das fachgerechte Vorgehen bei „Abschluss des Schichtens“. 3 P
  • Die gewünschte Höhe wird mit gerader Zahl vollständiger Flechtrunden erreicht
  • Die Fäden enden in der vorgesehenen Versatzposition, werden sicher eingearbeitet und nicht über Kreuz abgeschnitten
  • Wandform und Dichte werden vor dem Abschluss geprüft

Peddigrohr: Randabschlüsse

Beschreiben Sie das fachgerechte Vorgehen bei „Funktion des Randabschlusses“. 3 P
  • Der Rand sichert Stakenenden, stabilisiert die Öffnung und prägt Griff sowie Gestaltung
  • Auswahl und Reserve werden vor dem Wandflechten geplant
  • Ein aufwendiger Rand kann ein geeignetes Werkstück aufwerten, ist aber kein Ersatz für eine gleichmäßige Wand
Beschreiben Sie das fachgerechte Vorgehen bei „Basis- und Zuschlagränder“. 3 P
  • Ränder unterscheiden sich durch Reihenfolge und Zahl der Umschlingungen
  • Basisränder sind oft übersichtlich aufgebaut, Zuschlagränder führen mehrere Staken gemeinsam weiter
  • Die genaue Anleitung bestimmt Stakenanzahl, Endlage und notwendige Länge
Beschreiben Sie das fachgerechte Vorgehen bei „Maßtabellen für Ränder“. 3 P
  • Tabellen nennen erprobte Zugaben für definierte Technik und Materialstärke
  • Sie sind Ausgangswerte, keine universellen Naturgesetze
  • Stakenabstand, Feuchte, Durchmesser und gewünschte Straffheit werden mit einem Proberand oder zusätzlicher Reserve abgesichert
Definieren Sie den Begriff „Randqualität“. 3 P
  • Der Rand liegt gleichmäßig auf einer Höhe, ist fest ohne Einschnürung und besitzt keine hervorstehenden Enden
  • Wiederholungsmuster schließen sichtbar korrekt
  • Vor dem finalen Kürzen wird geprüft, ob Anfang und Ende technisch und gestalterisch zusammenpassen

Peddigrohr: Zopfrand

Beschreiben Sie das fachgerechte Vorgehen bei „Grundprinzip des Zopfrands“. 3 P
  • Staken werden in einer festgelegten Folge nach außen und innen geführt und zu einem geflochten wirkenden Rand verbunden
  • Die Technik nutzt mehrere gleichzeitig liegende Elemente
  • Farbige Übungsstaken oder Markierungen erleichtern das Erkennen der wiederkehrenden Rollen
Beschreiben Sie das fachgerechte Vorgehen bei „Vorbereitung des Zopfrands“. 4 P
  • Staken müssen ausreichend lang, biegsam und möglichst gleichmäßig sein
  • Zwei Anfangsstaken werden bewusst gewählt und der Start markiert
  • Zu trockene Staken brechen, überweichte verlieren Führung
  • Ungleiche Längen erschweren den vollständigen Schluss
Beschreiben Sie das fachgerechte Vorgehen bei „Paar- und Triobildung“. 3 P
  • Während der Folge werden liegende und stehende Staken zu Paaren oder Dreiergruppen ergänzt
  • Entscheidend ist nicht eine verbale Kurzformel, sondern die sichtbare Lage jeder Stake
  • Nach jedem Schritt wird geprüft, welche Elemente vorne, hinten und noch aufrecht stehen
Beschreiben Sie das fachgerechte Vorgehen bei „Schließen des Zopfrands“. 3 P
  • Am Ende werden die letzten Staken in die vorbereiteten Anfangsbögen eingearbeitet, sodass die Wiederholung ohne Sprung weiterläuft
  • Anfang und Ende werden von außen und innen kontrolliert
  • Erst danach werden überstehende Enden versäubert

Peddigrohr: Griffe und Oberfläche

Beschreiben Sie das fachgerechte Vorgehen bei „Eingearbeitete und angesetzte Griffe“. 3 P
  • Eingearbeitete Griffe entstehen aus der Korbstruktur, angesetzte werden nachträglich verbunden
  • Beide müssen Belastung auf mehrere Staken verteilen
  • Griffweite, Handkontakt und Schwerpunkt werden an Nutzung und Person angepasst
Definieren Sie den Begriff „Griffprüfung“. 2 P
  • Der Griff wird schrittweise belastet und auf Lockerung, Verdrehung, scharfe Enden und unangenehme Druckstellen geprüft
  • Ein dekorativer Griff ist ungeeignet, wenn er die Öffnung behindert oder das Werkstück bei der vorgesehenen Last instabil macht
Beschreiben Sie das fachgerechte Vorgehen bei „Färben, Beizen und Lackieren“. 4 P
  • Oberflächenbehandlung verändert Farbe, Schutz und Haptik
  • Material muss sauber und trocken sein
  • Mittel werden nach Kennzeichnung und Belüftung verarbeitet
  • Probestücke zeigen, ob Geflecht ungleichmäßig saugt oder verklebt
Definieren Sie den Begriff „Absengen“. 3 P
  • Abstehende feine Fasern können kontrolliert entfernt werden, ohne tragende Rohrbereiche zu schädigen
  • Offene Flamme oder starke Hitze verlangt klare Sicherheitsregeln und ist nicht für jede Person oder Umgebung geeignet
  • Alternative ist vorsichtiges mechanisches Glätten

Peddigrohr: Therapierelevanz und Adaptionen

Nennen Sie die zentralen Anforderungen bei „Anforderungen des Flechtens“. 3 P
  • Flechten verlangt beidhändige Zusammenarbeit, Fingerbeweglichkeit, Zugdosierung, visuell-räumliche Orientierung und das Halten einer wiederkehrenden Regel
  • Längere Projekte fordern Ausdauer und Planung
  • Materialwiderstand gibt unmittelbare Rückmeldung über Kraft und Richtung
Leiten Sie therapeutische Einsatzmöglichkeiten von „Peddigrohr: Therapierelevanz und Adaptionen“ ab. 3 P
  • Je nach Aufgabe können Handfunktion, Aufmerksamkeit, Arbeitsrhythmus, Fehlerkontrolle, Frustrationstoleranz oder gemeinsames Arbeiten im Mittelpunkt stehen
  • Der sichtbare Aufbau unterstützt Verlaufskontrolle
  • Monotone Wiederholung kann beruhigen oder bei Unterforderung demotivieren
Begründen Sie Adaptionen und Steigerungen bei „Peddigrohr: Therapierelevanz und Adaptionen“. 3 P
  • Dickeres Material, farbige Markierungen, weniger Staken, fester Boden und Vorfixierung vereinfachen
  • Dünneres Rohr, komplexere Geflechte, eigene Berechnung, Formsteuerung und selbstständiger Rand steigern
  • Die Anpassung wird immer auf ein Ziel bezogen
Beurteilen Sie Kontraindikationen und Grenzen bei „Peddigrohr: Therapierelevanz und Adaptionen“. 2 P
  • Starke Hautschädigung, unkontrollierbare Schmerzen, fehlende Gefahreneinsicht bei Spitzen oder nicht dosierbare repetitive Belastung können Flechten ausschließen
  • Bei visuellen oder kognitiven Problemen werden Muster und Unterstützung angepasst, nicht automatisch die ganze Technik verworfen

Papier und Pappe: Geschichte und Papiergruppen

Erläutern Sie die Wortherkunft bei „Wortherkunft von Papier“. 3 P
  • Papier geht über lateinisch papyrus auf griechisch pápyros, die Papyrusstaude, zurück
  • Papyrusblätter sind jedoch kein modernes Faserpapier
  • Dieses entsteht aus aufbereiteten Pflanzenfasern, die in Wasser verteilt, zu einem Blatt gebildet und getrocknet werden
Beschreiben Sie das fachgerechte Vorgehen bei „Entwicklung der Papierherstellung“. 3 P
  • Frühe Papierherstellung wird mit China verbunden und verbreitete sich über den arabischen Raum nach Europa
  • Hadern waren lange wichtiger Rohstoff, später ermöglichte Holz eine industrielle Massenproduktion
  • Heute spielen Zellstoff, Altpapier, Füllstoffe und Spezialausrüstung zusammen
Erklären Sie die materialbezogenen Merkmale von „Papiergruppen nach Verwendung“. 3 P
  • Hygiene-, Verpackungs-, grafische sowie technische und Spezialpapiere werden nach Funktion unterschieden
  • Weichheit, Nassfestigkeit, Bedruckbarkeit, Barrierewirkung oder elektrische Eigenschaften können wichtiger sein als bloße Dicke
  • Der Verwendungszweck steuert die Materialwahl
Erklären Sie die materialbezogenen Merkmale von „Papiergruppen nach Herstellung und Faserstoff“. 3 P
  • Bütten- oder Schöpfpapier wird bogenweise hergestellt und besitzt keine maschinell bevorzugte Laufrichtung
  • Maschinenpapier entsteht auf laufender Bahn
  • Hadern-, holzhaltige, holzfreie und Recyclingpapiere unterscheiden sich in Faserquelle und Eigenschaften

Papier und Pappe: Formate, Grammatur und Dicke

Definieren Sie den Begriff „DIN-A-Formate“. 5 P
  • Die DIN-A-Reihe behält beim Halbieren das Seitenverhältnis bei
  • A0 besitzt ungefähr einen Quadratmeter Fläche
  • Daraus folgen A1 bis A8 durch fortgesetztes Halbieren
  • A4 misst 210 mal 297 Millimeter
  • Formate erleichtern Planung, Zuschnitt und Materialvergleich
Erklären Sie den fachlichen Kern von „Grammatur“. 4 P
  • Grammatur bezeichnet die Masse eines Quadratmeters Papier in Gramm pro Quadratmeter
  • Sie ist nicht identisch mit Dichte oder Festigkeit, liefert aber eine praktische Orientierung
  • Standardkopierpapier liegt häufig bei 80 g/m²
  • Spezialpapiere können deutlich abweichen
Unterscheiden Sie die zentralen Ausprägungen bei „Karton und Pappe“. 3 P
  • Mit steigender Flächenmasse und Dicke nehmen meist Steifigkeit und Formhaltigkeit zu
  • Bei Karton wird oft noch Grammatur angegeben, bei Pappe zusätzlich oder vor allem die Dicke
  • Faseraufbau, Pressung und Feuchte beeinflussen Eigenschaften ebenso wie der Zahlenwert
Beschreiben Sie die fachgerechte Ermittlung bei „Format- und Materialberechnung“. 3 P
  • Benötigte Teile werden einschließlich Bezug, Umschlag, Gelenk, Schnittfuge und Verschnitt auf dem Ausgangsbogen angeordnet
  • Laufrichtung und sichtbare Oberfläche begrenzen die Drehbarkeit
  • Eine günstige Anordnung spart Material, ohne technische Regeln zu verletzen

Papier und Pappe: Laufrichtung

Beschreiben Sie das fachgerechte Vorgehen bei „Laufrichtung des Papiers“. 4 P
  • Bei Maschinenpapier richten sich Fasern überwiegend in Produktions- und Rollrichtung aus
  • Quer dazu liegt die stärker dehnbare Richtung
  • Falten, Biegen, Kleben und Buchkonstruktionen reagieren darauf
  • Falsche Orientierung begünstigt Bruch, Wellen und Verzug
Unterscheiden Sie die zentralen Ausprägungen bei „Breitbahn und Schmalbahn“. 2 P
  • Die Begriffe beschreiben, wie ein Bogen aus der Papierbahn geschnitten wurde und wie die Laufrichtung zu langer oder kurzer Bogenseite liegt
  • Entscheidend ist nicht der Name allein, sondern die tatsächliche Faserorientierung am konkreten Material
Beurteilen Sie Qualität und Sicherheit bei „Prüfung der Laufrichtung“. 3 P
  • Reiß-, Biege-, Falz-, Wasser-, Sicht- und Dehnprobe liefern Hinweise
  • Mit der Laufrichtung reißt Papier meist gerader, biegt leichter und ergibt einen ruhigeren Falz
  • Mehrere Proben erhöhen Sicherheit, besonders bei beschichteten oder dicken Materialien
Beschreiben Sie das fachgerechte Vorgehen bei „Laufrichtung beim Kaschieren und Buchbinden“. 3 P
  • Verbundene Materialien werden möglichst mit übereinstimmender Laufrichtung verarbeitet
  • Bei Buchdeckeln und Seiten liegt sie günstig parallel zum Gelenk
  • Gegensätzliche Dehnung erzeugt Spannungen, die sich als Schüsselung, Wellen oder schwergängiges Öffnen zeigen können

Papier und Pappe: Bezug und weitere Buchbindematerialien

Erklären Sie die materialbezogenen Merkmale von „Bunt- und Schmuckpapiere“. 2 P
  • Buntpapiere erhalten Farbe, Muster oder besondere Oberfläche durch Druck, Färbung, Marmorieren, Kleistertechnik oder andere Verfahren
  • Für den Bezug zählen neben Gestaltung auch Reißfestigkeit, Klebeverhalten, Laufrichtung und Empfindlichkeit gegen Feuchtigkeit
Erklären Sie die materialbezogenen Merkmale von „Bezugspapier und Buchbinderleinen“. 3 P
  • Bezugspapier bildet die sichtbare Oberfläche von Mappen, Schachteln oder Buchdeckeln
  • Buchbinderleinen besitzt einen textilen Träger und eignet sich für belastete Gelenke und Kanten
  • Beide werden nach Dehnung, Oberfläche, Dicke und späterer Nutzung gewählt
Unterscheiden Sie die zentralen Ausprägungen bei „Graupappe und Karton“. 4 P
  • Graupappe bildet formstabile Kerne, wird sauber zugeschnitten und meist kaschiert
  • Karton eignet sich für Zwischenlagen, Schachtelteile und Applikationen
  • Kanten, Dicke und Laufrichtung müssen zum Werkstück passen
  • Beschädigte Ecken bleiben trotz Bezug oft sichtbar
Erklären Sie die materialbezogenen Merkmale von „Gaze, Kapitalband und Leseband“. 3 P
  • Gaze verstärkt den Buchblock und verbindet ihn mit der Decke
  • Kapitalband sitzt dekorativ und schützend an Kopf und Fuß des Buchrückens, Leseband dient als eingelegtes Lesezeichen
  • Diese Materialien werden funktional unterschieden und nicht bloß als Dekoration eingesetzt

Papier und Pappe: Werkzeuge und Sicherheit

Nennen Sie die fachlich erforderlichen Bestandteile bei „Werkzeuge zum Messen und Konstruieren“. 3 P
  • Bleistift, Radiergummi, Stahllineal, Winkel, Zirkel und Schablonen übertragen Maße
  • Schneidwerkzeuge dürfen nicht als Zeichenkante missbraucht werden
  • Genauigkeit entsteht durch feste Bezugskanten, feine Linien und erneute Kontrolle vor dem Materialabtrag
Beschreiben Sie das fachgerechte Vorgehen bei „Sicheres Schneiden mit Messer oder Cutter“. 3 P
  • Geschnitten wird auf geeigneter Unterlage an einer rutschfesten Schneidschiene
  • Die freie Hand bleibt außerhalb der Schnittbahn, Klinge und Körperrichtung werden kontrolliert
  • Mehrere mäßige Schnitte sind sicherer und genauer als ein erzwungener tiefer Schnitt
Beurteilen Sie Qualität und Sicherheit bei „Sicherer Umgang mit Schere und Hebelschere“. 4 P
  • Scheren werden geschlossen und mit Griff übergeben
  • Bei Hebelscheren bleibt die Hand außerhalb des Messerbereichs
  • Niederhalter und Anschlag werden genutzt
  • Das Schneidgut wird so positioniert, dass es nicht kippt oder den Blick auf die Schnittlinie verdeckt
Beschreiben Sie das fachgerechte Vorgehen bei „Klebstoff und Arbeitsplatz“. 4 P
  • Klebstoff wird sparsam und passend zum Material verwendet
  • Arbeitsfläche, Hände und Werkzeuge bleiben sauber, Verschüttetes wird sofort beseitigt
  • Lüftung und Produktangaben sind zu beachten
  • Pressbretter und Gewichte werden so abgelegt, dass sie nicht kippen

Papier und Pappe: Messen, Anreißen und Schneiden

Beschreiben Sie das fachgerechte Vorgehen bei „Anreißen auf Papier und Pappe“. 3 P
  • Maße werden von einer geraden Bezugskante aus übertragen und mit feinem Bleistift markiert
  • Sichtseiten und Klebeflächen werden unterschieden
  • Material wird erst geschnitten, wenn Stückzahl, Laufrichtung, Winkel und Nutzbarkeit der Reststücke geprüft sind
Beschreiben Sie das fachgerechte Vorgehen bei „Werkzeugwahl beim Schneiden“. 3 P
  • Schere eignet sich für freie Kurven und dünneres Material, Cutter oder Skalpell für geführte präzise Schnitte, Hebelschere für gerade Serienzuschnitte
  • Werkzeug, Klinge, Unterlage und Materialstärke müssen zusammenpassen
  • Stumpfe Schneiden erhöhen Kraft und Ausriss
Beschreiben Sie das fachgerechte Vorgehen bei „Geführter Cutterschnitt“. 4 P
  • Das Lineal wird sicher gehalten und der Schnitt vom Körper weg geführt
  • Die Klinge steht so, dass sie nicht unter das Lineal wandert
  • Mehrere gleichmäßige Züge folgen exakt derselben Linie
  • Ein unvollständiger Schnitt wird erneut geschnitten, nicht auseinandergerissen
Definieren Sie den Begriff „Schnittqualität“. 3 P
  • Kanten sollen gerade, sauber und maßhaltig sein, ohne Druckstellen oder ausgefranste Fasern
  • Rechtwinkligkeit und Paarigkeit zusammengehöriger Teile werden unmittelbar geprüft
  • Fehler werden vor dem Kleben korrigiert, weil spätere Kaschierung sie meist nur verdeckt, nicht beseitigt

Papier und Pappe: Falten, Falzen, Rillen und Ritzen

Beschreiben Sie das fachgerechte Vorgehen bei „Falten und Falzen im Vergleich“. 3 P
  • Beim Falten wird Material entlang einer Biegelinie umgelegt
  • Beim Falzen wird die Kante mit stärkerem Druck scharf ausgearbeitet, etwa mit Falzbein
  • Laufrichtung und saubere Anlage bestimmen, ob die Kante ruhig bleibt oder Fasern aufbrechen
Beschreiben Sie das fachgerechte Vorgehen bei „Rillen“. 3 P
  • Rillen verdichtet Material an einer festgelegten Linie und bereitet eine kontrollierte Biegung vor
  • Falzbein oder Rillwerkzeug wird gleichmäßig an einer Führung entlanggezogen
  • Das Verfahren ist besonders bei Karton wichtig, damit die Oberfläche beim Umlegen nicht unkontrolliert bricht
Beschreiben Sie das fachgerechte Vorgehen bei „Ritzen“. 3 P
  • Beim Ritzen wird dicke Pappe auf einer Seite teilweise eingeschnitten und anschließend zur Rückseite des Schnitts gebogen
  • So können dreidimensionale Formen aus einem Teil entstehen
  • Schnitttiefe und Restschicht müssen gleichmäßig sein, sonst bricht oder bleibt die Kante unpräzise
Beschreiben Sie die therapeutische Abstufung bei „Papier und Pappe: Falten, Falzen, Rillen und Ritzen“. 3 P
  • Breite Faltlinien, vorgerilltes Material und einfache symmetrische Folgen erleichtern
  • Dünnere Papiere, genaue Mehrfachfaltungen, selbstständiges Messen und komplexe Raumformen steigern
  • Ziel kann Feinmotorik, Reihenfolge, visuelle Konstruktion oder Ausdauer sein

Papier und Pappe: Beziehen, Kleben und Buchbinden

Beschreiben Sie das fachgerechte Vorgehen bei „Kaschieren und Beziehen“. 3 P
  • Ein Kernmaterial wird vollflächig mit Papier oder Gewebe verbunden
  • Klebstoff wird gleichmäßig aufgetragen, Material spannungsarm aufgelegt und von der Mitte nach außen angestrichen
  • Laufrichtung, Feuchte und Gegenzug verhindern Verzug
Beschreiben Sie das fachgerechte Vorgehen bei „Ecken und Kanten“. 3 P
  • Bezugsmaterial erhält ausreichenden Umschlag und wird an Ecken so zugeschnitten, dass keine offenen Pappkanten oder dicken Materialpakete entstehen
  • Leinenecken schützen belastete Bereiche
  • Kanten werden straff, aber ohne Verziehen umgelegt
Definieren Sie den Begriff „Gelenkverbindung“. 4 P
  • Gelenke verbinden bewegliche Teile wie Buchdeckel und Rücken
  • Abstand, Materialstärke und flexibles Bezugsmaterial bestimmen die Beweglichkeit
  • Zu enges Gelenk blockiert, zu weites wirkt instabil
  • Vor dem Trocknen wird Öffnen und Schließen vorsichtig geprüft
Beschreiben Sie das fachgerechte Vorgehen bei „Grundtechniken des Buchbindens“. 3 P
  • Falzen, Zusammentragen, Heften oder Kleben, Beschneiden und Einhängen verbinden Seiten zum Buch
  • Das konkrete Verfahren richtet sich nach Umfang, Papier und Nutzung
  • Parallelität, Laufrichtung und saubere Klebeflächen sind wichtiger als dekorative Zusätze

Papier und Pappe: Oberflächen- und Formtechniken

Definieren Sie den Begriff „Marmorieren“. 4 P
  • Farbe wird auf einem geeigneten Träger schwimmend oder bewegt angeordnet und auf Papier übertragen
  • Muster entstehen aus kontrollierter Bewegung und Zufall
  • Papier, Farbe und Grund müssen abgestimmt sein
  • Proben zeigen Aufnahme, Trocknung und spätere Verwendbarkeit
Definieren Sie den Begriff „Kleisterpapier“. 3 P
  • Farbiger Kleister wird auf Papier verteilt und mit Werkzeugen, Fingern oder Schablonen strukturiert
  • Feuchtigkeit kann den Bogen verziehen, deshalb werden Auftrag, Unterlage und Trocknung geplant
  • Die Technik verbindet Wiederholung, Druckdosierung und freie Gestaltung
Definieren Sie den Begriff „Papierschöpfen“. 3 P
  • Faserbrei wird mit einem Sieb aufgenommen, entwässert, abgegautscht, gepresst und getrocknet
  • Blattdicke und Einschlüsse hängen von Faserverteilung und Bewegung ab
  • Wasserarbeitsplatz, Hygiene und sichere Pressung müssen vor Beginn organisiert sein
Definieren Sie den Begriff „Pappmaché“. 3 P
  • Papierfasern oder Papierstreifen werden mit Bindemittel zu formbaren Schichten aufgebaut
  • Dünne gleichmäßige Lagen und vollständige Trocknung verhindern weiche Kerne und Schimmel
  • Trägerform, spätere Ablösung und Oberfläche werden bereits beim Aufbau berücksichtigt

Papier und Pappe: Therapierelevanz und Adaptionen

Nennen Sie die zentralen Anforderungen bei „Anforderungen der Papierarbeit“. 3 P
  • Papierarbeit kann genaues Messen, visuelle Orientierung, beidhändige Handhabung, Kraftdosierung und sequenzielles Vorgehen verlangen
  • Material reagiert schnell auf Fehler und Feuchte
  • Kurze Produkte ermöglichen unmittelbares Ergebnis, komplexe Bucharbeiten längere Planung
Leiten Sie therapeutische Einsatzmöglichkeiten von „Papier und Pappe: Therapierelevanz und Adaptionen“ ab. 3 P
  • Karten, Mappen, Schachteln, Spiele und Bücher können alltagsnah und persönlich bedeutsam sein
  • Konstruktive Verfahren unterstützen Struktur und Genauigkeit, Oberflächentechniken Ausdruck und Exploration
  • Produktnutzen erhöht die Chance auf Übertragung in Alltag und Freizeit
Begründen Sie Adaptionen und Steigerungen bei „Papier und Pappe: Therapierelevanz und Adaptionen“. 3 P
  • Vorlagen, Anschläge, größere Teile, vorgerillte Linien, Kleberoller und rutschfeste Unterlagen erleichtern
  • Kleinere Toleranzen, selbstständige Berechnung, mehrere Materiallagen und bewegliche Gelenke steigern
  • Eine Anpassung soll den zentralen Lernschritt sichtbar lassen
Beurteilen Sie Kontraindikationen und Grenzen bei „Papier und Pappe: Therapierelevanz und Adaptionen“. 3 P
  • Unkontrollierbarer Umgang mit scharfen Klingen, ausgeprägte Klebstoffunverträglichkeit oder nicht steuerbare repetitive Belastung verlangen andere Werkzeuge oder Techniken
  • Papierstaub und Schimmelmaterial werden vermieden
  • Schneidaufgaben können vorbereitet statt vollständig gestrichen werden

Weben: Textile Materialien und Garne

Erläutern Sie die Wortherkunft bei „Textil und Weben: Wortherkunft“. 3 P
  • Textil geht auf lateinisch texere, weben oder flechten, zurück
  • Verwandt sind Text, Textur und Kontext: etwas wird aus Teilen verbunden
  • Beim Weben kreuzen sich längs gespannte Kettfäden und quer eingetragene Schussfäden zu einer Fläche
Erklären Sie die materialbezogenen Merkmale von „Fasern und Garne“. 3 P
  • Fasern werden zu Garnen versponnen oder als Filamente genutzt
  • Wolle, Baumwolle, Leinen und synthetische Fasern unterscheiden sich in Elastizität, Griff, Feuchteverhalten und Reibung
  • Garnstärke, Drehung und Oberfläche beeinflussen Webbarkeit und fertige Fläche
Nennen Sie die fachlich erforderlichen Bestandteile bei „Kett- und Schussmaterial“. 3 P
  • Kettgarn muss die Spannung und Reibung am Webstuhl zuverlässig aushalten
  • Schussgarn kann freier nach Farbe, Struktur und Volumen gewählt werden
  • Materialkombinationen werden erprobt, weil stark unterschiedliche Dehnung die Fläche verziehen kann
Nennen Sie die fachlich erforderlichen Bestandteile bei „Materialprüfung“. 3 P
  • Garn wird auf Knoten, Schwachstellen, Gleichmäßigkeit, Reißfestigkeit und ausreichende Menge geprüft
  • Eine Probe zeigt Fadendichte, Bindungsbild und Schrumpfung
  • Unklare Materialreserve gefährdet das Werkstück besonders bei langen Ketten

Weben: Webstuhl, Werkzeuge und Sicherheit

Nennen Sie die fachlich erforderlichen Bestandteile bei „Bauteile des Webstuhls“. 3 P
  • Kett- und Warenbaum führen Kette und Gewebe, Litzen heben ausgewählte Kettfäden, Kamm ordnet und schlägt den Schuss an
  • Tritte oder Hebel steuern Fächer
  • Beim Webrahmen sind Funktionen vereinfacht, das Grundprinzip von Kette und Schuss bleibt
Beurteilen Sie Qualität und Sicherheit bei „Gefahren am Webstuhl“. 3 P
  • Quetschstellen, gespannte Fäden, hervorstehende Teile, Schere und schwere Bauteile verlangen geordnete Bedienung
  • Einstellungen werden bei gesichertem Stillstand vorgenommen
  • Wege um den Webstuhl bleiben frei, und lose Kleidung oder Haare geraten nicht in bewegte Bereiche
Begründen Sie die fachlichen Anforderungen bei „Ergonomische Einrichtung“. 3 P
  • Sitzhöhe, Abstand, Fußkontakt und Arbeitshöhe werden so gewählt, dass Schultern locker und Rücken wechselbar belastet bleiben
  • Pedale müssen erreichbar sein, ohne dauerhaftes Verdrehen
  • Beleuchtung macht Kettfehler und Farbfolge erkennbar
Nennen Sie die fachlich erforderlichen Bestandteile bei „Werkzeugordnung“. 3 P
  • Schiffchen, Kamm, Haken, Schere, Maßband und Garn erhalten feste Plätze außerhalb bewegter Fächer
  • Garnwege bleiben frei
  • Eine klare Anordnung unterstützt den Rhythmus und verhindert, dass Werkzeuge zwischen Kette oder Mechanik geraten

Weben: Planung und Kettberechnung

Definieren Sie den Begriff „Kettlänge“. 3 P
  • Zur gewünschten Gewebelänge kommen Anfangs- und Endverlust, Einbindung, Probestück und mögliche Schrumpfung
  • Die genaue Zugabe hängt von Webstuhl und Material ab
  • Alle Kettfäden müssen dieselbe berechnete Länge erhalten, sonst lässt sich Spannung nicht gleichmäßig einstellen
Definieren Sie den Begriff „Kettfadenanzahl“. 4 P
  • Webbreite wird mit der geplanten Fadendichte multipliziert
  • Randgestaltung und Bindung können zusätzliche Fäden verlangen
  • Das Ergebnis wird auf Einzug und Kamm abgestimmt
  • Rechenweg, Einheit und spätere Verteilung werden dokumentiert
Erklären Sie den fachlichen Kern von „Fadendichte“. 4 P
  • Fadendichte bezeichnet die Zahl der Kettfäden pro Längeneinheit
  • Sie wird nach Garnstärke, gewünschter Fläche und Bindung gewählt
  • Zu geringe Dichte ergibt offene, instabile Fläche
  • Zu hohe erschwert Fachbildung und kann das Gewebe hart machen
Beschreiben Sie Planung und Dokumentation bei „Muster- und Farbplanung“. 3 P
  • Farbfolge, Bindungsrapport und Materialwechsel werden vor dem Schären festgelegt
  • Eine kleine Zeichnung oder Probe macht Wiederholung sichtbar
  • Änderungen während des Webens sind möglich, dürfen aber Kettvorrat, Symmetrie und Produktfunktion nicht unbemerkt zerstören

Weben: Schären, Bäumen, Einziehen und Anbinden

Definieren Sie den Begriff „Schären“. 3 P
  • Beim Schären werden Kettfäden in berechneter Länge und Reihenfolge geordnet
  • Fadenkreuz und Bündel sichern die spätere Zuordnung
  • Gleichmäßige Führung verhindert unterschiedliche Vorspannung und Verwechslung von Farb- oder Musterfolgen
Definieren Sie den Begriff „Bäumen“. 4 P
  • Die Kette wird gleichmäßig auf den Kettbaum gewickelt
  • Trennlagen halten Fadenschichten voneinander fern
  • Mehrere Personen oder geeignete Hilfen können Spannung kontrollieren
  • Einzelne lockere Fäden werden nicht durch übermäßiges Ziehen am Gesamtbündel korrigiert
Definieren Sie den Begriff „Einziehen“. 3 P
  • Kettfäden werden nach Bindungsplan durch Litzen und anschließend in den Kamm geführt
  • Zählgruppen und wiederholte Kontrolle verhindern Rapportfehler
  • Ein übersehener Faden zeigt sich später als dauerhafter Fehler in Fach und Gewebe
Beschreiben Sie das fachgerechte Vorgehen bei „Anbinden und Spannen“. 4 P
  • Kettgruppen werden am Warenbaum gleichmäßig angebunden und schrittweise gespannt
  • Die Oberfläche wird ertastet und visuell geprüft
  • Einzelne Fäden dürfen weder durchhängen noch übermäßig straff sein
  • Spannung wird über Gruppen verteilt nachgestellt

Weben: Grundbindungen

Definieren Sie den Begriff „Leinwandbindung“. 4 P
  • Jeder Schuss wechselt regelmäßig über und unter einzelne Kettfäden
  • Die nächste Reihe versetzt den Wechsel
  • Die Bindung ist übersichtlich und stabil
  • Gleichmäßige Ränder und Schussdichte bleiben dennoch anspruchsvoll, besonders bei wechselnder Garnstärke
Definieren Sie den Begriff „Köperbindung“. 3 P
  • Köper verschiebt die Bindungspunkte von Reihe zu Reihe und erzeugt diagonale Linien
  • Der Rapport verlangt eine geordnete Schaft- oder Einzugsfolge
  • Fehler setzen die Diagonale sichtbar aus und lassen sich nur durch Rückweben sauber korrigieren
Definieren Sie den Begriff „Atlasbindung“. 3 P
  • Atlas verteilt Bindungspunkte so, dass längere Fadenflottungen und eine glattere Oberfläche entstehen
  • Die Fläche kann glänzend wirken, ist aber empfindlicher gegen Hängenbleiben
  • Rapport, Material und vorgesehene Nutzung müssen zusammenpassen
Definieren Sie den Begriff „Rips“. 4 P
  • Rips betont durch dichte Kette oder dichten Schuss eine Rippenstruktur
  • Ein Fadensystem verdeckt das andere weitgehend
  • Materialmenge, Anschlag und Kettspannung beeinflussen Festigkeit und Griff
  • Zu starker Anschlag kann die Breite einschnüren

Weben: Muster, Bildweben und Knüpfen

Definieren Sie den Begriff „Mustervarianten“. 3 P
  • Muster entstehen durch Bindungswechsel, Farbfolge, unterschiedliche Schüsse oder zusätzliche Fäden
  • Ein Rapport wird gezählt und sichtbar markiert
  • Freie Variationen bleiben möglich, wenn Ränder, Spannung und Produktmaß weiterhin kontrolliert werden
Beschreiben Sie das fachgerechte Vorgehen bei „Bildweben“. 3 P
  • Beim Bildweben werden farbige Schussbereiche nur über Teile der Kette geführt
  • Übergänge können verschränkt, verbunden oder bewusst als Schlitz gestaltet werden
  • Vorlage und Kettlinien helfen, Formen trotz der stufenweisen Webstruktur zu entwickeln
Nennen Sie die fachlich erforderlichen Bestandteile bei „Materialkombinationen“. 3 P
  • Dicke, Elastizität, Glanz und Oberfläche verschiedener Garne erzeugen Relief und Kontrast
  • Sehr ungleiche Materialien verändern Spannung und Schrumpfung
  • Proben zeigen, ob das Gewebe flach bleibt und ob die Kombination die geplante Nutzung aushält
Beschreiben Sie das fachgerechte Vorgehen bei „Knüpfen und Fransen“. 3 P
  • Knoten können Fläche, Abschluss oder dekorative Struktur bilden
  • Knotenart, Zugrichtung und gleiche Länge entscheiden über Halt
  • Fransen werden gegen Aufdrehen oder Ausziehen gesichert und so gestaltet, dass sie bei der Nutzung nicht zur Fang- oder Stolpergefahr werden

Weben: Therapierelevanz und Adaptionen

Nennen Sie die zentralen Anforderungen bei „Anforderungen des Webens“. 3 P
  • Weben verbindet wiederkehrenden Rhythmus, beidhändige Koordination, visuelle Kontrolle, Fuß-Hand-Zusammenarbeit und längere Zielbindung
  • Fehler bleiben im Gewebe sichtbar und können gezielt zurückverfolgt werden
  • Das unterstützt Prozessbeobachtung und Fehlerkultur
Leiten Sie therapeutische Einsatzmöglichkeiten von „Weben: Therapierelevanz und Adaptionen“ ab. 3 P
  • Einfaches Rahmenweben kann Struktur, Ausdauer und Farbentscheidung fördern
  • Webstuhlarbeit erweitert um Körperkoordination und komplexe Planung
  • Produkte wie Tasche, Band oder Wandtextil schaffen persönlichen Nutzen und ermöglichen mehrteilige Gruppenarbeit
Begründen Sie Adaptionen und Steigerungen bei „Weben: Therapierelevanz und Adaptionen“. 3 P
  • Breite Garne, kontrastreiche Kette, Webrahmen, vorbereitete Kette und begrenzte Farbwahl erleichtern
  • Feine Garne, komplexe Bindung, eigene Kettberechnung und großer Webstuhl steigern
  • Bedienhilfen können Griff, Reichweite oder Pedalnutzung verändern
Beurteilen Sie Kontraindikationen und Grenzen bei „Weben: Therapierelevanz und Adaptionen“. 3 P
  • Nicht steuerbare Sitzbelastung, starke repetitive Beschwerden, Fanggefahr oder fehlende sichere Bedienung können Webstuhltechniken begrenzen
  • Dann werden Rahmen, kürzere Sequenzen oder vorbereitende Garnaufgaben genutzt
  • Monotonie wird nicht automatisch als beruhigend vorausgesetzt

Seide: Material, Werkzeuge und Sicherheit

Nennen Sie die fachlich erforderlichen Bestandteile bei „Seide als Material“. 3 P
  • Seide ist eine tierische Faser aus Kokonfäden
  • Maulbeerseide besitzt meist lange glatte Filamente, Wildseide durchbrochene kürzere Fäden und eine unregelmäßigere Oberfläche
  • Für Maltechniken sind Gewebeart, Saugverhalten und Oberfläche entscheidend
Unterscheiden Sie die zentralen Ausprägungen bei „Seidenarten für die Gestaltung“. 3 P
  • Pongé, Crêpe, Chiffon, Georgette, Dupion oder Bourette unterscheiden sich in Struktur, Transparenz und Griff
  • Nicht jede Farbe oder Technik reagiert auf jedem Gewebe gleich
  • Materialprobe und Herstellerangabe sind zuverlässiger als die Bezeichnung allein
Erklären Sie die materialbezogenen Merkmale von „Materialien und Werkzeuge der Seidenmalerei“. 3 P
  • Rahmen, Spannstifte, geeignete Pinsel, Mischgefäß, Pipette, Sprühflasche, Folie, Farbe, Konturenmittel und Fixierwerkzeug werden nach Technik vorbereitet
  • Phantomstift oder Schablone unterstützt den Entwurf
  • Rückstände müssen zur späteren Behandlung passen
Beurteilen Sie Qualität und Sicherheit bei „Gefahren und Schutzmaßnahmen“. 3 P
  • Spannstifte, Schere, heißes Bügeleisen, Fön, Kabel, Wasser und Farben erzeugen Stich-, Schnitt-, Verbrennungs-, Strom- und Rutschgefahren
  • Rahmen steht stabil, Wege bleiben frei und heiße Geräte erhalten sichere Ablage
  • Lüftung und Produktangaben gelten

Seidenmalerei: Aufspannen, Farbe und Fixierung

Beschreiben Sie das fachgerechte Vorgehen bei „Aufspannen der Seide“. 3 P
  • Das Tuch wird gleichmäßig, faltenfrei und ohne Überdehnung am Rahmen befestigt
  • Spannpunkte verteilen Zug, die Arbeitsfläche bleibt frei
  • Ungleichmäßige Spannung beeinflusst Farbfluss und kann das Gewebe verziehen oder an Stiften beschädigen
Definieren Sie den Begriff „Farbauftrag“. 4 P
  • Farbmenge, Feuchte, Pinselgröße und Untergrund bestimmen Ausbreitung
  • Auf trockener Seide läuft Farbe schnell, angefeuchtete Bereiche bremsen und mischen stärker
  • Von hell nach dunkel zu arbeiten lässt Korrekturraum
  • Einmal fixierte Farbe ist nur begrenzt veränderbar
Definieren Sie den Begriff „Trockenränder“. 3 P
  • Trockenränder entstehen, wenn eine feuchte Farbfront an einer teilweise getrockneten Zone stoppt
  • Sie können Gestaltungsmittel oder Fehler sein
  • Zügiges Arbeiten, gleichmäßige Feuchte und geplante Abschnittsgrenzen vermindern unerwünschte Kanten
Beschreiben Sie das fachgerechte Vorgehen bei „Fixieren und Nachbehandeln“. 4 P
  • Bügelfixierbare Farbe wird nach vollständigem Trocknen entsprechend Produktangabe mit Wärme fixiert
  • Anschließend kann Auswaschen oder Nachbehandlung folgen
  • Temperatur, Dauer, Zwischenlage und Materialverträglichkeit werden geprüft
  • Das heiße Gerät bleibt beaufsichtigt

Seidenmalerei: Zufallstechniken

Beschreiben Sie das fachgerechte Vorgehen bei „Knitter- und Knautschtechnik“. 3 P
  • Angefeuchtete Seide wird auf Folie zusammengeschoben oder geknittert und mit Farbe versehen
  • Falten, Kontaktstellen und Feuchte erzeugen unregelmäßige Muster
  • Farbmenge wird so dosiert, dass Wirkung entsteht, aber keine unkontrollierten Pfützen das Gewebe übersättigen
Definieren Sie den Begriff „Rosettentechnik“. 4 P
  • Feuchte Seide wird punktuell zu kleinen Türmchen gedreht und zwischen diesen gespannt
  • Farbe auf den Spitzen läuft entlang der Falten
  • Abstand, Drehung und Feuchte beeinflussen Rosettenform
  • Das Tuch trocknet in der geformten Lage und wird erst danach geöffnet
Beschreiben Sie das fachgerechte Vorgehen bei „Falt- und Wickeltechnik“. 3 P
  • Falten werden vor dem Farbauftrag gelegt oder eingebügelt, Wickeln verdreht längliche Tücher kordelartig
  • Faltkanten erhalten stärkeren oder gezielten Farbauftrag
  • Das Material trocknet in Form, damit das Muster erhalten bleibt, und wird anschließend fixiert
Definieren Sie den Begriff „Salzeffekt“. 4 P
  • Salz wird auf ausreichend feuchte Farbe gestreut und entzieht lokal Flüssigkeit sowie Farbstoff
  • Korngröße und Feuchte bestimmen die Struktur
  • Salz wird erst nach Erreichen des Effekts und Trocknung entfernt
  • Auf bereits trockener Fläche entsteht kaum Wirkung

Seidenmalerei: Aquarelltechniken

Beschreiben Sie das fachgerechte Vorgehen bei „Nass an Nass“. 3 P
  • Farben werden nacheinander auf noch feuchte benachbarte Bereiche gesetzt
  • Sie berühren und verbinden sich, sollen aber je nach Ziel nicht vollständig ineinanderlaufen
  • Zügiges Arbeiten und gereinigte, nicht tropfnasse Pinsel begrenzen ungewollte Verdünnung
Beschreiben Sie das fachgerechte Vorgehen bei „Nass in Nass“. 3 P
  • Die Seide oder Grundierung ist gleichmäßig feucht, weitere Farben werden in diesen Bereich gesetzt
  • Verläufe sind weich und nur begrenzt kontrollierbar
  • Nachfeuchten geschieht vorsichtig, weil Wasser in bereits gefärbten Zonen Ausblühungen oder neue Ränder erzeugen kann
Beschreiben Sie das fachgerechte Vorgehen bei „Nass auf Trocken“. 4 P
  • Farbe wird auf trockene Seide oder getrocknete Farbschichten gesetzt
  • Kanten und Details bleiben deutlicher, Trockenränder können bewusst entstehen
  • Hintergrund, Mittelgrund und Vordergrund werden schrittweise aufgebaut
  • Feine Pinsel eignen sich für abschließende Details
Beschreiben Sie das fachgerechte Vorgehen bei „Auswaschen und Aufhellen“. 4 P
  • Sauberes Wasser kann noch nicht fixierte Farbe begrenzt verdrängen oder aufhellen
  • Vollständiges Zurücknehmen ist meist nicht möglich
  • Die Technik wird als Gestaltung erprobt, nicht als sichere Fehlerlöschung
  • Nach Fixierung ist Veränderung deutlich eingeschränkt

Seidenmalerei: Kontur-, Druck- und Wachstechniken

Beschreiben Sie das fachgerechte Vorgehen bei „Konturtechnik mit Gutta“. 4 P
  • Konturenmittel bildet geschlossene Barrieren, die den Farbfluss begrenzen
  • Linien müssen ohne Lücken bis in das Gewebe reichen und ausreichend trocknen
  • Eine kleine Unterbrechung lässt Farbe auslaufen
  • Deshalb wird die Kontur vor dem Füllen gegen Licht geprüft
Definieren Sie den Begriff „Verdickertechnik“. 4 P
  • Farbe wird mit geeignetem Verdicker pastoser und lässt sich kontrollierter setzen
  • Dadurch entstehen Linien, Flächen oder malerische Details mit geringerem Auslaufen
  • Mischung und Fixierung müssen zur Farbe passen
  • Zu starke Verdickung verändert Auftrag und Griff
Definieren Sie den Begriff „Drucktechnik“. 3 P
  • Farbe wird mit Stempel, Schablone, Sieb oder strukturiertem Gegenstand übertragen
  • Druckmenge, Unterlage und Wiederholung bestimmen Schärfe
  • Probedrucke klären, wie viel Farbe nötig ist und ob das Motiv nach Fixierung und Waschen erhalten bleibt
Definieren Sie den Begriff „Wachstechnik“. 4 P
  • Wachs reserviert Bereiche gegen Farbe und kann beim Brechen feine Linien erzeugen
  • Temperatur und Werkzeug verlangen besondere Sicherheit
  • Heißes Wachs darf nicht unkontrolliert erhitzt werden
  • Entfernen und Fixieren richten sich nach Material und verwendetem Farbsystem

Nähen: Grundlagen und Sicherheit

Beschreiben Sie das fachgerechte Vorgehen bei „Handnaht und Maschinenaht“. 3 P
  • Handnähte ermöglichen langsame genaue Kontrolle und Reparatur, Maschinennähte verbinden Stoff schnell und gleichmäßig
  • Stichart, Faden und Nahtzugabe richten sich nach Material und Belastung
  • Nahtanfang und -ende werden gegen Aufgehen gesichert
Beschreiben Sie das fachgerechte Vorgehen bei „Schnitt und Fadenlauf“. 3 P
  • Schnittteile werden nach Fadenlauf, Muster, Nahtzugabe und Stoffbruch angeordnet
  • Ein falscher Fadenlauf kann Fall und Dehnung verändern
  • Markierungen werden übertragen, ohne sichtbare Fläche oder Material zu beschädigen
Beurteilen Sie Qualität und Sicherheit bei „Sicherheit an der Nähmaschine“. 4 P
  • Finger bleiben außerhalb des Nadelbereichs, Einstellungen und Fadenwechsel erfolgen bei Stillstand
  • Kabel, Fußpedal und Stoffweg sind frei
  • Die Maschine wird nach Einweisung bedient
  • Schutzvorrichtungen und geeigneter Nähfuß bleiben montiert
Definieren Sie den Begriff „Nahtqualität“. 3 P
  • Stiche sind gleichmäßig, Stofflagen verschieben sich nicht und die Naht liegt ohne unerwünschte Kräuselung
  • Fadenspannung und Stichlänge werden an einem Reststück geprüft
  • Funktion, Innenverarbeitung und Haltbarkeit zählen ebenso wie die sichtbare Außenseite

Sticken und Fadengrafik

Beschreiben Sie das fachgerechte Vorgehen bei „Sticken“. 4 P
  • Faden wird mit wiederkehrenden Stichen durch einen textilen Grund geführt
  • Stickrahmen stabilisiert und spannt den Stoff, ohne ihn zu verziehen
  • Stichlänge, Fadenzug und Rückseite werden kontrolliert
  • Zu straffer Zug kräuselt die Fläche
Beschreiben Sie das fachgerechte Vorgehen bei „Zähl- und freie Stickerei“. 3 P
  • Zähltechniken folgen einem gleichmäßigen Gewebe und Raster, freie Stickerei orientiert sich an gezeichneten Linien oder Formen
  • Zählen fordert Regelbindung und Aufmerksamkeit, freie Gestaltung mehr Auswahl und räumliche Planung
  • Beide lassen sich kombinieren
Definieren Sie den Begriff „Fadengrafik“. 3 P
  • Fäden werden nach einer Zahlen- oder Punktfolge zwischen markierten Stellen gespannt und erzeugen geometrische Kurven
  • Reihenfolge, Spannung und Farbwechsel sind sichtbar planbar
  • Spitze Nadeln oder Lochwerkzeuge verlangen sichere Unterlage und klare Ablage
Begründen Sie die fachliche Auswahl und Anpassung bei „Therapeutische Dosierung“. 3 P
  • Grober Stoff, stumpfe Nadel, kontrastreiche Punkte und wenige Sticharten erleichtern
  • Feiner Grund, freie Motive, Farbplanung und verdeckte Rückseite steigern
  • Wiederholung kann fokussieren, bei hoher Schmerz- oder Zwangstendenz aber bewusst begrenzt werden

Stricken, Häkeln und Knüpfen

Definieren Sie den Begriff „Stricken“. 4 P
  • Maschen werden in Reihen oder Runden mit zwei Nadeln beziehungsweise Rundnadel geführt
  • Rechte und linke Maschen bilden Grundstrukturen
  • Gleichmäßige Fadenspannung, Zählen und Fehlererkennen bestimmen das Ergebnis
  • Verlorene Maschen werden früh gesichert
Definieren Sie den Begriff „Häkeln“. 3 P
  • Eine Häkelnadel bildet Maschen nacheinander aus einer aktiven Schlaufe
  • Luft-, feste und Stäbchenmaschen erlauben Fläche und Form
  • Der Einstieg ist oft übersichtlich, verlangt aber kontinuierliche Zählung von Wendemaschen, Reihen und Zu- oder Abnahmen
Beschreiben Sie das fachgerechte Vorgehen bei „Makramee und Knüpfen“. 4 P
  • Fäden werden mit wiederkehrenden Knoten um Träger- oder Arbeitsfäden geführt
  • Knotenfolge, Richtung und Zugkraft erzeugen Muster und Stabilität
  • Fäden werden gegen Verwechslung geordnet
  • Lange freie Enden dürfen keine Fang- oder Stolpergefahr bilden
Nennen Sie therapeutische Anforderungen bei „Stricken, Häkeln und Knüpfen“. 3 P
  • Die Techniken fordern bilaterale Handnutzung, Fingerbeweglichkeit, Rhythmus, Zählen und längere Ausdauer
  • Material lässt sich gut transportieren und in Alltag oder Freizeit übertragen
  • Sehr feines Garn und hohe Wiederholungszahl können jedoch Handbelastung erhöhen

Batik und weitere textile Oberflächentechniken

Definieren Sie den Begriff „Batik“. 3 P
  • Bereiche des Stoffes werden durch Wachs, Abbinden, Falten oder andere Reservierung gegen Farbe geschützt
  • Färbung erfolgt schrittweise von hell nach dunkel, wenn mehrere Farben geplant sind
  • Wärme, Farbstoff und Entfernung der Reservierung verlangen klare Arbeitsregeln
Beschreiben Sie das fachgerechte Vorgehen bei „Abbinde- und Falttechniken“. 3 P
  • Falten, Wickeln, Knoten oder feste Bindungen verhindern, dass Farbe gleichmäßig eindringt
  • Muster entstehen aus Druck, Lage und Wiederholung
  • Probestücke und dokumentierte Faltung machen Ergebnisse nachvollziehbarer, ohne den Zufallsanteil vollständig zu beseitigen
Beschreiben Sie das fachgerechte Vorgehen bei „Textildruck und Applikation“. 3 P
  • Textildruck überträgt Farbe mit Stempel, Schablone oder Sieb, Applikation verbindet zusätzliche Stoffformen mit dem Grund
  • Kanten, Fixierung und Waschbarkeit werden berücksichtigt
  • Motiv und Technik müssen zur späteren Nutzung des Textils passen
Beurteilen Sie Qualität und Sicherheit bei „Sicherheitsgrenzen“. 3 P
  • Farbstoffe, Wachse, Bügeleisen und heiße Bäder werden nach Produktangaben und unter geeigneter Aufsicht verwendet
  • Lüftung, Hautschutz und sichere Gefäße sind notwendig
  • Lebensmittelgefäße und Werkzeuge werden nicht unklar mit Textilchemikalien gemeinsam genutzt

Textile Techniken: Therapierelevanz und Adaptionen

Nennen Sie die zentralen Anforderungen bei „Therapeutische Qualitäten textiler Arbeit“. 3 P
  • Textile Materialien verbinden Wärme, Nachgiebigkeit, Farbe und alltagsnahe Produkte
  • Wiederkehrende Bewegungen können Rhythmus und Ausdauer unterstützen, während Muster Planung und Fehlerkontrolle fordern
  • Kleidung, Tasche oder Wohntextil besitzt oft direkten persönlichen Bezug
Begründen Sie „Adaptionen“ bei „Textile Techniken: Therapierelevanz und Adaptionen“. 2 P
  • Große Nadeln, dickes Garn, kontrastreiche Markierungen, vorbereitete Anfänge, Reihenmarkierer und rutschhemmende Unterlagen erleichtern
  • Nadelgriffe, Spannrahmen und Maschinenhilfen können Bewegungsanforderungen verändern, ohne die gesamte Aufgabe abzunehmen
Begründen Sie die fachliche Auswahl und Anpassung bei „Steigerungen“. 2 P
  • Feineres Material, komplexere Muster, selbstständige Berechnung, Farbwechsel, Formgebung und saubere Rückseite erhöhen Anforderungen
  • Auch Planung eines nutzbaren Produkts und Reparatur eigener Fehler steigern stärker als bloße Verlängerung der Arbeitszeit
Beurteilen Sie Kontraindikationen und Grenzen bei „Textile Techniken: Therapierelevanz und Adaptionen“. 3 P
  • Offene Hautschäden, ausgeprägte Materialallergie, unkontrollierbare Nadelgefährdung oder repetitive Überlastung können einzelne Techniken ausschließen
  • Sensorische Abwehr wird respektiert
  • Ein beruhigender Effekt von Handarbeit wird nicht für jede Person vorausgesetzt

Leder: Material und Bearbeitung

Nennen Sie die fachlich erforderlichen Bestandteile bei „Leder und lederähnliche Materialien“. 3 P
  • Leder ist tierische Haut, deren Eigenschaften durch Herkunft, Gerbung, Dicke und Oberfläche geprägt werden
  • Kunstleder besitzt einen textilen oder polymeren Aufbau
  • Materialwahl richtet sich nach Flexibilität, Kante, Belastung und vorgesehenem Hautkontakt
Definieren Sie den Begriff „Grundtechniken“. 3 P
  • Messen, Schneiden, Lochen, Punzieren, Nähen, Nieten und Kantenbearbeitung werden an Reststücken erprobt
  • Fehler lassen sich oft nicht unsichtbar rückgängig machen
  • Schneiden und Lochwerkzeuge benötigen feste Unterlage und eine freie Werkzeugbahn
Definieren Sie den Begriff „Verbindungen“ bei „Leder: Material und Bearbeitung“. 4 P
  • Ledernähte, Flechtungen, Nieten und Klebungen übertragen Kräfte unterschiedlich
  • Lochabstand und Randabstand verhindern Ausreißen
  • Metallteile werden auf scharfe Kanten, Korrosion und Hautkontakt geprüft
  • Klebstoff muss zum Material passen
Leiten Sie den ergotherapeutischen Einsatz von „Leder: Material und Bearbeitung“ ab. 3 P
  • Leder bietet deutlichen Widerstand und hochwertige dauerhafte Produkte, etwa Etui, Gürtelteil oder Schlüsselanhänger
  • Es fordert Kraftdosierung, Planung und Genauigkeit
  • Geruch, Herkunft oder Hautkontakt können jedoch persönliche oder sensorische Ablehnung auslösen

Metall: Grundtechniken und Sicherheit

Erklären Sie die materialbezogenen Merkmale von „Metall als Werkstoff“. 3 P
  • Metalle unterscheiden sich in Härte, Duktilität, Gewicht, Korrosion und Wärmeleitung
  • Draht, Blech und Halbzeuge reagieren unterschiedlich auf Biegen, Sägen und Bohren
  • Material wird eindeutig gekennzeichnet und nicht nach Farbe allein beurteilt
Beurteilen Sie Qualität und Sicherheit bei „Scharfe Kanten und Späne“. 4 P
  • Zuschnitt und Bohren erzeugen Kanten, Grate und Späne
  • Werkstück wird gespannt, Schutzbrille und geeignete Werkzeuge werden nach Gefährdung genutzt
  • Kanten werden vor Handhabung und Nutzung entgratet
  • Späne werden mit Hilfsmittel statt bloßer Hand entfernt
Beschreiben Sie das fachgerechte Vorgehen bei „Biegen und Formen“. 3 P
  • Biegeradius, Materialdicke und Faserrichtung im Blech beeinflussen Form und Rückfederung
  • Zangen, Lehren und Schraubstock führen die Bewegung
  • Wiederholtes Hin- und Herbiegen kann Material ermüden und unerwartet brechen
Beurteilen Sie Qualität und Sicherheit bei „Therapeutische Grenzen“. 3 P
  • Metallarbeit bietet klare Form, Widerstand und technische Produkte, verlangt jedoch hohe Sicherheitskontrolle
  • Scharfe Werkzeuge, Lärm, Funken, Hitze oder Lötdämpfe können die Auswahl stark begrenzen
  • Dann werden kalte Drahttechniken oder vorbereitete Teile bevorzugt

Stein und mineralische Materialien

Erklären Sie die materialbezogenen Merkmale von „Stein als Werkstoff“. 3 P
  • Steine unterscheiden sich stark in Härte, Bruch, Schichtung und Staubentwicklung
  • Speckstein lässt sich relativ leicht raspeln und schleifen, ist aber nicht gleichbedeutend mit jedem Naturstein
  • Material wird vor Bearbeitung auf Risse und sichere Herkunft geprüft
Definieren Sie den Begriff „Formgebung“. 3 P
  • Grobe Form entsteht durch kontrollierten Materialabtrag, Details folgen später
  • Das Werkstück wird so gehalten oder gespannt, dass Druck nicht zum Bruch führt
  • Regelmäßiges Drehen erhält räumliche Proportionen und verhindert einseitige Bearbeitung
Begründen Sie die fachlichen Anforderungen bei „Staubschutz“. 3 P
  • Mineralischer Schleifstaub darf nicht unkontrolliert eingeatmet oder verteilt werden
  • Arbeitsverfahren, Absaugung beziehungsweise feuchte Bearbeitung und Reinigung richten sich nach Material
  • Trockener Staub wird nicht einfach weggeblasen oder aufgekehrt
Leiten Sie den ergotherapeutischen Einsatz von „Stein und mineralische Materialien“ ab. 3 P
  • Stein vermittelt Gewicht, Widerstand und langsamen sichtbaren Abtrag
  • Das kann Ausdauer und Formvorstellung fördern, aber hohe Kraft, Vibration und Staubbelastung verursachen
  • Kleine Werkstücke, geeignete Werkzeuge und klar begrenzte Sequenzen dosieren die Anforderung

Kunststoffe: Auswahl und Bearbeitung

Definieren Sie den Begriff „Kunststoffgruppen“. 3 P
  • Thermoplaste werden bei Wärme formbarer, Duroplaste bleiben nach Aushärtung formstabil und Elastomere verformen sich elastisch
  • Diese Gruppen erklären Grundverhalten, ersetzen aber keine konkrete Werkstoffangabe
  • Zusatzstoffe und Beschichtungen beeinflussen Bearbeitung
Definieren Sie den Begriff „Bearbeitung“. 3 P
  • Kunststoffe können geschnitten, gesägt, gebohrt, geschliffen, geklebt oder bei geeigneter Art warmgeformt werden
  • Wärmeentwicklung kann schmieren, verformen oder Dämpfe freisetzen
  • Werkzeug, Drehzahl und Belüftung werden an das konkrete Material angepasst
Definieren Sie den Begriff „Klebung“. 4 P
  • Oberfläche, Kunststoffart und Belastung bestimmen den Klebstoff
  • Manche Kunststoffe lassen sich nur schwer kleben
  • Vorversuch, saubere Fuge, sparsame Dosierung und ausreichende Aushärtung sind notwendig
  • Lösungsmittelkontakt und Dämpfe werden nach Kennzeichnung beherrscht
Begründen Sie die fachliche Auswahl und Anpassung bei „Therapeutische Auswahl“. 3 P
  • Leichte, farbige und wasserbeständige Kunststoffe ermöglichen Hilfsmittel und Alltagsprodukte
  • Glatte Oberflächen können gut zu reinigen, aber schwer zu greifen sein
  • Materialkante, Temperatur, Reparierbarkeit und Umweltaspekte fließen in die Auswahl ein

Glas: Kaltbearbeitung und Gestaltung

Erklären Sie die materialbezogenen Merkmale von „Eigenschaften von Glas“. 4 P
  • Glas ist hart, glatt und spröde
  • Es trägt Druck, reagiert aber empfindlich auf Kerben, Schlag und Temperaturspannung
  • Bruchkanten sind extrem scharf und nicht zuverlässig sichtbar
  • Material wird deshalb kontrolliert gelagert, transportiert und geprüft
Beschreiben Sie das fachgerechte Vorgehen bei „Kalte Gestaltungstechniken“. 3 P
  • Mosaik, Bemalen und Kleben können ohne Heißverarbeitung durchgeführt werden
  • Glasstücke benötigen sichere Kanten und geeigneten Träger
  • Schnitt und Brechen erfolgen nur mit passendem Werkzeug, Schutzbrille und geordneter Splitterentsorgung
Beschreiben Sie das fachgerechte Vorgehen bei „Heiße Glasverfahren“. 3 P
  • Fusing, Brennen oder Formen erfordern spezielle Öfen, kompatible Glassorten und eingewiesene Bedienung
  • Temperaturkurve und Abkühlung bestimmen Spannungen
  • Diese Verfahren sind kein beiläufiger Therapieschritt, sondern benötigen fachlich ausgestattete Umgebung
Beurteilen Sie „Therapeutische Grenzen“ bei „Glas: Kaltbearbeitung und Gestaltung“. 2 P
  • Farbe, Licht und klare Form können gestalterisch reizvoll sein, doch Schnittgefahr und Bruch schränken den Einsatz ein
  • Bei unsicherer Impulskontrolle oder Handhabung werden bruchsichere Alternativen, vorbereitete Mosaiksteine oder andere Materialien gewählt

Bildnerisches Gestalten und Druck

Beschreiben Sie das fachgerechte Vorgehen bei „Bildnerisches Gestalten“. 3 P
  • Zeichnen, Malen und Collage arbeiten mit Linie, Fläche, Farbe, Material und Komposition
  • Aufgaben können gegenständlich, abstrakt, regelgeleitet oder offen sein
  • Therapeutisch wird nicht das vermeintlich schöne Bild bewertet, sondern Prozess, Bedeutung und Zielbezug
Erläutern Sie die Kernaussagen von „Druckprinzipien“. 3 P
  • Beim Hochdruck drucken erhabene Bereiche, beim Tiefdruck vertiefte, beim Flachdruck liegen druckende und nicht druckende Bereiche nahezu auf einer Ebene
  • Monotypie erzeugt meist einen einmaligen Abdruck
  • Prinzip und Werkzeug bestimmen Planung und Sicherheitsbedarf
Beschreiben Sie Ablauf und fachliche Bedeutung von „Druckprozess“. 3 P
  • Entwurf, Druckstock oder Platte, Farbe, Papier, Einfärben, Positionieren, Pressen und Trocknen bilden eine Schrittfolge
  • Probedrucke zeigen Farbmenge und Druck
  • Spiegelverkehrung und Wiederholung fordern räumliche Vorstellung und Fehlerkorrektur
Leiten Sie den ergotherapeutischen Einsatz von „Bildnerisches Gestalten und Druck“ ab. 3 P
  • Bildnerische Verfahren ermöglichen Ausdruck, Wahrnehmung, Planung und soziale Kommunikation
  • Druck kann durch Wiederholung und Serienbildung strukturieren, freie Malerei mehr unmittelbare Entscheidung bieten
  • Interpretation des Bildinhalts erfolgt nicht ohne Einverständnis und Kontext

Materialübergreifende Auswahl und Transfer

Nennen Sie die fachlich erforderlichen Bestandteile bei „Materialauswahl“. 3 P
  • Material wird nach Ziel, Bedeutung, Anforderung, Sicherheit, Kosten, Umwelt, Arbeitsplatz und verfügbarem Können gewählt
  • Diagnose oder Tradition allein entscheidet nicht
  • Eine begründete Auswahl benennt auch, warum naheliegende Alternativen weniger geeignet sind
Definieren Sie den Begriff „Technikvergleich“. 3 P
  • Techniken werden anhand von Widerstand, Präzision, Wiederholung, Offenheit, Werkzeuggefahr, Fehlerkorrektur und Produktnutzen verglichen
  • So kann dasselbe Ziel mit unterschiedlichem Material erreicht werden
  • Der Vergleich verhindert, dass eine Lieblingsmethode zur Standardlösung wird
Begründen Sie die fachliche Auswahl und Anpassung bei „Adaption und Steigerung“. 3 P
  • Anpassung verändert Material, Werkzeug, Umgebung, Schrittfolge, Zeit oder Unterstützung
  • Steigerung kann mehr Selbstständigkeit, genauere Toleranz, komplexere Planung oder stärkeren Transfer bedeuten
  • Länger oder schwerer ist nicht automatisch therapeutisch anspruchsvoller
Leiten Sie den Alltagstransfer bei „Transfer in den Alltag“ ab. 2 P
  • Nach dem Werkprozess wird geklärt, welche Strategie außerhalb der Werkstatt nutzbar ist: Planen, Pausen setzen, beidhändig handeln, Fehler korrigieren, Hilfe anfordern oder ein Produkt tatsächlich verwenden
  • Transfer wird konkret vereinbart und später überprüft

Werkprojekt: Planung, Auswertung und Präsentation

Definieren Sie den Begriff „Projektauftrag“. 3 P
  • Ein Werkprojekt verbindet Produktziel, Zielgruppe, Material, Technik, Zeit, Kosten, Sicherheit und Qualitätskriterien
  • Verantwortlichkeiten und Entscheidungsspielräume werden vor Beginn geklärt
  • Ein Projekt ist mehr als die Herstellung mehrerer Einzelteile
Beurteilen Sie Qualität und Sicherheit bei „Durchführung und Zwischenkontrolle“. 3 P
  • Meilensteine machen sichtbar, ob Maße, Zeit und Material noch stimmen
  • Änderungen werden begründet dokumentiert
  • Zwischenkontrolle verhindert, dass ein früher Fehler erst bei Montage oder Nutzung auffällt und dann nur noch durch vollständigen Neubeginn korrigierbar ist
Begründen Sie die fachliche Bedeutung von „Auswertung“. 3 P
  • Verglichen werden Auftrag, Planung, tatsächlicher Ablauf, Ergebnis, Belastung und Zusammenarbeit
  • Fehler werden nach Ursache statt nach Schuld analysiert
  • Technische und therapeutische Erkenntnisse werden getrennt benannt und anschließend miteinander verbunden
Beschreiben Sie das fachgerechte Vorgehen bei „Präsentation und Übergabe“. 3 P
  • Produkt und Prozess werden verständlich vorgestellt, einschließlich Funktion, Pflege, Grenzen und Sicherheit
  • Bei Gruppenarbeit werden Beiträge transparent
  • Eine Übergabe ist erst vollständig, wenn die nutzende Person das Werkstück angemessen handhaben und einschätzen kann

Die Fragen und Antworten wurden aus den redaktionellen Lerntexten dieses Kapitels abgeleitet. Jede Antwort gehört ausschließlich zu der unmittelbar darüberstehenden Frage.

Hinweise des Lehrplans
  • Übungen zur Selbsterfahrung der Schülerinnen und Schüler
  • vgl. LPE 1
  • Maßangaben
  • Arbeiten nach technischer Zeichnung
  • manuelles und maschinelles Sägen
  • Raspeln, Hobeln, Schleifen, Stemmen
  • Wachsen, Lackieren, Lasieren, Bemalen
  • Bohren und Dübeln, Nageln, Schrauben, Leimen Überblattungen, Zapfenverbindungen Gehrungen
  • motorisch-funktionell, psychisch, geistigintellektuell, perzeptiv, arbeitsstrukturell, lebenspraktisch Fallbeispiele
  • Übungen zur Selbsterfahrung der Schülerinnen und Schüler
  • vgl. LPE 1
  • Einsumpfen, Schlagen, Kneten, Schlickerherstellung Treiben (Daumenschale), Stauchen, Plattentechnik, Wulsttechnik, additive Aufbautechnik Henkel, Tülle, Deckel, Hohlkörper, Drehen, Plastiken, Relieftechniken Glasieren, Verzierungen, Strukturen Schrüh- und Glasurbrand
  • motorisch-funktionell, psychisch, geistigintellektuell, perzeptiv, arbeitsstrukturell, lebenspraktisch Fallbeispiele
  • Übungen zur Selbsterfahrung der Schülerinnen und Schüler
  • vgl. LPE 1
  • Zustecken, Ansetzen von neuen Flechtfäden, Versäubern Bodenkreuz, Sternboden, durchbrochenes Bodenkreuz, geschlitzter Boden, ausgesägter Boden runde, ovale Formen Zäunen, Fitzen, Kimmen einfacher und doppelter Zuschlagrand, Basisränder, Madeiraränder, Zopfränder eingearbeitete und angesetzte Griffe Beizen, Lackieren, Färben, Absengen
  • motorisch-funktionell, psychisch, geistigintellektuell, perzeptiv, arbeitsstrukturell, lebenspraktisch Fallbeispiele
  • Übungen zur Selbsterfahrung der Schülerinnen und Schüler
  • vgl. LPE 1
  • Marmorieren, Kleisterpapiere, Schöpfen, Pappmaché
  • manuell und maschinell
  • Leinenecken und Kantenbezug, Gelenkverbindungen Herstellung von Mappen, Schachteln, Memory, Domino
  • motorisch-funktionell, psychisch, geistigintellektuell, perzeptiv, arbeitsstrukturell, lebenspraktisch Fallbeispiele
  • Übungen zur Selbsterfahrung
  • vgl. LPE 1
  • Kettfadenlänge, Kettfadenanzahl, Fadendichte
  • Leinwand, Atlas, Musterbindungen, Rips
  • Farb- und Materialkombinationen, wechselnde Schussfolgen und farbige Ketten, Karos Gobelin, Knüpfen
  • motorisch-funktionell, psychisch, geistigintellektuell, perzeptiv, arbeitsstrukturell, lebenspraktisch Fallbeispiele
  • Nähen, Seidenmalerei, Makramee, Sticken, Stricken, Häkeln, Knüpfen, Fadengrafik, Batik Übungen zur Selbsterfahrung
  • vgl. LPE 1
  • Leder, Metall, Stein, Kunststoffe, Glas, bildnerisches Gestalten, Druck
  • Übungen zur Selbsterfahrung

Quelle: Sächsisches Staatsministerium für Kultus: Lehrplan Berufsfachschule Ergotherapeut/Ergotherapeutin, freigegeben ab 1. August 2020, S. 103.

LLernstoff69 Unterkapitel
Handwerk als ergotherapeutisches Mittel
Fragen und Antworten
Begründen Sie die fachliche Bedeutung von „Handwerk als Mittel der Ergotherapie“ (2 Punkte)
  • Handwerk wird nicht um seiner selbst willen eingesetzt
  • Material, Technik, Produkt und Arbeitssituation werden so gewählt, dass konkrete Betätigungsziele, Funktionen, Gewohnheiten, Selbstwirksamkeit oder soziale Teilhabe unterstützt und beobachtbar werden
Unterscheiden Sie „Produkt und Prozess im Vergleich“ anhand fachlicher Kriterien (3 Punkte)
  • Das Produkt zeigt ein sichtbares Ergebnis
  • Der Prozess macht Planung, Ausdauer, Problemlösen, Wahrnehmung, Motorik und Umgang mit Fehlern erkennbar
  • Therapeutisch kann deshalb ein unvollständiges Werkstück dennoch einen bedeutsamen und auswertbaren Prozess enthalten
Begründen Sie die Bedeutung von „Bedeutsamkeit des Werkstücks“ (3 Punkte)
  • Ein Werkstück gewinnt therapeutische Bedeutung, wenn es zur Person, ihrem Alltag und ihren Interessen passt
  • Nutzen, Gestaltung und Anspruch werden gemeinsam geklärt
  • Ein technisch reizvolles Produkt ohne persönlichen Bezug kann Motivation und Übertragung begrenzen
Leiten Sie aus „Selbsterfahrung der Therapeutin oder des Therapeuten“ Konsequenzen für die ergotherapeutische Praxis ab (2 Punkte)
  • Eigene praktische Erfahrung verbessert Anleitung, Fehleranalyse und Einschätzung der Anforderungen
  • Sie ersetzt jedoch nicht die klientenzentrierte Befunderhebung: Was für die anleitende Person leicht oder angenehm ist, kann für den Klienten belastend oder bedeutungslos sein
Quellen

Lehrplan Berufsfachschule Ergotherapeut/Ergotherapeutin Sachsen, Seiten 101-107, 21.07.2026

Holz: Werkstoff und Holzarten
Fragen und Antworten
Erklären Sie die materialbezogenen Merkmale von „Holz als Werkstoff“ (4 Punkte)
  • Holz ist ein gewachsener, richtungsabhängiger Werkstoff
  • Fasern, Äste, Feuchte und Dichte beeinflussen Sägen, Bohren, Verbinden und Oberfläche
  • Das gleiche Werkzeug kann längs zur Faser anders wirken als quer dazu
  • Probestücke machen diese Unterschiede sichtbar
Erklären Sie den fachlichen Kern von „Massivholz und Holzwerkstoffe“ (3 Punkte)
  • Massivholz besteht aus gewachsenem Holz und zeigt natürliche Unterschiede
  • Sperrholz, Multiplex, Span- oder Faserplatten werden aus Furnieren, Spänen oder Fasern aufgebaut
  • Sie sind oft formstabiler, verlangen aber passende Kanten- und Staubbehandlung
Unterscheiden Sie die zentralen Ausprägungen bei „Holzarten und Bearbeitbarkeit“ (4 Punkte)
  • Holzarten unterscheiden sich unter anderem in Härte, Gewicht, Elastizität, Farbe und Faserbild
  • Die Auswahl richtet sich nach Funktion und Technik
  • Weiches Holz erleichtert viele Handarbeiten, kann aber stärker eindrücken
  • Hartes Holz hält Kanten, fordert jedoch mehr Kraft
Nennen Sie die fachlich erforderlichen Bestandteile bei „Materialprüfung vor Arbeitsbeginn“ (3 Punkte)
  • Geprüft werden Risse, Splitter, Verzug, Äste, Feuchte, Plattenkante und geeignete Abmessung
  • Fehler werden markiert und beim Zuschnitt berücksichtigt
  • Beschädigtes oder ungeeignetes Material kann Werkzeugführung, Stabilität und Sicherheit beeinträchtigen
Quellen

Lehrplan Berufsfachschule Ergotherapeut/Ergotherapeutin Sachsen, Seiten 103-104, 21.07.2026

Konstruktiv-strukturierende und gestalterisch-kreative Elemente
Fragen und Antworten
Nennen Sie die zentralen Aspekte von „Konstruktiv-strukturierende Elemente“ (3 Punkte)
  • Sie beruhen auf nachvollziehbaren Regeln, Maßen, Reihenfolgen und Funktionsanforderungen
  • Das Ergebnis lässt sich planen und kontrollieren
  • Die klare Struktur kann Orientierung, Arbeitsorganisation und schrittweises Problemlösen unterstützen
Nennen Sie die zentralen Aspekte von „Gestalterisch-kreative Elemente“ (3 Punkte)
  • Sie eröffnen Wahlmöglichkeiten bei Form, Farbe, Oberfläche, Ausdruck und Vorgehensweise
  • Nicht Beliebigkeit, sondern ein tragfähiger Entscheidungsspielraum steht im Mittelpunkt
  • Dieser kann Eigeninitiative, Ausdruck und flexible Lösungsfindung fördern
Nennen Sie die zentralen Aspekte von „Verbindung beider Elemente“ (3 Punkte)
  • Viele Werkaufgaben kombinieren feste technische Bedingungen mit offenen Gestaltungsentscheidungen
  • Eine Schachtel braucht genaue Maße und stabile Verbindungen, kann aber in Farbe und Oberfläche individuell gestaltet werden
  • Das Verhältnis bestimmt den Anforderungscharakter
Begründen Sie die fachliche Auswahl und Anpassung bei „Therapeutische Dosierung von Struktur und Offenheit“ (3 Punkte)
  • Bei hohem Orientierungsbedarf werden Aufgabe, Materialauswahl und Schritte stärker vorgegeben
  • Mit wachsender Sicherheit können Varianten, eigene Entwürfe und selbstständige Entscheidungen hinzukommen
  • Zu viel Offenheit kann überfordern, zu viel Vorgabe Eigenaktivität begrenzen
Quellen

Lehrplan Berufsfachschule Ergotherapeut/Ergotherapeutin Sachsen, Seiten 101-107, 21.07.2026

Holz: Sicherheit und Arbeitsplatz
Fragen und Antworten
Beurteilen Sie Qualität und Sicherheit bei „Gefahren der Holzbearbeitung“ (2 Punkte)
  • Typische Gefahren entstehen durch scharfe Schneiden, Splitter, Staub, bewegte Werkstücke, Lärm und Maschinen
  • Das Werkstück wird sicher gespannt, der Arbeitsbereich freigehalten und die Hand nie in die vorgesehene Werkzeugbahn gebracht
Beschreiben Sie das fachgerechte Vorgehen bei „Werkstückfixierung“ (2 Punkte)
  • Eine sichere Fixierung verhindert Verrutschen, Drehen und unerwartete Kraftspitzen
  • Schraubstock, Zwinge oder rutschhemmende Unterlage werden so eingesetzt, dass Material nicht beschädigt und die Bearbeitungsstelle frei zugänglich bleibt
Beurteilen Sie Qualität und Sicherheit bei „Staub und Oberflächenmittel“ (4 Punkte)
  • Schleifstaub wird möglichst an der Entstehungsstelle erfasst
  • Trockenes Aufwirbeln wird vermieden
  • Lacke, Lasuren und Klebstoffe werden nach Produktangaben, Belüftung und Trocknungszeit verwendet
  • Zündquellen und Hautkontakt sind zu beachten
Begründen Sie die therapeutische Aufsicht bei „Holz: Sicherheit und Arbeitsplatz“ (3 Punkte)
  • Unterstützung richtet sich nach Gefahreneinsicht, Impulskontrolle, Kraftdosierung und Werkzeugkompetenz
  • Werkzeuge werden einzeln eingeführt und sichere Ablage wird geübt
  • Bei Maschinenarbeit muss die betreuende Person jederzeit wirksam eingreifen können
Quellen

Lehrplan Berufsfachschule Ergotherapeut/Ergotherapeutin Sachsen, Seiten 103-104, 21.07.2026

Aufgabenstellung und Arbeitsplanung
Fragen und Antworten
Erklären Sie Funktion und fachlichen Zweck von „Präzise Aufgabenstellung“ (3 Punkte)
  • Eine Aufgabenstellung nennt Technik, Produkt, Funktion, Verwendungszweck, Maße und verbindliche Gestaltungsbedingungen
  • Sie lässt erkennen, welche Merkmale feststehen und wo eigene Entscheidungen möglich sind
  • Unklare Aufträge erschweren Planung und Bewertung
Beschreiben Sie Ablauf und fachliche Bedeutung von „Algorithmus eines Arbeitsprozesses“ (2 Punkte)
  • Ein Arbeitsalgorithmus ordnet vorbereitende, herstellende und abschließende Schritte in fachlich sinnvoller Reihenfolge
  • Abhängigkeiten werden sichtbar: Messen kommt vor Schneiden, Trocknen vor Weiterbearbeiten und Prüfen vor dem endgültigen Verbinden
Begründen Sie die fachliche Bedeutung von „Technikrelevante Modifikation“ (3 Punkte)
  • Der Grundablauf wird an Werkstück, Material, Werkzeug, Person und Ziel angepasst
  • Eine Änderung ist fachlich begründet, wenn sie Sicherheit, Ausführbarkeit oder Qualität erhält
  • Bloßes Weglassen schwieriger Schritte kann die Aufgabe unbrauchbar machen
Beschreiben Sie Planung und Dokumentation bei „Planungsreserve“ (2 Punkte)
  • Zeit, Material und Arbeitsschritte benötigen Reserven für Probestücke, Trocknung, Korrektur und unerwartete Schwierigkeiten
  • Eine realistische Planung unterscheidet aktive Arbeitszeit von Wartezeit und vermeidet, dass ein Prozess aus Zeitdruck unsicher beendet wird
Quellen

Lehrplan Berufsfachschule Ergotherapeut/Ergotherapeutin Sachsen, Seiten 101-107, 21.07.2026

FÄCHER(6).zip / HANDWERK/AB zum Werkbericht E56-57.docx, 21.07.2026

FÄCHER(6).zip / HANDWERK/AB zum Werkbericht E56-57.pdf, 21.07.2026

FÄCHER(6).zip / HANDWERK/Aufgabe Werkbericht_ E56_Gruppe_2.pdf, 21.07.2026

FÄCHER(6).zip / HANDWERK/Aufgabe Werkbericht_ E57.pdf, 21.07.2026

FÄCHER(6).zip / HANDWERK/Werkbericht Muster E56-57.pdf, 21.07.2026

Holz: Messen, Anreißen und Zuschnitt
Fragen und Antworten
Beschreiben Sie das fachgerechte Vorgehen bei „Bezugskante beim Anreißen“ (4 Punkte)
  • Maße werden von einer festgelegten geraden Bezugskante aus übertragen
  • Dadurch addieren sich Messfehler nicht von Kante zu Kante
  • Rechtwinklige Linien werden mit geeignetem Winkel angelegt
  • Bleistiftlinien bleiben fein und eindeutig
Definieren Sie den Begriff „Schnittzugabe“ (3 Punkte)
  • Die Schnittlinie berücksichtigt Breite und Lage des Sägeblatts sowie spätere Nachbearbeitung
  • Das Werkstück wird auf der Abfallseite getrennt, damit das Sollmaß erhalten bleibt
  • Vor dem Sägen werden Lage, Maß und Fixierung erneut geprüft
Beschreiben Sie das fachgerechte Vorgehen bei „Manuelles Sägen“ (3 Punkte)
  • Die Säge wird passend zu Material und Schnitt gewählt, zunächst mit kontrollierten kurzen Zügen angesetzt und anschließend gleichmäßig geführt
  • Druck ersetzt keine scharfe Säge
  • Das Werkstück wird so unterstützt, dass es weder klemmt noch am Ende ausbricht
Beurteilen Sie Qualität und Sicherheit bei „Qualitätskontrolle des Zuschnitts“ (3 Punkte)
  • Kontrolliert werden Maß, Winkel, Geradheit, Ausriss und eindeutige Zuordnung der Teile
  • Kleine Abweichungen können durch planmäßiges Nacharbeiten korrigiert werden
  • Ungeprüfte Fehler wandern sonst in Verbindung und Gesamtform weiter
Quellen

Lehrplan Berufsfachschule Ergotherapeut/Ergotherapeutin Sachsen, Seiten 103-104, 21.07.2026

Technische Skizze und Maßangaben
Fragen und Antworten
Erläutern Sie die technische Darstellung bei „Funktion der technischen Skizze“ (3 Punkte)
  • Die Skizze übersetzt eine Idee in prüfbare Form
  • Sie zeigt Gesamtwerkstück oder Einzelteile, Proportionen, Maße, Materialstärken, Stückzahlen und gegebenenfalls Muster
  • Nicht zeichnerisch darstellbare Gestaltung wird ergänzend beschrieben
Erläutern Sie die technische Darstellung bei „Bemaßung“ (4 Punkte)
  • Maße werden eindeutig, vollständig und ohne widersprüchliche Doppelangaben eingetragen
  • Bezugskanten und Materialstärken müssen erkennbar sein
  • Die Maßangabe steuert Herstellung und Kontrolle
  • Eine schöne Zeichnung ohne nutzbare Maße erfüllt diese Funktion nicht
Erläutern Sie die technische Darstellung bei „Maßstab und Ansichten“ (3 Punkte)
  • Der Maßstab setzt Zeichnungsmaß und Wirklichkeitsmaß in Beziehung
  • Bei komplexen Werkstücken ergänzen Vorder-, Seiten- und Draufsicht einander
  • Eine Detailansicht ist sinnvoll, wenn Verbindung, Kante oder Muster in der Gesamtansicht nicht eindeutig lesbar ist
Begründen Sie die fachliche Auswahl und Anpassung bei „Skizzenanpassung an den Klienten“ (2 Punkte)
  • Vorlagen können vergrößert, kontrastreicher, schrittweise oder mit taktilen Markierungen angeboten werden
  • Die Anpassung soll das eigenständige Erfassen erleichtern, ohne die technisch entscheidenden Informationen oder die Möglichkeit eigener Planung zu entfernen
Quellen

Lehrplan Berufsfachschule Ergotherapeut/Ergotherapeutin Sachsen, Seiten 101-107, 21.07.2026

FÄCHER(6).zip / HANDWERK/AB zum Werkbericht E56-57.docx, 21.07.2026

FÄCHER(6).zip / HANDWERK/AB zum Werkbericht E56-57.pdf, 21.07.2026

FÄCHER(6).zip / HANDWERK/Aufgabe Werkbericht_ E56_Gruppe_2.pdf, 21.07.2026

FÄCHER(6).zip / HANDWERK/Aufgabe Werkbericht_ E57.pdf, 21.07.2026

FÄCHER(6).zip / HANDWERK/Werkbericht Muster E56-57.pdf, 21.07.2026

Holz: Form- und Oberflächenbearbeitung
Fragen und Antworten
Beschreiben Sie das fachgerechte Vorgehen bei „Raspeln und Feilen“ (4 Punkte)
  • Raspeln tragen Holz grob ab, Feilen verfeinern Form und Kante
  • Das Werkzeug wird mit Griff benutzt und überwiegend im wirksamen Vorhub geführt
  • Bearbeitungsrichtung und Auflage verhindern Ausbrechen
  • Maße werden währenddessen wiederholt kontrolliert
Beschreiben Sie das fachgerechte Vorgehen bei „Hobeln und Stemmen“ (3 Punkte)
  • Hobeln erzeugt ebene Flächen entlang der Faser, Stemmen entfernt Material gezielt aus Vertiefungen oder Verbindungen
  • Scharfe Schneiden, sichere Werkstückspannung und kontrollierte Körperrichtung sind entscheidend
  • Die freie Hand bleibt außerhalb der Schneidbahn
Erklären Sie Wirkzusammenhänge bei „Schleiffolge“ (4 Punkte)
  • Geschliffen wird von gröberer zu feinerer Körnung, ohne notwendige Zwischenschritte zu überspringen
  • Jede Stufe entfernt Spuren der vorherigen
  • Kanten werden bewusst erhalten oder gebrochen
  • Zu starker punktueller Druck erzeugt Mulden und ungleichmäßige Flächen
Definieren Sie den Begriff „Oberflächenprüfung“ (3 Punkte)
  • Streiflicht und vorsichtiges Tasten zeigen Riefen, Faserausrisse und Übergänge
  • Vor einer Beschichtung wird Staub entfernt
  • Eine glatte Oberfläche ist nicht immer das Ziel: Griffigkeit, Tastqualität und Funktion können eine bewusst strukturierte Oberfläche verlangen
Quellen

Lehrplan Berufsfachschule Ergotherapeut/Ergotherapeutin Sachsen, Seiten 103-104, 21.07.2026

Material, Werkzeug und Hilfsmittel
Fragen und Antworten
Nennen Sie die fachlich erforderlichen Bestandteile bei „Material, Werkzeug und Hilfsmittel im Vergleich“ (3 Punkte)
  • Material wird im Werkstück verarbeitet, Werkzeug verändert Material durch geführte Tätigkeit, Hilfsmittel unterstützt Ausführung oder Positionierung
  • Eine Spannvorrichtung ist Hilfsmittel, eine Säge Werkzeug und das Holz Material
  • Die Unterscheidung klärt Bedarf und Gefahren
Beschreiben Sie die fachgerechte Ermittlung bei „Materialbedarf“ (3 Punkte)
  • Der Bedarf wird aus Stückzahl, Maßen, Materialstärke, Verschnitt und Probestücken berechnet
  • Farbe, Qualität und Laufrichtung können ebenso entscheidend sein wie Menge
  • Die Aufstellung muss eine Beschaffung und spätere Kostenkontrolle ermöglichen
Nennen Sie die fachlich erforderlichen Bestandteile bei „Werkzeugbedarf“ (3 Punkte)
  • Werkzeuge werden logisch nach Hauptwerkzeug, zusammengehörigen Arbeitsschritten oder zeitlicher Verwendung geordnet
  • Menge und Größe gehören dazu
  • Doppelungen, fehlende Schutzmittel und unnötig bereitgelegte Werkzeuge erhöhen Unordnung und Fehlerrisiko
Vergleichen Sie die fachlichen Auswahlkriterien bei „Beschaffung und Preisvergleich“ (2 Punkte)
  • Verglichen werden nicht nur Einzelpreise, sondern geeignete Qualität, Verpackungsgröße, Lieferzeit, Verbrauch und Restnutzung
  • Die günstigste Packung ist unwirtschaftlich, wenn das Material ungeeignet ist oder ein großer nicht nutzbarer Überschuss entsteht
Quellen

Lehrplan Berufsfachschule Ergotherapeut/Ergotherapeutin Sachsen, Seiten 101-107, 21.07.2026

FÄCHER(6).zip / HANDWERK/AB zum Werkbericht E56-57.docx, 21.07.2026

FÄCHER(6).zip / HANDWERK/AB zum Werkbericht E56-57.pdf, 21.07.2026

FÄCHER(6).zip / HANDWERK/Aufgabe Werkbericht_ E56_Gruppe_2.pdf, 21.07.2026

FÄCHER(6).zip / HANDWERK/Aufgabe Werkbericht_ E57.pdf, 21.07.2026

FÄCHER(6).zip / HANDWERK/Werkbericht Muster E56-57.pdf, 21.07.2026

Holz: Verbindungstechniken
Fragen und Antworten
Beschreiben Sie das fachgerechte Vorgehen bei „Verbindungen mit Hilfsmitteln“ (3 Punkte)
  • Nägel, Schrauben, Dübel und Leim übertragen Kräfte auf unterschiedliche Weise
  • Vorbohren, passende Länge und ausreichender Randabstand verhindern Spalten
  • Eine Verbindung wird nach Belastungsrichtung, Lösbarkeit, Werkzeuganforderung und Gestaltung gewählt
Definieren Sie den Begriff „Holzverbindungen“ (3 Punkte)
  • Überblattung, Zapfen oder Gehrung formen die Verbindung aus dem Werkstoff selbst
  • Genaues Anreißen und kontrollierter Materialabtrag bestimmen Passung und Stabilität
  • Zu enge Verbindungen können spalten, zu weite verlieren Führung und Klebefläche
Definieren Sie den Begriff „Leimfuge“ (3 Punkte)
  • Leimflächen müssen passen, sauber und für den Klebstoff geeignet sein
  • Leim wird gleichmäßig und nicht übermäßig aufgetragen, Teile werden ausgerichtet und bis zur ausreichenden Festigkeit fixiert
  • Herausquellender Leim wird passend zum Oberflächenplan entfernt
Definieren Sie den Begriff „Verbindungsprüfung“ (3 Punkte)
  • Geprüft werden Winkel, bündige Flächen, Beweglichkeit, Belastbarkeit und sichtbare Schäden
  • Eine Verbindung gilt nicht allein deshalb als gelungen, weil sie hält
  • Sie muss zur vorgesehenen Funktion passen und darf keine scharfen Kanten oder lockeren Teile erzeugen
Quellen

Lehrplan Berufsfachschule Ergotherapeut/Ergotherapeutin Sachsen, Seiten 103-104, 21.07.2026

Ergonomische Arbeitsplatzgestaltung
Fragen und Antworten
Begründen Sie die fachlichen Anforderungen bei „Ergonomische Sollbedingungen“ (3 Punkte)
  • Arbeitsfläche, Sitz, Licht, Bewegungsraum und Anordnung werden an Aufgabe und Person angepasst
  • Ziel ist eine stabile, wechselbare Haltung mit guter Sicht und erreichbaren Materialien
  • Sollbedingungen beschreiben die günstige Gestaltung, nicht bloß den vorgefundenen Zustand
Begründen Sie die fachlichen Anforderungen bei „Arbeits- und Sitzhöhe“ (4 Punkte)
  • Die Höhe richtet sich nach Tätigkeit, Körpermaßen und benötigter Kraft
  • Feinarbeit verlangt gute Sicht und Armauflage
  • Kraftvolle Arbeit braucht Raum für Körpergewicht und sichere Führung
  • Höhenverstellung oder Unterlagen ermöglichen Anpassung ohne dauerhaftes Hochziehen der Schultern
Begründen Sie die fachlichen Anforderungen bei „Licht und Händigkeit“ (2 Punkte)
  • Licht soll Arbeitsbereich und Gefahrenstellen gleichmäßig erkennbar machen, ohne Blendung oder harte Schatten
  • Bei rechtshändiger Arbeit kommt gerichtetes Licht häufig von links, bei linkshändiger von rechts, damit die Arbeitshand den relevanten Bereich nicht abschattet
Begründen Sie die fachlichen Anforderungen bei „Greifraum und Ordnung“ (3 Punkte)
  • Häufig benötigte Gegenstände liegen im günstigen Greifraum, scharfe oder heiße Werkzeuge erhalten feste sichere Plätze
  • Materialfluss und Abfallweg werden vor Beginn geplant
  • Eine übersichtliche Anordnung senkt Suchbewegungen und unterstützt selbstständige Schrittfolgen
Quellen

Lehrplan Berufsfachschule Ergotherapeut/Ergotherapeutin Sachsen, Seiten 101-107, 21.07.2026

FÄCHER(6).zip / HANDWERK/AB zum Werkbericht E56-57.docx, 21.07.2026

FÄCHER(6).zip / HANDWERK/AB zum Werkbericht E56-57.pdf, 21.07.2026

FÄCHER(6).zip / HANDWERK/Aufgabe Werkbericht_ E56_Gruppe_2.pdf, 21.07.2026

FÄCHER(6).zip / HANDWERK/Aufgabe Werkbericht_ E57.pdf, 21.07.2026

FÄCHER(6).zip / HANDWERK/Werkbericht Muster E56-57.pdf, 21.07.2026

Holz: Oberflächenbehandlung
Fragen und Antworten
Nennen Sie die zentralen Aspekte von „Ziele der Oberflächenbehandlung“ (2 Punkte)
  • Oberflächenmittel können schützen, reinigen erleichtern, Farbe verändern oder Holzstruktur hervorheben
  • Die Auswahl richtet sich nach Nutzung, Berührung, Feuchtigkeit, gewünschter Reparierbarkeit und Verträglichkeit mit Leim sowie vorherigen Schichten
Unterscheiden Sie „Wachs, Öl, Lasur und Lack im Vergleich“ anhand fachlicher Kriterien (3 Punkte)
  • Wachs und Öl betonen häufig die Holzoberfläche und bleiben eher nachpflegbar
  • Lasuren färben durchscheinend, Lacke bilden eine stärker geschlossene Schicht
  • Das konkrete Produkt und seine Angaben entscheiden über Auftrag, Trocknung und sichere Nutzung
Beschreiben Sie Planung und Dokumentation bei „Vorbereitung und Probe“ (3 Punkte)
  • Die Fläche wird fertig geschliffen, entstaubt und an einem Reststück erprobt
  • Holzart und Vorschliff beeinflussen Farbe und Saugverhalten
  • Proben verhindern, dass eine technisch fertige Arbeit durch unerwartete Flecken, Aufrauung oder Unverträglichkeit beschädigt wird
Beschreiben Sie das fachgerechte Vorgehen bei „Auftrag und Trocknung“ (4 Punkte)
  • Dünne gleichmäßige Schichten werden in geeigneter Umgebung aufgetragen
  • Werkstück, Pinsel und Lappen werden sicher abgelegt
  • Belüftung und Herstellerhinweise gelten
  • Erst nach ausreichender Trocknung wird geschliffen, montiert, benutzt oder eine weitere Schicht aufgebracht
Quellen

Lehrplan Berufsfachschule Ergotherapeut/Ergotherapeutin Sachsen, Seiten 103-104, 21.07.2026

Arbeits- und Unfallschutz
Fragen und Antworten
Nennen Sie die fachlich erforderlichen Bestandteile bei „Gefährdung aus Werkzeug und Maschine“ (3 Punkte)
  • Für jedes Werkzeug werden mögliche Verletzung, Ursache und Schutzmaßnahme benannt
  • Schneiden, Quetschen, Einziehen, Hitze, Strom oder wegfliegende Teile verlangen jeweils andere Regeln
  • Schutzvorrichtungen werden nicht entfernt und Maschinen nur nach Einweisung genutzt
Nennen Sie die fachlich erforderlichen Bestandteile bei „Gefährdung aus Material“ (3 Punkte)
  • Material kann scharfkantig, splitternd, staubend, reizend, heiß oder rutschig sein
  • Eigenschaften, Verarbeitung und Entsorgung werden gemeinsam betrachtet
  • Auch Wasser, Farbe oder Klebstoff auf dem Boden kann eine unmittelbare Gefährdung erzeugen
Begründen Sie die fachlichen Anforderungen bei „Allgemeine Schutzregeln“ (3 Punkte)
  • Geeignete Kleidung, gebundene Haare, freie Verkehrswege, saubere Arbeitsflächen und funktionsfähige Werkzeuge bilden die Grundlage
  • Schutzbrille, Gehörschutz oder Handschutz werden nach tatsächlicher Gefährdung gewählt
  • Handschuhe sind an rotierenden Maschinen nicht automatisch sicher
Beurteilen Sie Qualität und Sicherheit bei „Therapeutische Sicherheitsgrenze“ (3 Punkte)
  • Eine Anpassung darf die Schutzfunktion nicht vermindern
  • Kann ein Klient Gefahr, Werkzeug oder Schrittfolge trotz Anleitung nicht sicher kontrollieren, wird Aufgabe, Werkzeug oder Unterstützungsgrad verändert
  • Beobachtung und Eingreifen bleiben während des Prozesses gewährleistet
Quellen

Lehrplan Berufsfachschule Ergotherapeut/Ergotherapeutin Sachsen, Seiten 101-107, 21.07.2026

FÄCHER(6).zip / HANDWERK/AB zum Werkbericht E56-57.docx, 21.07.2026

FÄCHER(6).zip / HANDWERK/AB zum Werkbericht E56-57.pdf, 21.07.2026

FÄCHER(6).zip / HANDWERK/Aufgabe Werkbericht_ E56_Gruppe_2.pdf, 21.07.2026

FÄCHER(6).zip / HANDWERK/Aufgabe Werkbericht_ E57.pdf, 21.07.2026

FÄCHER(6).zip / HANDWERK/Werkbericht Muster E56-57.pdf, 21.07.2026

Holz: Therapierelevanz und Adaptionen
Fragen und Antworten
Nennen Sie die zentralen Anforderungen bei „Motorische Anforderungen der Holzbearbeitung“ (3 Punkte)
  • Holzarbeit verbindet Halten, beidhändige Koordination, Kraftdosierung, Gelenkstabilität und wiederholte Bewegungen
  • Anforderungen wechseln deutlich zwischen Messen, Sägen, Schleifen und Montieren
  • Dadurch lässt sich Belastung differenziert auswählen und beobachten
Nennen Sie die zentralen Anforderungen bei „Kognitive und arbeitsstrukturelle Anforderungen“ (3 Punkte)
  • Plan, Maß, Reihenfolge und Qualitätskontrolle fordern Aufmerksamkeit, räumliches Denken, Fehlerkorrektur und Ausdauer
  • Das dauerhafte Werkstück macht Fortschritt sichtbar, kann aber Perfektionsdruck auslösen
  • Teilziele und Probestücke reduzieren unnötige Überforderung
Begründen Sie die fachliche Auswahl und Anpassung bei „Adaptionen“ (2 Punkte)
  • Möglich sind vorgezeichnete Linien, Anschläge, größere Griffe, Werkstückfixierung, leichtere Materialien, kurze Arbeitsintervalle und vorbereitete Teilstücke
  • Anpassungen sollen die Zielanforderung erhalten: Eine Spannhilfe kann Haltekraft entlasten, während genaue Führung weiter geübt wird
Beurteilen Sie Kontraindikationen und Grenzen bei „Holz: Therapierelevanz und Adaptionen“ (2 Punkte)
  • Akute Verletzungsgefahr, unzureichende Gefahreneinsicht, starke Staub- oder Stoffempfindlichkeit und nicht steuerbare Belastung können Technik oder Umgebung ausschließen
  • Dann werden ungefährlichere Werkzeuge, andere Materialien oder vorbereitende Aufgaben gewählt
Quellen

Lehrplan Berufsfachschule Ergotherapeut/Ergotherapeutin Sachsen, Seiten 103-104, 21.07.2026

Technik- und Anforderungsanalyse
Fragen und Antworten
Definieren Sie den Begriff „Technikanalyse“ (2 Punkte)
  • Die Technikanalyse beschreibt Materialeigenschaften, Werkzeuge, Arbeitsschritte, Qualitätskriterien, Gefahren und typische Fehler einer Werktechnik
  • Sie beantwortet, was die Technik objektiv verlangt, bevor individuelle Fähigkeiten oder Diagnosen einbezogen werden
Nennen Sie die zentralen Anforderungen bei „Anforderungsbereiche“ (2 Punkte)
  • Erfasst werden motorische, sensorische, perzeptive, kognitive, psychische, soziale, arbeitsstrukturelle und lebenspraktische Anforderungen
  • Entscheidend ist die konkrete Ausprägung: Kraft allein reicht nicht, wenn Griffwechsel, Dosierung und beidhändige Koordination gefordert sind
Nennen Sie die zentralen Aspekte von „Abgleich mit Befund und Ziel“ (3 Punkte)
  • Die Anforderungen werden mit Ressourcen, Einschränkungen, Interessen und Ziel der Person verglichen
  • Daraus folgen Auswahl, Anpassung und Unterstützungsgrad
  • Eine Technik ist nicht aufgrund einer Diagnose geeignet, sondern wegen der Passung zwischen Aufgabe, Person und Kontext
Beschreiben Sie Ablauf und fachliche Bedeutung von „Beobachtungskriterien im Prozess“ (2 Punkte)
  • Vorab werden sichtbare Kriterien festgelegt, etwa Beginn ohne Aufforderung, Einhaltung der Reihenfolge, Kraftdosierung, Fehlerkorrektur, Pausenbedarf oder Umgang mit Material
  • Beobachtung wird dadurch nachvollziehbarer und kann in Befund, Zielprüfung und Dokumentation einfließen
Quellen

Lehrplan Berufsfachschule Ergotherapeut/Ergotherapeutin Sachsen, Seiten 101-107, 21.07.2026

Ton: Materialkunde und Vorbereitung
Fragen und Antworten
Erklären Sie die materialbezogenen Merkmale von „Ton als Werkstoff“ (3 Punkte)
  • Ton ist im feuchten Zustand plastisch formbar, verändert beim Trocknen sein Volumen und wird durch Brand dauerhaft keramisch
  • Feuchte, Schamotteanteil und Wandstärke beeinflussen Bearbeitung, Stabilität und Trocknung
  • Tonreste werden sortenrein gehalten
Beschreiben Sie das fachgerechte Vorgehen bei „Einsumpfen, Schlagen und Kneten“ (4 Punkte)
  • Aufbereitung verteilt Feuchtigkeit und macht die Masse gleichmäßiger
  • Kneten soll Lufttaschen und harte Bereiche vermindern, ohne den Ton auszutrocknen
  • Die Arbeitsweise wird an Menge und Konsistenz angepasst
  • Zu starkes punktuelles Schlagen belastet Hände und Unterlage
Definieren Sie den Begriff „Schlicker“ (4 Punkte)
  • Schlicker ist eine fließfähige Ton-Wasser-Mischung
  • Er dient je nach Konsistenz zum Verbinden, Gießen oder Gestalten
  • Bei Verbindungen werden Kontaktflächen meist aufgeraut und passend befeuchtet
  • Bloßes Aufstreichen auf glatte Flächen ergibt keine verlässliche Fuge
Nennen Sie die fachlich erforderlichen Bestandteile bei „Materiallagerung“ (3 Punkte)
  • Ton wird luftdicht und nach Sorte getrennt gelagert
  • Arbeitsstücke trocknen kontrolliert und gleichmäßig, häufig zunächst abgedeckt
  • Gipsreste, Fremdmaterial und bereits gebrannter Ton dürfen nicht unkontrolliert in die wiederverwendbare Tonmasse gelangen
Quellen

Lehrplan Berufsfachschule Ergotherapeut/Ergotherapeutin Sachsen, Seite 104, 21.07.2026

Werkbericht und Prozessreflexion
Fragen und Antworten
Beschreiben Sie Planung und Dokumentation bei „Aufbau des Werkberichts“ (3 Punkte)
  • Der Werkbericht gliedert sich in Arbeitsvorhaben, Skizze, Materialbedarf, Arbeitsplatz, Ergonomie, Schutzmaßnahmen und chronologischen Arbeitsablauf
  • Tabellen schaffen Übersicht
  • Eine fachkundige Person soll den Prozess sicher und in vergleichbarer Qualität nachvollziehen können
Begründen Sie die fachlichen Anforderungen bei „Technikrelevante Begründung“ (3 Punkte)
  • Zu jedem Arbeitsschritt wird beschrieben, wodurch Genauigkeit, Stabilität, Oberfläche oder Sicherheit entstehen. „Schneiden“ genügt nicht
  • Schnittführung, Bezugskante und Qualitätskontrolle müssen erkennbar sein
  • Begründungen zeigen technisches Verständnis statt bloßer Erinnerung
Beschreiben Sie Planung und Dokumentation bei „Zeitdokumentation“ (3 Punkte)
  • Die Dauer wird pro Schritt in Minuten und abschließend als Gesamtarbeitszeit dokumentiert
  • Warte- und Trocknungszeiten werden getrennt kenntlich gemacht
  • Der Vergleich von Planung und tatsächlichem Verlauf unterstützt realistische Dosierung und spätere Anpassung
Beschreiben Sie Ablauf und fachliche Bedeutung von „Prozessreflexion“ (2 Punkte)
  • Reflektiert werden Gelungenes, Fehlerursachen, Korrekturen, Belastung, Unterstützung und mögliche nächste Schritte
  • Eine gute Reflexion bewertet nicht nur das Produkt, sondern verbindet Wahrnehmung und Handlung mit technischen sowie therapeutischen Konsequenzen
Quellen

Lehrplan Berufsfachschule Ergotherapeut/Ergotherapeutin Sachsen, Seiten 101-107, 21.07.2026

FÄCHER(6).zip / HANDWERK/AB zum Werkbericht E56-57.docx, 21.07.2026

FÄCHER(6).zip / HANDWERK/AB zum Werkbericht E56-57.pdf, 21.07.2026

FÄCHER(6).zip / HANDWERK/Aufgabe Werkbericht_ E56_Gruppe_2.pdf, 21.07.2026

FÄCHER(6).zip / HANDWERK/Aufgabe Werkbericht_ E57.pdf, 21.07.2026

FÄCHER(6).zip / HANDWERK/Werkbericht Muster E56-57.pdf, 21.07.2026

Ton: Sicherheit und Arbeitsplatz
Fragen und Antworten
Beurteilen Sie Qualität und Sicherheit bei „Gefahren im Tonraum“ (3 Punkte)
  • Schneiddraht, Modellierwerkzeuge, schwere Tonmengen, elektrische Geräte und Brennofen erfordern klare Regeln
  • Trockener Tonstaub soll nicht aufgewirbelt werden
  • Der Brennofen wird ausschließlich von eingewiesenen Personen beladen, betrieben und geöffnet
Beschreiben Sie das fachgerechte Vorgehen bei „Feuchte Reinigung“ (4 Punkte)
  • Arbeitsflächen und Werkzeuge werden feucht gereinigt
  • Trockenes Kehren und Ausblasen verteilt feinen Staub
  • Tonreste werden gesammelt und Abflüsse vor Ablagerungen geschützt
  • Ein geordneter Nassbereich vermindert Rutsch- und Verschmutzungsgefahr
Beschreiben Sie das fachgerechte Vorgehen bei „Ergonomie bei Tonarbeit“ (3 Punkte)
  • Arbeitshöhe und Sitz werden an Technik und Kraftbedarf angepasst
  • Große Werkstücke benötigen drehbare oder gut erreichbare Unterlagen
  • Häufige Druck- und Knetbewegungen werden durch Mengenbegrenzung, Werkzeugwechsel, Pausen und Nutzung des Körpergewichts dosiert
Nennen Sie die fachlich erforderlichen Bestandteile bei „Haut und Materialkontakt“ (4 Punkte)
  • Längerer Kontakt mit Wasser und Ton kann die Haut beanspruchen
  • Hände werden schonend gereinigt und gepflegt
  • Offene Hautstellen werden geschützt
  • Glasuren und Zusatzstoffe werden nicht wie harmlose Erde behandelt, sondern nach Kennzeichnung und Arbeitsanweisung verwendet
Quellen

Lehrplan Berufsfachschule Ergotherapeut/Ergotherapeutin Sachsen, Seite 104, 21.07.2026

Ton: Grundtechniken des Aufbauens
Fragen und Antworten
Definieren Sie den Begriff „Daumenschale“ (4 Punkte)
  • Eine Tonkugel wird durch gleichmäßiges Drücken zwischen Daumen und Fingern zu einer Schale geöffnet
  • Wandstärke und Rand werden fortlaufend kontrolliert
  • Zu punktueller Druck erzeugt dünne Stellen
  • Langsames Drehen des Werkstücks unterstützt eine gleichmäßige Form
Definieren Sie den Begriff „Plattentechnik“ (3 Punkte)
  • Tonplatten werden gleichmäßig ausgerollt, nach Schablone zugeschnitten und in geeignetem Feuchtezustand verbunden
  • Zu weiche Platten verformen sich, zu trockene reißen an der Fuge
  • Stützen und kontrollierte Trocknung sichern geometrische Formen
Definieren Sie den Begriff „Wulsttechnik“ (3 Punkte)
  • Gleichmäßige Tonwülste werden ring- oder linienförmig aufgesetzt und miteinander verbunden
  • Verlauf, Wandstärke und Innenfläche werden regelmäßig geprüft
  • Die Technik erlaubt schrittweisen Aufbau und sichtbaren Rhythmus, verlangt jedoch Ausdauer und sorgfältige Fugenarbeit
Beschreiben Sie das fachgerechte Vorgehen bei „Additive Aufbautechnik“ (3 Punkte)
  • Einzelne Tonformen werden hinzugefügt, verbunden und gestalterisch integriert
  • Kontaktflächen müssen tragfähig vorbereitet sein
  • Große oder schwere Anbauten werden gestützt und im Feuchtegrad an den Grundkörper angepasst, damit Spannungen und Ablösungen vermindert werden
Quellen

Lehrplan Berufsfachschule Ergotherapeut/Ergotherapeutin Sachsen, Seite 104, 21.07.2026

Ton: Hohlformen, Drehen und plastisches Gestalten
Fragen und Antworten
Definieren Sie den Begriff „Hohlkörper“ (3 Punkte)
  • Hohlformen müssen eine möglichst gleichmäßige Wandstärke und eine Öffnung für eingeschlossene Luft besitzen
  • Massive Bereiche trocknen anders als dünne und können beim Brand problematisch werden
  • Zwei lederharte Halbschalen lassen sich zu einem Hohlkörper verbinden
Beschreiben Sie das fachgerechte Vorgehen bei „Henkel, Tülle und Deckel“ (3 Punkte)
  • Funktionsteile werden nach Nutzung geplant: Griffraum, Schwerpunkt, Gießrichtung und Passung müssen stimmen
  • Tonzustand von Grundkörper und Anbauteil soll ähnlich sein
  • Übergänge werden technisch verbunden und anschließend auf scharfe oder schwache Stellen geprüft
Beschreiben Sie das fachgerechte Vorgehen bei „Drehen auf der Töpferscheibe“ (3 Punkte)
  • Zentrieren, Öffnen, Hochziehen und Formen bauen aufeinander auf
  • Die Technik verlangt beidhändige Kraftdosierung, Körperstabilität, taktile Rückmeldung und schnelle Anpassung an Feuchte
  • Kleine Tonmengen und kurze Sequenzen erleichtern den Einstieg
Beschreiben Sie das fachgerechte Vorgehen bei „Plastik und Relief“ (3 Punkte)
  • Plastiken werden räumlich von mehreren Seiten entwickelt, Reliefs verbinden Fläche und Tiefe
  • Tragende Struktur, Materialstärke und Trocknung bleiben auch bei freier Gestaltung verbindlich
  • Werkzeuge können Spuren glätten oder bewusst als Ausdrucksmittel sichtbar lassen
Quellen

Lehrplan Berufsfachschule Ergotherapeut/Ergotherapeutin Sachsen, Seite 104, 21.07.2026

Ton: Oberfläche, Trocknung und Brand
Fragen und Antworten
Definieren Sie den Begriff „Oberflächengestaltung“ (3 Punkte)
  • Strukturen, Ritzungen, Auflagen und Glättung verändern Licht, Tastqualität und Ausdruck
  • Bearbeitung erfolgt im geeigneten Feuchtezustand
  • Zu tiefe Ritzungen schwächen die Wand, nachträglich aufgesetzte Teile benötigen eine tragfähige Verbindung
Definieren Sie den Begriff „Trocknung“ (3 Punkte)
  • Ton trocknet von außen nach innen und schwindet
  • Gleichmäßige Wandstärken, langsame kontrollierte Trocknung und Schutz vor Zugluft vermindern Risse und Verzug
  • Das Werkstück wird erst weitergegeben oder gebrannt, wenn es vollständig durchgetrocknet ist
Beschreiben Sie das fachgerechte Vorgehen bei „Schrüh- und Glasurbrand“ (4 Punkte)
  • Der Schrühbrand macht das Werkstück fest und saugfähig für weitere Oberflächenbehandlung
  • Nach Auftrag einer geeigneten Glasur folgt der Glasurbrand
  • Temperaturbereich, Tonmasse und Glasur müssen zusammenpassen
  • Die Ofensteuerung bleibt eingewiesenem Personal vorbehalten
Definieren Sie den Begriff „Glasurauftrag“ (4 Punkte)
  • Glasur wird nach Vorgabe gleichmäßig auf staubfreie Schrühware aufgetragen
  • Standflächen bleiben frei, damit das Werkstück nicht an der Ofenplatte anschmilzt
  • Farbe vor dem Brand entspricht nicht zuverlässig dem späteren Ergebnis
  • Proben und Kennzeichnung sind wichtig
Quellen

Lehrplan Berufsfachschule Ergotherapeut/Ergotherapeutin Sachsen, Seite 104, 21.07.2026

Ton: Therapierelevanz und Adaptionen
Fragen und Antworten
Begründen Sie die fachliche Bedeutung von „Sensorische Qualität von Ton“ (3 Punkte)
  • Feuchter Ton bietet deutliche taktile und propriozeptive Rückmeldung und reagiert unmittelbar auf Druck
  • Das kann Körperwahrnehmung und Dosierung unterstützen, aber auch Abwehr oder Ekel auslösen
  • Materialkontakt wird deshalb angekündigt, erprobt und nicht erzwungen
Begründen Sie die fachliche Bedeutung von „Gestalterischer und emotionaler Ausdruck“ (3 Punkte)
  • Ton erlaubt Aufbau, Veränderung und erneutes Zusammenfügen
  • Spuren bleiben sichtbar und können kontrolliert geglättet werden
  • Diese direkte Formbarkeit unterstützt Ausdruck und Selbstwirksamkeit, verlangt jedoch einen sicheren Rahmen für Frustration und Zerstörungsimpulse
Begründen Sie „Adaptionen“ bei „Ton: Therapierelevanz und Adaptionen“ (2 Punkte)
  • Weicherer Ton, kleinere Mengen, rutschfeste Unterlagen, Drehplatten, Griffverdickungen, Schablonen und vorbereitete Platten reduzieren einzelne Anforderungen
  • Trockenzeiten und mehrteilige Prozesse werden sichtbar geplant, damit Unterbrechungen nicht als unerklärlicher Verlust erlebt werden
Beurteilen Sie Kontraindikationen und Grenzen bei „Ton: Therapierelevanz und Adaptionen“ (2 Punkte)
  • Offene Hautschäden, nicht beherrschbarer Materialkontakt, erhebliche Staubgefährdung oder unsichere Werkzeugnutzung können Tonarbeit einschränken
  • Bei starkem Kraft- oder Schmerzproblem werden Knetmenge und Technik verändert statt Belastung als notwendige Wirkung zu deuten
Quellen

Lehrplan Berufsfachschule Ergotherapeut/Ergotherapeutin Sachsen, Seite 104, 21.07.2026

Peddigrohr: Material, Werkzeuge und Sicherheit
Fragen und Antworten
Erklären Sie die materialbezogenen Merkmale von „Staken und Flechtfäden“ (4 Punkte)
  • Staken bilden das tragende Gerüst, Flechtfäden verbinden sie zur Fläche
  • Durchmesser und Biegsamkeit werden auf Boden, Wand und Rand abgestimmt
  • Gleichmäßiges Material erleichtert Rhythmus und Formkontrolle
  • Beschädigte Rohre werden aussortiert
Beschreiben Sie das fachgerechte Vorgehen bei „Wässern des Peddigrohrs“ (4 Punkte)
  • Wässern macht das Rohr biegsam und vermindert Bruch
  • Dauer und Nachfeuchten richten sich nach Durchmesser und Zustand
  • Überweichtes Material verliert Festigkeit und kann aufrauen
  • Nicht benötigte Enden bleiben möglichst trocken, damit sie kontrollierbar sind
Nennen Sie die fachlich erforderlichen Bestandteile bei „Werkzeuge und Arbeitsplatz“ (3 Punkte)
  • Schere, Messer, Ahle, Maßmittel, Wassergefäß und Haltevorrichtung erhalten feste Plätze
  • Feuchte Materialien und Wasser dürfen keine Rutschfläche bilden
  • Spitzen werden geschützt abgelegt und das Werkstück so positioniert, dass die Staken nicht in Gesicht oder Verkehrsweg ragen
Erklären Sie Wirkzusammenhänge bei „Handschutz und Hautbelastung“ (3 Punkte)
  • Flechtarbeit beansprucht Fingerkuppen und Haut durch Reibung, Feuchte und wiederholten Zug
  • Materialenden werden geglättet, Zugkraft dosiert und Pausen eingeplant
  • Schutzpflaster oder geeignete Fingerhilfen dürfen Tastkontrolle und sichere Führung nicht unbemerkt verschlechtern
Quellen

Lehrplan Berufsfachschule Ergotherapeut/Ergotherapeutin Sachsen, Seiten 101-107, 21.07.2026

FÄCHER(6).zip / HANDWERK/Berechnung Randabschluss_Mitschrift_Jamiro .pdf, 21.07.2026

FÄCHER(6).zip / HANDWERK/Maßangaben für diverse Randabschlüsse.pdf, 21.07.2026

FÄCHER(6).zip / HANDWERK/geflochtener_Boden_rund_mit_Aufstaken.pdf, 21.07.2026

FÄCHER(6).zip / HANDWERK/geflochtener_Boden_oval.pdf, 21.07.2026

FÄCHER(6).zip / HANDWERK/überdecktes_Füßchen_obere Bodenverschlingung.pdf, 21.07.2026

FÄCHER(6).zip / HANDWERK/Schichten= Einergeflecht mit zwei FF.pdf, 21.07.2026

FÄCHER(6).zip / HANDWERK/Anleitung_Bild_Text_Zopfrand.pdf, 21.07.2026

Peddigrohr: Stakenanzahl und Materialberechnung
Fragen und Antworten
Beschreiben Sie das fachgerechte Vorgehen bei „Stakenanzahl beim runden Boden“ (3 Punkte)
  • Der Umfang wird aus Durchmesser mal Kreiszahl angenähert und durch den gewünschten Stakenabstand geteilt
  • Das Ergebnis wird auf eine für Bodenaufbau und Flechtart geeignete Zahl angepasst
  • Rechenwert und konstruktive Entscheidung werden getrennt dokumentiert
Definieren Sie den Begriff „Stakenlänge“ (4 Punkte)
  • Die Länge enthält Bodeneinschub, Wandhöhe, Randzugabe und Sicherheitsreserve
  • Eine allgemeine Faustregel kann nur grob orientieren
  • Bodenart, Korbform und Randabschluss bestimmen die tatsächliche Länge
  • Ein Probestück schützt vor systematischem Materialmangel
Definieren Sie den Begriff „Randzugabe“ (3 Punkte)
  • Die benötigte Reserve steigt mit Zahl und Weg der Umschlingungen
  • Maßtabellen nennen für konkrete Ränder typische Zugaben, etwa für Basisrand, Zuschlag oder Zopfrand
  • Die Werte werden nicht blind übertragen, sondern mit Stakenabstand, Durchmesser und Materialprobe abgeglichen
Nennen Sie die fachlich erforderlichen Bestandteile bei „Materialkosten“ (3 Punkte)
  • Berechnet werden Länge und Zahl der Staken, Flechtfadenbedarf, Zuschläge, Ausschuss und ergänzende Materialien
  • Reststücke werden nach Nutzbarkeit erfasst
  • Eine Kostenrechnung wird erst aussagekräftig, wenn Einheit, Packungsgröße und tatsächlich verbrauchte Menge zusammenpassen
Quellen

Lehrplan Berufsfachschule Ergotherapeut/Ergotherapeutin Sachsen, Seiten 101-107, 21.07.2026

FÄCHER(6).zip / HANDWERK/Berechnung Randabschluss_Mitschrift_Jamiro .pdf, 21.07.2026

FÄCHER(6).zip / HANDWERK/Maßangaben für diverse Randabschlüsse.pdf, 21.07.2026

FÄCHER(6).zip / HANDWERK/geflochtener_Boden_rund_mit_Aufstaken.pdf, 21.07.2026

FÄCHER(6).zip / HANDWERK/geflochtener_Boden_oval.pdf, 21.07.2026

FÄCHER(6).zip / HANDWERK/überdecktes_Füßchen_obere Bodenverschlingung.pdf, 21.07.2026

FÄCHER(6).zip / HANDWERK/Schichten= Einergeflecht mit zwei FF.pdf, 21.07.2026

FÄCHER(6).zip / HANDWERK/Anleitung_Bild_Text_Zopfrand.pdf, 21.07.2026

Peddigrohr: Runder geflochtener Boden
Fragen und Antworten
Definieren Sie den Begriff „Bodenkreuz“ (3 Punkte)
  • Mehrere Stakenbündel werden rechtwinklig oder sternförmig angeordnet und durch erste Flechtrunden fixiert
  • Der Mittelpunkt muss stabil bleiben
  • Die Bündel werden schrittweise aufgefächert, damit der Übergang von wenigen Gruppen zu gleichmäßigen Einzelstaken kontrolliert gelingt
Beschreiben Sie das fachgerechte Vorgehen bei „Auffächern der Bodenstaken“ (3 Punkte)
  • Stakenabstände werden während des Flechtens zunehmend gleichmäßig verteilt
  • Zu frühes Auffächern lockert die Mitte, zu spätes erzeugt harte Sprünge
  • Das Werkstück wird wiederholt gedreht und von oben geprüft, damit Kreisform und Abstand nicht nur lokal stimmen
Definieren Sie den Begriff „Aufstaken“ (3 Punkte)
  • Für die Wand werden vorbereitete Seitenstaken in den geflochtenen Boden eingezogen oder am festen Boden befestigt
  • Einschubtiefe und Position müssen gleichmäßig sein
  • Vor dem Aufrichten werden alle Staken auf Halt, Länge und beschädigte Enden geprüft
Nennen Sie die zentralen Aspekte von „Qualitätsmerkmale des runden Bodens“ (3 Punkte)
  • Der Boden liegt plan, Mittelpunkt und Kreisform bleiben erkennbar, Flechtdichte und Stakenabstände sind gleichmäßig
  • Enden sind sicher eingearbeitet
  • Eine leichte Formabweichung wird früh korrigiert, weil sie sich beim Aufbau der Wand verstärkt
Quellen

Lehrplan Berufsfachschule Ergotherapeut/Ergotherapeutin Sachsen, Seiten 101-107, 21.07.2026

FÄCHER(6).zip / HANDWERK/Berechnung Randabschluss_Mitschrift_Jamiro .pdf, 21.07.2026

FÄCHER(6).zip / HANDWERK/Maßangaben für diverse Randabschlüsse.pdf, 21.07.2026

FÄCHER(6).zip / HANDWERK/geflochtener_Boden_rund_mit_Aufstaken.pdf, 21.07.2026

FÄCHER(6).zip / HANDWERK/geflochtener_Boden_oval.pdf, 21.07.2026

FÄCHER(6).zip / HANDWERK/überdecktes_Füßchen_obere Bodenverschlingung.pdf, 21.07.2026

FÄCHER(6).zip / HANDWERK/Schichten= Einergeflecht mit zwei FF.pdf, 21.07.2026

FÄCHER(6).zip / HANDWERK/Anleitung_Bild_Text_Zopfrand.pdf, 21.07.2026

Peddigrohr: Ovaler geflochtener Boden
Fragen und Antworten
Beschreiben Sie das fachgerechte Vorgehen bei „Spiegel des ovalen Bodens“ (4 Punkte)
  • Der Spiegel ist der längliche Mittelbereich des Bodens
  • Länge und Breite bestimmen die spätere Ovalform
  • Ein längerer Spiegel erzeugt ein gestreckteres Oval, ein kürzerer nähert sich der runden Form
  • Maße und Stakenanordnung werden vor Beginn festgelegt
Beschreiben Sie das fachgerechte Vorgehen bei „Quer- und Längsstaken“ (3 Punkte)
  • Querstander durchkreuzen die längs geführten Staken in festgelegten Abständen
  • Seitliche Abstände prägen die Rundungen
  • Symmetrisches Anordnen und Markieren verhindern, dass eine Seite dichter oder länger wird als die andere
Beschreiben Sie das fachgerechte Vorgehen bei „Flechtverlauf um die Rundungen“ (3 Punkte)
  • Im geraden Bereich folgt der Faden der üblichen Wechselbindung
  • An den Rundungen müssen Abstände und Zug so angepasst werden, dass keine Falten oder Löcher entstehen
  • Die Arbeit wird abwechselnd von beiden Enden und aus der Draufsicht kontrolliert
Nennen Sie die zentralen Aspekte von „Qualitätsmerkmale des ovalen Bodens“ (2 Punkte)
  • Beide Rundungen sind spiegelbildlich, Längsachse und Breite stimmen, der Boden liegt plan und Flechtdichte bleibt über Gerade und Kurve möglichst gleich
  • Verzug wird korrigiert, bevor Seitenstaken eingezogen und die Form durch die Wand festgelegt wird
Quellen

Lehrplan Berufsfachschule Ergotherapeut/Ergotherapeutin Sachsen, Seiten 101-107, 21.07.2026

FÄCHER(6).zip / HANDWERK/Berechnung Randabschluss_Mitschrift_Jamiro .pdf, 21.07.2026

FÄCHER(6).zip / HANDWERK/Maßangaben für diverse Randabschlüsse.pdf, 21.07.2026

FÄCHER(6).zip / HANDWERK/geflochtener_Boden_rund_mit_Aufstaken.pdf, 21.07.2026

FÄCHER(6).zip / HANDWERK/geflochtener_Boden_oval.pdf, 21.07.2026

FÄCHER(6).zip / HANDWERK/überdecktes_Füßchen_obere Bodenverschlingung.pdf, 21.07.2026

FÄCHER(6).zip / HANDWERK/Schichten= Einergeflecht mit zwei FF.pdf, 21.07.2026

FÄCHER(6).zip / HANDWERK/Anleitung_Bild_Text_Zopfrand.pdf, 21.07.2026

Peddigrohr: Grundgeflechte der Wand
Fragen und Antworten
Definieren Sie den Begriff „Zäunen“ (3 Punkte)
  • Beim Zäunen läuft ein Flechtfaden fortlaufend vor und hinter den Staken
  • Bei geeigneter Stakenanzahl verschiebt sich der Wechsel von Runde zu Runde und ergibt eine geschlossene Fläche
  • Fadenspannung und Stakenstellung bestimmen Form und Dichte
Beschreiben Sie das fachgerechte Vorgehen bei „Fitzen und Kimmen“ (3 Punkte)
  • Mehrere Flechtfäden werden in geordneter Folge um die Staken geführt
  • Diese Geflechte können Übergänge sichern, Wände stabilisieren und sichtbare Bänder bilden
  • Der Start wird markiert, damit Folge, Fadenlage und Abschluss nachvollziehbar bleiben
Charakterisieren Sie „Formsteuerung der Korbwand“ (3 Punkte)
  • Nach außen oder innen gerichtete Stakenstellung verändert den Durchmesser
  • Zugkraft allein soll die Form nicht erzwingen
  • Eine Schablone oder wiederholtes Messen hilft, konische, zylindrische oder bauchige Formen gleichmäßig aufzubauen
Beschreiben Sie das fachgerechte Vorgehen bei „Flechtdichte“ (3 Punkte)
  • Flechtreihen werden dicht, aber nicht so stark angeschlagen, dass Staken verbogen oder Wand verengt werden
  • Gleichmäßige Abstände zeigen kontrollierte Spannung
  • Feuchteänderung und Trocknung werden berücksichtigt, weil das Geflecht sich anschließend festigt
Quellen

Lehrplan Berufsfachschule Ergotherapeut/Ergotherapeutin Sachsen, Seite 105, 21.07.2026

Lehrplan Berufsfachschule Ergotherapeut/Ergotherapeutin Sachsen, Seiten 101-107, 21.07.2026

FÄCHER(6).zip / HANDWERK/Berechnung Randabschluss_Mitschrift_Jamiro .pdf, 21.07.2026

FÄCHER(6).zip / HANDWERK/Maßangaben für diverse Randabschlüsse.pdf, 21.07.2026

FÄCHER(6).zip / HANDWERK/geflochtener_Boden_rund_mit_Aufstaken.pdf, 21.07.2026

FÄCHER(6).zip / HANDWERK/geflochtener_Boden_oval.pdf, 21.07.2026

FÄCHER(6).zip / HANDWERK/überdecktes_Füßchen_obere Bodenverschlingung.pdf, 21.07.2026

FÄCHER(6).zip / HANDWERK/Schichten= Einergeflecht mit zwei FF.pdf, 21.07.2026

FÄCHER(6).zip / HANDWERK/Anleitung_Bild_Text_Zopfrand.pdf, 21.07.2026

Peddigrohr: Flechtfäden ansetzen und versäubern
Fragen und Antworten
Beschreiben Sie das fachgerechte Vorgehen bei „Neuen Flechtfaden ansetzen“ (2 Punkte)
  • Ein neuer Faden wird so überlappend oder eingesteckt, dass die Bindungsfolge erhalten bleibt und die Verbindung nicht an einer stark belasteten oder besonders sichtbaren Stelle liegt
  • Enden werden passend angeschrägt und nach dem Trocknen auf sicheren Halt geprüft
Definieren Sie den Begriff „Zustecken“ (4 Punkte)
  • Beim Zustecken wird das Fadenende in bestehende Flechtreihen geführt
  • Eine Ahle kann den Weg öffnen, ohne Staken oder Fäden zu spalten
  • Das Ende liegt flach und ausreichend lang im Geflecht
  • Hervorstehende Spitzen werden vermieden
Definieren Sie den Begriff „Versäubern“ (3 Punkte)
  • Überstehende Enden werden erst gekürzt, wenn Bindung und Halt kontrolliert sind
  • Der Schnitt liegt so, dass sich das Ende nicht herausarbeitet und keine scharfe Kante entsteht
  • Zu kurzes Abschneiden verhindert Korrektur und schwächt die Verbindung
Beschreiben Sie das fachgerechte Vorgehen bei „Fehler beim Fadenwechsel“ (2 Punkte)
  • Typische Fehler sind unterbrochener Wechsel, doppelte Umfassung einer Stake, sichtbare Verdickung oder zu kurze Überlappung
  • Markierung und Rückverfolgung der letzten vollständigen Bindung erleichtern eine saubere Korrektur
Quellen

Lehrplan Berufsfachschule Ergotherapeut/Ergotherapeutin Sachsen, Seite 105, 21.07.2026

Lehrplan Berufsfachschule Ergotherapeut/Ergotherapeutin Sachsen, Seiten 101-107, 21.07.2026

FÄCHER(6).zip / HANDWERK/Berechnung Randabschluss_Mitschrift_Jamiro .pdf, 21.07.2026

FÄCHER(6).zip / HANDWERK/Maßangaben für diverse Randabschlüsse.pdf, 21.07.2026

FÄCHER(6).zip / HANDWERK/geflochtener_Boden_rund_mit_Aufstaken.pdf, 21.07.2026

FÄCHER(6).zip / HANDWERK/geflochtener_Boden_oval.pdf, 21.07.2026

FÄCHER(6).zip / HANDWERK/überdecktes_Füßchen_obere Bodenverschlingung.pdf, 21.07.2026

FÄCHER(6).zip / HANDWERK/Schichten= Einergeflecht mit zwei FF.pdf, 21.07.2026

FÄCHER(6).zip / HANDWERK/Anleitung_Bild_Text_Zopfrand.pdf, 21.07.2026

Peddigrohr: Bodenverschlingung und Füßchen
Fragen und Antworten
Beschreiben Sie das fachgerechte Vorgehen bei „Funktion der Bodenverschlingung“ (3 Punkte)
  • Die Verschlingung ordnet und fixiert Seitenstaken am Übergang zwischen Boden und Wand
  • Sie kann zugleich Abstand, Stabilität und Gestaltung bestimmen
  • Gleichmäßige Bögen entstehen nur bei abgestimmter Stakenlänge, Feuchte und Zugkraft
Beschreiben Sie das fachgerechte Vorgehen bei „Einfaches Füßchen“ (3 Punkte)
  • Staken werden nach festgelegter Folge umgelegt und bilden einen kleinen Stand- oder Abschlussbereich
  • Der Abstand muss zur Bodenform passen
  • Zu lockere Füßchen tragen nicht gleichmäßig, zu straffe können Boden oder Staken verziehen
Beschreiben Sie das fachgerechte Vorgehen bei „Überdecktes Füßchen“ (3 Punkte)
  • Bei der überdeckten Variante werden liegende Staken durch nachfolgende Elemente verdeckt und gesichert
  • Die erforderliche Länge kann aus Stakenabstand und Zahl der Umschlingungen abgeleitet werden
  • Reihenfolge und Lage werden vor dem Kürzen vollständig kontrolliert
Beschreiben Sie das fachgerechte Vorgehen bei „Übergang zum Holzboden“ (3 Punkte)
  • Bei festem Boden bestimmen Bohrungen oder Schlitze den Stakenabstand
  • Kanten müssen glatt und die Befestigung belastbar sein
  • Holzstärke, Einstecktiefe und Randgestaltung werden gemeinsam geplant, damit keine lockeren oder scharfkantigen Verbindungen entstehen
Quellen

Lehrplan Berufsfachschule Ergotherapeut/Ergotherapeutin Sachsen, Seiten 101-107, 21.07.2026

FÄCHER(6).zip / HANDWERK/Berechnung Randabschluss_Mitschrift_Jamiro .pdf, 21.07.2026

FÄCHER(6).zip / HANDWERK/Maßangaben für diverse Randabschlüsse.pdf, 21.07.2026

FÄCHER(6).zip / HANDWERK/geflochtener_Boden_rund_mit_Aufstaken.pdf, 21.07.2026

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Peddigrohr: Schichten oder Chasinggeflecht
Fragen und Antworten
Beschreiben Sie das fachgerechte Vorgehen bei „Prinzip des Schichtens“ (3 Punkte)
  • Schichten ist ein Einergeflecht mit zwei Flechtfäden bei gerader Stakenanzahl
  • Die Fäden folgen einander in getrennten Runden, ohne sich zu überholen
  • Dadurch bleibt der Wechsel erhalten, obwohl ein einzelner Faden bei gerader Zahl nicht fortlaufend versetzt wäre
Definieren Sie den Begriff „Startmarkierung“ (3 Punkte)
  • Zwei aufeinanderfolgende Staken werden markiert
  • Die Flechtfäden beginnen versetzt hinter diesen Staken
  • Die Markierung macht erkennbar, welcher Faden welche Runde führt und wo die Endposition liegen muss
Beschreiben Sie das fachgerechte Vorgehen bei „Parkposition der Flechtfäden“ (3 Punkte)
  • Der gerade benutzte Faden wird mit ausreichendem Abstand zum anderen geparkt, in der Unterlage drei Staken links
  • Diese Orientierung vermindert Verwechslungen
  • Der jeweils andere Faden übernimmt die nächste Runde und endet wieder in entsprechender Lage
Beschreiben Sie das fachgerechte Vorgehen bei „Abschluss des Schichtens“ (3 Punkte)
  • Die gewünschte Höhe wird mit gerader Zahl vollständiger Flechtrunden erreicht
  • Die Fäden enden in der vorgesehenen Versatzposition, werden sicher eingearbeitet und nicht über Kreuz abgeschnitten
  • Wandform und Dichte werden vor dem Abschluss geprüft
Quellen

Lehrplan Berufsfachschule Ergotherapeut/Ergotherapeutin Sachsen, Seiten 101-107, 21.07.2026

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Peddigrohr: Randabschlüsse
Fragen und Antworten
Beschreiben Sie das fachgerechte Vorgehen bei „Funktion des Randabschlusses“ (3 Punkte)
  • Der Rand sichert Stakenenden, stabilisiert die Öffnung und prägt Griff sowie Gestaltung
  • Auswahl und Reserve werden vor dem Wandflechten geplant
  • Ein aufwendiger Rand kann ein geeignetes Werkstück aufwerten, ist aber kein Ersatz für eine gleichmäßige Wand
Beschreiben Sie das fachgerechte Vorgehen bei „Basis- und Zuschlagränder“ (3 Punkte)
  • Ränder unterscheiden sich durch Reihenfolge und Zahl der Umschlingungen
  • Basisränder sind oft übersichtlich aufgebaut, Zuschlagränder führen mehrere Staken gemeinsam weiter
  • Die genaue Anleitung bestimmt Stakenanzahl, Endlage und notwendige Länge
Beschreiben Sie das fachgerechte Vorgehen bei „Maßtabellen für Ränder“ (3 Punkte)
  • Tabellen nennen erprobte Zugaben für definierte Technik und Materialstärke
  • Sie sind Ausgangswerte, keine universellen Naturgesetze
  • Stakenabstand, Feuchte, Durchmesser und gewünschte Straffheit werden mit einem Proberand oder zusätzlicher Reserve abgesichert
Definieren Sie den Begriff „Randqualität“ (3 Punkte)
  • Der Rand liegt gleichmäßig auf einer Höhe, ist fest ohne Einschnürung und besitzt keine hervorstehenden Enden
  • Wiederholungsmuster schließen sichtbar korrekt
  • Vor dem finalen Kürzen wird geprüft, ob Anfang und Ende technisch und gestalterisch zusammenpassen
Quellen

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Peddigrohr: Zopfrand
Fragen und Antworten
Beschreiben Sie das fachgerechte Vorgehen bei „Grundprinzip des Zopfrands“ (3 Punkte)
  • Staken werden in einer festgelegten Folge nach außen und innen geführt und zu einem geflochten wirkenden Rand verbunden
  • Die Technik nutzt mehrere gleichzeitig liegende Elemente
  • Farbige Übungsstaken oder Markierungen erleichtern das Erkennen der wiederkehrenden Rollen
Beschreiben Sie das fachgerechte Vorgehen bei „Vorbereitung des Zopfrands“ (4 Punkte)
  • Staken müssen ausreichend lang, biegsam und möglichst gleichmäßig sein
  • Zwei Anfangsstaken werden bewusst gewählt und der Start markiert
  • Zu trockene Staken brechen, überweichte verlieren Führung
  • Ungleiche Längen erschweren den vollständigen Schluss
Beschreiben Sie das fachgerechte Vorgehen bei „Paar- und Triobildung“ (3 Punkte)
  • Während der Folge werden liegende und stehende Staken zu Paaren oder Dreiergruppen ergänzt
  • Entscheidend ist nicht eine verbale Kurzformel, sondern die sichtbare Lage jeder Stake
  • Nach jedem Schritt wird geprüft, welche Elemente vorne, hinten und noch aufrecht stehen
Beschreiben Sie das fachgerechte Vorgehen bei „Schließen des Zopfrands“ (3 Punkte)
  • Am Ende werden die letzten Staken in die vorbereiteten Anfangsbögen eingearbeitet, sodass die Wiederholung ohne Sprung weiterläuft
  • Anfang und Ende werden von außen und innen kontrolliert
  • Erst danach werden überstehende Enden versäubert
Quellen

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Peddigrohr: Griffe und Oberfläche
Fragen und Antworten
Beschreiben Sie das fachgerechte Vorgehen bei „Eingearbeitete und angesetzte Griffe“ (3 Punkte)
  • Eingearbeitete Griffe entstehen aus der Korbstruktur, angesetzte werden nachträglich verbunden
  • Beide müssen Belastung auf mehrere Staken verteilen
  • Griffweite, Handkontakt und Schwerpunkt werden an Nutzung und Person angepasst
Definieren Sie den Begriff „Griffprüfung“ (2 Punkte)
  • Der Griff wird schrittweise belastet und auf Lockerung, Verdrehung, scharfe Enden und unangenehme Druckstellen geprüft
  • Ein dekorativer Griff ist ungeeignet, wenn er die Öffnung behindert oder das Werkstück bei der vorgesehenen Last instabil macht
Beschreiben Sie das fachgerechte Vorgehen bei „Färben, Beizen und Lackieren“ (4 Punkte)
  • Oberflächenbehandlung verändert Farbe, Schutz und Haptik
  • Material muss sauber und trocken sein
  • Mittel werden nach Kennzeichnung und Belüftung verarbeitet
  • Probestücke zeigen, ob Geflecht ungleichmäßig saugt oder verklebt
Definieren Sie den Begriff „Absengen“ (3 Punkte)
  • Abstehende feine Fasern können kontrolliert entfernt werden, ohne tragende Rohrbereiche zu schädigen
  • Offene Flamme oder starke Hitze verlangt klare Sicherheitsregeln und ist nicht für jede Person oder Umgebung geeignet
  • Alternative ist vorsichtiges mechanisches Glätten
Quellen

Lehrplan Berufsfachschule Ergotherapeut/Ergotherapeutin Sachsen, Seite 105, 21.07.2026

Lehrplan Berufsfachschule Ergotherapeut/Ergotherapeutin Sachsen, Seiten 101-107, 21.07.2026

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Peddigrohr: Therapierelevanz und Adaptionen
Fragen und Antworten
Nennen Sie die zentralen Anforderungen bei „Anforderungen des Flechtens“ (3 Punkte)
  • Flechten verlangt beidhändige Zusammenarbeit, Fingerbeweglichkeit, Zugdosierung, visuell-räumliche Orientierung und das Halten einer wiederkehrenden Regel
  • Längere Projekte fordern Ausdauer und Planung
  • Materialwiderstand gibt unmittelbare Rückmeldung über Kraft und Richtung
Leiten Sie therapeutische Einsatzmöglichkeiten von „Peddigrohr: Therapierelevanz und Adaptionen“ ab (3 Punkte)
  • Je nach Aufgabe können Handfunktion, Aufmerksamkeit, Arbeitsrhythmus, Fehlerkontrolle, Frustrationstoleranz oder gemeinsames Arbeiten im Mittelpunkt stehen
  • Der sichtbare Aufbau unterstützt Verlaufskontrolle
  • Monotone Wiederholung kann beruhigen oder bei Unterforderung demotivieren
Begründen Sie Adaptionen und Steigerungen bei „Peddigrohr: Therapierelevanz und Adaptionen“ (3 Punkte)
  • Dickeres Material, farbige Markierungen, weniger Staken, fester Boden und Vorfixierung vereinfachen
  • Dünneres Rohr, komplexere Geflechte, eigene Berechnung, Formsteuerung und selbstständiger Rand steigern
  • Die Anpassung wird immer auf ein Ziel bezogen
Beurteilen Sie Kontraindikationen und Grenzen bei „Peddigrohr: Therapierelevanz und Adaptionen“ (2 Punkte)
  • Starke Hautschädigung, unkontrollierbare Schmerzen, fehlende Gefahreneinsicht bei Spitzen oder nicht dosierbare repetitive Belastung können Flechten ausschließen
  • Bei visuellen oder kognitiven Problemen werden Muster und Unterstützung angepasst, nicht automatisch die ganze Technik verworfen
Quellen

Lehrplan Berufsfachschule Ergotherapeut/Ergotherapeutin Sachsen, Seite 105, 21.07.2026

Papier und Pappe: Geschichte und Papiergruppen
Fragen und Antworten
Erläutern Sie die Wortherkunft bei „Wortherkunft von Papier“ (3 Punkte)
  • Papier geht über lateinisch papyrus auf griechisch pápyros, die Papyrusstaude, zurück
  • Papyrusblätter sind jedoch kein modernes Faserpapier
  • Dieses entsteht aus aufbereiteten Pflanzenfasern, die in Wasser verteilt, zu einem Blatt gebildet und getrocknet werden
Beschreiben Sie das fachgerechte Vorgehen bei „Entwicklung der Papierherstellung“ (3 Punkte)
  • Frühe Papierherstellung wird mit China verbunden und verbreitete sich über den arabischen Raum nach Europa
  • Hadern waren lange wichtiger Rohstoff, später ermöglichte Holz eine industrielle Massenproduktion
  • Heute spielen Zellstoff, Altpapier, Füllstoffe und Spezialausrüstung zusammen
Erklären Sie die materialbezogenen Merkmale von „Papiergruppen nach Verwendung“ (3 Punkte)
  • Hygiene-, Verpackungs-, grafische sowie technische und Spezialpapiere werden nach Funktion unterschieden
  • Weichheit, Nassfestigkeit, Bedruckbarkeit, Barrierewirkung oder elektrische Eigenschaften können wichtiger sein als bloße Dicke
  • Der Verwendungszweck steuert die Materialwahl
Erklären Sie die materialbezogenen Merkmale von „Papiergruppen nach Herstellung und Faserstoff“ (3 Punkte)
  • Bütten- oder Schöpfpapier wird bogenweise hergestellt und besitzt keine maschinell bevorzugte Laufrichtung
  • Maschinenpapier entsteht auf laufender Bahn
  • Hadern-, holzhaltige, holzfreie und Recyclingpapiere unterscheiden sich in Faserquelle und Eigenschaften
Quellen

Lehrplan Berufsfachschule Ergotherapeut/Ergotherapeutin Sachsen, Seiten 101-107, 21.07.2026

FÄCHER(6).zip / HANDWERK/PAPSkript_Teil1.pdf, 21.07.2026

FÄCHER(6).zip / HANDWERK/PAPSkript_Teil_2.pdf, 21.07.2026

Papier und Pappe: Formate, Grammatur und Dicke
Fragen und Antworten
Definieren Sie den Begriff „DIN-A-Formate“ (5 Punkte)
  • Die DIN-A-Reihe behält beim Halbieren das Seitenverhältnis bei
  • A0 besitzt ungefähr einen Quadratmeter Fläche
  • Daraus folgen A1 bis A8 durch fortgesetztes Halbieren
  • A4 misst 210 mal 297 Millimeter
  • Formate erleichtern Planung, Zuschnitt und Materialvergleich
Erklären Sie den fachlichen Kern von „Grammatur“ (4 Punkte)
  • Grammatur bezeichnet die Masse eines Quadratmeters Papier in Gramm pro Quadratmeter
  • Sie ist nicht identisch mit Dichte oder Festigkeit, liefert aber eine praktische Orientierung
  • Standardkopierpapier liegt häufig bei 80 g/m²
  • Spezialpapiere können deutlich abweichen
Unterscheiden Sie die zentralen Ausprägungen bei „Karton und Pappe“ (3 Punkte)
  • Mit steigender Flächenmasse und Dicke nehmen meist Steifigkeit und Formhaltigkeit zu
  • Bei Karton wird oft noch Grammatur angegeben, bei Pappe zusätzlich oder vor allem die Dicke
  • Faseraufbau, Pressung und Feuchte beeinflussen Eigenschaften ebenso wie der Zahlenwert
Beschreiben Sie die fachgerechte Ermittlung bei „Format- und Materialberechnung“ (3 Punkte)
  • Benötigte Teile werden einschließlich Bezug, Umschlag, Gelenk, Schnittfuge und Verschnitt auf dem Ausgangsbogen angeordnet
  • Laufrichtung und sichtbare Oberfläche begrenzen die Drehbarkeit
  • Eine günstige Anordnung spart Material, ohne technische Regeln zu verletzen
Quellen

Lehrplan Berufsfachschule Ergotherapeut/Ergotherapeutin Sachsen, Seiten 101-107, 21.07.2026

FÄCHER(6).zip / HANDWERK/PAPSkript_Teil1.pdf, 21.07.2026

FÄCHER(6).zip / HANDWERK/PAPSkript_Teil_2.pdf, 21.07.2026

Papier und Pappe: Laufrichtung
Fragen und Antworten
Beschreiben Sie das fachgerechte Vorgehen bei „Laufrichtung des Papiers“ (4 Punkte)
  • Bei Maschinenpapier richten sich Fasern überwiegend in Produktions- und Rollrichtung aus
  • Quer dazu liegt die stärker dehnbare Richtung
  • Falten, Biegen, Kleben und Buchkonstruktionen reagieren darauf
  • Falsche Orientierung begünstigt Bruch, Wellen und Verzug
Unterscheiden Sie die zentralen Ausprägungen bei „Breitbahn und Schmalbahn“ (2 Punkte)
  • Die Begriffe beschreiben, wie ein Bogen aus der Papierbahn geschnitten wurde und wie die Laufrichtung zu langer oder kurzer Bogenseite liegt
  • Entscheidend ist nicht der Name allein, sondern die tatsächliche Faserorientierung am konkreten Material
Beurteilen Sie Qualität und Sicherheit bei „Prüfung der Laufrichtung“ (3 Punkte)
  • Reiß-, Biege-, Falz-, Wasser-, Sicht- und Dehnprobe liefern Hinweise
  • Mit der Laufrichtung reißt Papier meist gerader, biegt leichter und ergibt einen ruhigeren Falz
  • Mehrere Proben erhöhen Sicherheit, besonders bei beschichteten oder dicken Materialien
Beschreiben Sie das fachgerechte Vorgehen bei „Laufrichtung beim Kaschieren und Buchbinden“ (3 Punkte)
  • Verbundene Materialien werden möglichst mit übereinstimmender Laufrichtung verarbeitet
  • Bei Buchdeckeln und Seiten liegt sie günstig parallel zum Gelenk
  • Gegensätzliche Dehnung erzeugt Spannungen, die sich als Schüsselung, Wellen oder schwergängiges Öffnen zeigen können
Quellen

Lehrplan Berufsfachschule Ergotherapeut/Ergotherapeutin Sachsen, Seiten 101-107, 21.07.2026

FÄCHER(6).zip / HANDWERK/PAPSkript_Teil1.pdf, 21.07.2026

FÄCHER(6).zip / HANDWERK/PAPSkript_Teil_2.pdf, 21.07.2026

Papier und Pappe: Bezug und weitere Buchbindematerialien
Fragen und Antworten
Erklären Sie die materialbezogenen Merkmale von „Bunt- und Schmuckpapiere“ (2 Punkte)
  • Buntpapiere erhalten Farbe, Muster oder besondere Oberfläche durch Druck, Färbung, Marmorieren, Kleistertechnik oder andere Verfahren
  • Für den Bezug zählen neben Gestaltung auch Reißfestigkeit, Klebeverhalten, Laufrichtung und Empfindlichkeit gegen Feuchtigkeit
Erklären Sie die materialbezogenen Merkmale von „Bezugspapier und Buchbinderleinen“ (3 Punkte)
  • Bezugspapier bildet die sichtbare Oberfläche von Mappen, Schachteln oder Buchdeckeln
  • Buchbinderleinen besitzt einen textilen Träger und eignet sich für belastete Gelenke und Kanten
  • Beide werden nach Dehnung, Oberfläche, Dicke und späterer Nutzung gewählt
Unterscheiden Sie die zentralen Ausprägungen bei „Graupappe und Karton“ (4 Punkte)
  • Graupappe bildet formstabile Kerne, wird sauber zugeschnitten und meist kaschiert
  • Karton eignet sich für Zwischenlagen, Schachtelteile und Applikationen
  • Kanten, Dicke und Laufrichtung müssen zum Werkstück passen
  • Beschädigte Ecken bleiben trotz Bezug oft sichtbar
Erklären Sie die materialbezogenen Merkmale von „Gaze, Kapitalband und Leseband“ (3 Punkte)
  • Gaze verstärkt den Buchblock und verbindet ihn mit der Decke
  • Kapitalband sitzt dekorativ und schützend an Kopf und Fuß des Buchrückens, Leseband dient als eingelegtes Lesezeichen
  • Diese Materialien werden funktional unterschieden und nicht bloß als Dekoration eingesetzt
Quellen

Lehrplan Berufsfachschule Ergotherapeut/Ergotherapeutin Sachsen, Seiten 101-107, 21.07.2026

FÄCHER(6).zip / HANDWERK/PAPSkript_Teil1.pdf, 21.07.2026

FÄCHER(6).zip / HANDWERK/PAPSkript_Teil_2.pdf, 21.07.2026

Papier und Pappe: Werkzeuge und Sicherheit
Fragen und Antworten
Nennen Sie die fachlich erforderlichen Bestandteile bei „Werkzeuge zum Messen und Konstruieren“ (3 Punkte)
  • Bleistift, Radiergummi, Stahllineal, Winkel, Zirkel und Schablonen übertragen Maße
  • Schneidwerkzeuge dürfen nicht als Zeichenkante missbraucht werden
  • Genauigkeit entsteht durch feste Bezugskanten, feine Linien und erneute Kontrolle vor dem Materialabtrag
Beschreiben Sie das fachgerechte Vorgehen bei „Sicheres Schneiden mit Messer oder Cutter“ (3 Punkte)
  • Geschnitten wird auf geeigneter Unterlage an einer rutschfesten Schneidschiene
  • Die freie Hand bleibt außerhalb der Schnittbahn, Klinge und Körperrichtung werden kontrolliert
  • Mehrere mäßige Schnitte sind sicherer und genauer als ein erzwungener tiefer Schnitt
Beurteilen Sie Qualität und Sicherheit bei „Sicherer Umgang mit Schere und Hebelschere“ (4 Punkte)
  • Scheren werden geschlossen und mit Griff übergeben
  • Bei Hebelscheren bleibt die Hand außerhalb des Messerbereichs
  • Niederhalter und Anschlag werden genutzt
  • Das Schneidgut wird so positioniert, dass es nicht kippt oder den Blick auf die Schnittlinie verdeckt
Beschreiben Sie das fachgerechte Vorgehen bei „Klebstoff und Arbeitsplatz“ (4 Punkte)
  • Klebstoff wird sparsam und passend zum Material verwendet
  • Arbeitsfläche, Hände und Werkzeuge bleiben sauber, Verschüttetes wird sofort beseitigt
  • Lüftung und Produktangaben sind zu beachten
  • Pressbretter und Gewichte werden so abgelegt, dass sie nicht kippen
Quellen

Lehrplan Berufsfachschule Ergotherapeut/Ergotherapeutin Sachsen, Seiten 101-107, 21.07.2026

FÄCHER(6).zip / HANDWERK/PAPSkript_Teil1.pdf, 21.07.2026

FÄCHER(6).zip / HANDWERK/PAPSkript_Teil_2.pdf, 21.07.2026

Papier und Pappe: Messen, Anreißen und Schneiden
Fragen und Antworten
Beschreiben Sie das fachgerechte Vorgehen bei „Anreißen auf Papier und Pappe“ (3 Punkte)
  • Maße werden von einer geraden Bezugskante aus übertragen und mit feinem Bleistift markiert
  • Sichtseiten und Klebeflächen werden unterschieden
  • Material wird erst geschnitten, wenn Stückzahl, Laufrichtung, Winkel und Nutzbarkeit der Reststücke geprüft sind
Beschreiben Sie das fachgerechte Vorgehen bei „Werkzeugwahl beim Schneiden“ (3 Punkte)
  • Schere eignet sich für freie Kurven und dünneres Material, Cutter oder Skalpell für geführte präzise Schnitte, Hebelschere für gerade Serienzuschnitte
  • Werkzeug, Klinge, Unterlage und Materialstärke müssen zusammenpassen
  • Stumpfe Schneiden erhöhen Kraft und Ausriss
Beschreiben Sie das fachgerechte Vorgehen bei „Geführter Cutterschnitt“ (4 Punkte)
  • Das Lineal wird sicher gehalten und der Schnitt vom Körper weg geführt
  • Die Klinge steht so, dass sie nicht unter das Lineal wandert
  • Mehrere gleichmäßige Züge folgen exakt derselben Linie
  • Ein unvollständiger Schnitt wird erneut geschnitten, nicht auseinandergerissen
Definieren Sie den Begriff „Schnittqualität“ (3 Punkte)
  • Kanten sollen gerade, sauber und maßhaltig sein, ohne Druckstellen oder ausgefranste Fasern
  • Rechtwinkligkeit und Paarigkeit zusammengehöriger Teile werden unmittelbar geprüft
  • Fehler werden vor dem Kleben korrigiert, weil spätere Kaschierung sie meist nur verdeckt, nicht beseitigt
Quellen

Lehrplan Berufsfachschule Ergotherapeut/Ergotherapeutin Sachsen, Seiten 101-107, 21.07.2026

FÄCHER(6).zip / HANDWERK/PAPSkript_Teil1.pdf, 21.07.2026

FÄCHER(6).zip / HANDWERK/PAPSkript_Teil_2.pdf, 21.07.2026

Papier und Pappe: Falten, Falzen, Rillen und Ritzen
Fragen und Antworten
Beschreiben Sie das fachgerechte Vorgehen bei „Falten und Falzen im Vergleich“ (3 Punkte)
  • Beim Falten wird Material entlang einer Biegelinie umgelegt
  • Beim Falzen wird die Kante mit stärkerem Druck scharf ausgearbeitet, etwa mit Falzbein
  • Laufrichtung und saubere Anlage bestimmen, ob die Kante ruhig bleibt oder Fasern aufbrechen
Beschreiben Sie das fachgerechte Vorgehen bei „Rillen“ (3 Punkte)
  • Rillen verdichtet Material an einer festgelegten Linie und bereitet eine kontrollierte Biegung vor
  • Falzbein oder Rillwerkzeug wird gleichmäßig an einer Führung entlanggezogen
  • Das Verfahren ist besonders bei Karton wichtig, damit die Oberfläche beim Umlegen nicht unkontrolliert bricht
Beschreiben Sie das fachgerechte Vorgehen bei „Ritzen“ (3 Punkte)
  • Beim Ritzen wird dicke Pappe auf einer Seite teilweise eingeschnitten und anschließend zur Rückseite des Schnitts gebogen
  • So können dreidimensionale Formen aus einem Teil entstehen
  • Schnitttiefe und Restschicht müssen gleichmäßig sein, sonst bricht oder bleibt die Kante unpräzise
Beschreiben Sie die therapeutische Abstufung bei „Papier und Pappe: Falten, Falzen, Rillen und Ritzen“ (3 Punkte)
  • Breite Faltlinien, vorgerilltes Material und einfache symmetrische Folgen erleichtern
  • Dünnere Papiere, genaue Mehrfachfaltungen, selbstständiges Messen und komplexe Raumformen steigern
  • Ziel kann Feinmotorik, Reihenfolge, visuelle Konstruktion oder Ausdauer sein
Quellen

Lehrplan Berufsfachschule Ergotherapeut/Ergotherapeutin Sachsen, Seiten 101-107, 21.07.2026

FÄCHER(6).zip / HANDWERK/PAPSkript_Teil1.pdf, 21.07.2026

FÄCHER(6).zip / HANDWERK/PAPSkript_Teil_2.pdf, 21.07.2026

Papier und Pappe: Beziehen, Kleben und Buchbinden
Fragen und Antworten
Beschreiben Sie das fachgerechte Vorgehen bei „Kaschieren und Beziehen“ (3 Punkte)
  • Ein Kernmaterial wird vollflächig mit Papier oder Gewebe verbunden
  • Klebstoff wird gleichmäßig aufgetragen, Material spannungsarm aufgelegt und von der Mitte nach außen angestrichen
  • Laufrichtung, Feuchte und Gegenzug verhindern Verzug
Beschreiben Sie das fachgerechte Vorgehen bei „Ecken und Kanten“ (3 Punkte)
  • Bezugsmaterial erhält ausreichenden Umschlag und wird an Ecken so zugeschnitten, dass keine offenen Pappkanten oder dicken Materialpakete entstehen
  • Leinenecken schützen belastete Bereiche
  • Kanten werden straff, aber ohne Verziehen umgelegt
Definieren Sie den Begriff „Gelenkverbindung“ (4 Punkte)
  • Gelenke verbinden bewegliche Teile wie Buchdeckel und Rücken
  • Abstand, Materialstärke und flexibles Bezugsmaterial bestimmen die Beweglichkeit
  • Zu enges Gelenk blockiert, zu weites wirkt instabil
  • Vor dem Trocknen wird Öffnen und Schließen vorsichtig geprüft
Beschreiben Sie das fachgerechte Vorgehen bei „Grundtechniken des Buchbindens“ (3 Punkte)
  • Falzen, Zusammentragen, Heften oder Kleben, Beschneiden und Einhängen verbinden Seiten zum Buch
  • Das konkrete Verfahren richtet sich nach Umfang, Papier und Nutzung
  • Parallelität, Laufrichtung und saubere Klebeflächen sind wichtiger als dekorative Zusätze
Quellen

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Papier und Pappe: Oberflächen- und Formtechniken
Fragen und Antworten
Definieren Sie den Begriff „Marmorieren“ (4 Punkte)
  • Farbe wird auf einem geeigneten Träger schwimmend oder bewegt angeordnet und auf Papier übertragen
  • Muster entstehen aus kontrollierter Bewegung und Zufall
  • Papier, Farbe und Grund müssen abgestimmt sein
  • Proben zeigen Aufnahme, Trocknung und spätere Verwendbarkeit
Definieren Sie den Begriff „Kleisterpapier“ (3 Punkte)
  • Farbiger Kleister wird auf Papier verteilt und mit Werkzeugen, Fingern oder Schablonen strukturiert
  • Feuchtigkeit kann den Bogen verziehen, deshalb werden Auftrag, Unterlage und Trocknung geplant
  • Die Technik verbindet Wiederholung, Druckdosierung und freie Gestaltung
Definieren Sie den Begriff „Papierschöpfen“ (3 Punkte)
  • Faserbrei wird mit einem Sieb aufgenommen, entwässert, abgegautscht, gepresst und getrocknet
  • Blattdicke und Einschlüsse hängen von Faserverteilung und Bewegung ab
  • Wasserarbeitsplatz, Hygiene und sichere Pressung müssen vor Beginn organisiert sein
Definieren Sie den Begriff „Pappmaché“ (3 Punkte)
  • Papierfasern oder Papierstreifen werden mit Bindemittel zu formbaren Schichten aufgebaut
  • Dünne gleichmäßige Lagen und vollständige Trocknung verhindern weiche Kerne und Schimmel
  • Trägerform, spätere Ablösung und Oberfläche werden bereits beim Aufbau berücksichtigt
Quellen

Lehrplan Berufsfachschule Ergotherapeut/Ergotherapeutin Sachsen, Seiten 105-106, 21.07.2026

Lehrplan Berufsfachschule Ergotherapeut/Ergotherapeutin Sachsen, Seiten 101-107, 21.07.2026

FÄCHER(6).zip / HANDWERK/PAPSkript_Teil1.pdf, 21.07.2026

FÄCHER(6).zip / HANDWERK/PAPSkript_Teil_2.pdf, 21.07.2026

Papier und Pappe: Therapierelevanz und Adaptionen
Fragen und Antworten
Nennen Sie die zentralen Anforderungen bei „Anforderungen der Papierarbeit“ (3 Punkte)
  • Papierarbeit kann genaues Messen, visuelle Orientierung, beidhändige Handhabung, Kraftdosierung und sequenzielles Vorgehen verlangen
  • Material reagiert schnell auf Fehler und Feuchte
  • Kurze Produkte ermöglichen unmittelbares Ergebnis, komplexe Bucharbeiten längere Planung
Leiten Sie therapeutische Einsatzmöglichkeiten von „Papier und Pappe: Therapierelevanz und Adaptionen“ ab (3 Punkte)
  • Karten, Mappen, Schachteln, Spiele und Bücher können alltagsnah und persönlich bedeutsam sein
  • Konstruktive Verfahren unterstützen Struktur und Genauigkeit, Oberflächentechniken Ausdruck und Exploration
  • Produktnutzen erhöht die Chance auf Übertragung in Alltag und Freizeit
Begründen Sie Adaptionen und Steigerungen bei „Papier und Pappe: Therapierelevanz und Adaptionen“ (3 Punkte)
  • Vorlagen, Anschläge, größere Teile, vorgerillte Linien, Kleberoller und rutschfeste Unterlagen erleichtern
  • Kleinere Toleranzen, selbstständige Berechnung, mehrere Materiallagen und bewegliche Gelenke steigern
  • Eine Anpassung soll den zentralen Lernschritt sichtbar lassen
Beurteilen Sie Kontraindikationen und Grenzen bei „Papier und Pappe: Therapierelevanz und Adaptionen“ (3 Punkte)
  • Unkontrollierbarer Umgang mit scharfen Klingen, ausgeprägte Klebstoffunverträglichkeit oder nicht steuerbare repetitive Belastung verlangen andere Werkzeuge oder Techniken
  • Papierstaub und Schimmelmaterial werden vermieden
  • Schneidaufgaben können vorbereitet statt vollständig gestrichen werden
Quellen

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Weben: Textile Materialien und Garne
Fragen und Antworten
Erläutern Sie die Wortherkunft bei „Textil und Weben: Wortherkunft“ (3 Punkte)
  • Textil geht auf lateinisch texere, weben oder flechten, zurück
  • Verwandt sind Text, Textur und Kontext: etwas wird aus Teilen verbunden
  • Beim Weben kreuzen sich längs gespannte Kettfäden und quer eingetragene Schussfäden zu einer Fläche
Erklären Sie die materialbezogenen Merkmale von „Fasern und Garne“ (3 Punkte)
  • Fasern werden zu Garnen versponnen oder als Filamente genutzt
  • Wolle, Baumwolle, Leinen und synthetische Fasern unterscheiden sich in Elastizität, Griff, Feuchteverhalten und Reibung
  • Garnstärke, Drehung und Oberfläche beeinflussen Webbarkeit und fertige Fläche
Nennen Sie die fachlich erforderlichen Bestandteile bei „Kett- und Schussmaterial“ (3 Punkte)
  • Kettgarn muss die Spannung und Reibung am Webstuhl zuverlässig aushalten
  • Schussgarn kann freier nach Farbe, Struktur und Volumen gewählt werden
  • Materialkombinationen werden erprobt, weil stark unterschiedliche Dehnung die Fläche verziehen kann
Nennen Sie die fachlich erforderlichen Bestandteile bei „Materialprüfung“ (3 Punkte)
  • Garn wird auf Knoten, Schwachstellen, Gleichmäßigkeit, Reißfestigkeit und ausreichende Menge geprüft
  • Eine Probe zeigt Fadendichte, Bindungsbild und Schrumpfung
  • Unklare Materialreserve gefährdet das Werkstück besonders bei langen Ketten
Quellen

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Weben: Webstuhl, Werkzeuge und Sicherheit
Fragen und Antworten
Nennen Sie die fachlich erforderlichen Bestandteile bei „Bauteile des Webstuhls“ (3 Punkte)
  • Kett- und Warenbaum führen Kette und Gewebe, Litzen heben ausgewählte Kettfäden, Kamm ordnet und schlägt den Schuss an
  • Tritte oder Hebel steuern Fächer
  • Beim Webrahmen sind Funktionen vereinfacht, das Grundprinzip von Kette und Schuss bleibt
Beurteilen Sie Qualität und Sicherheit bei „Gefahren am Webstuhl“ (3 Punkte)
  • Quetschstellen, gespannte Fäden, hervorstehende Teile, Schere und schwere Bauteile verlangen geordnete Bedienung
  • Einstellungen werden bei gesichertem Stillstand vorgenommen
  • Wege um den Webstuhl bleiben frei, und lose Kleidung oder Haare geraten nicht in bewegte Bereiche
Begründen Sie die fachlichen Anforderungen bei „Ergonomische Einrichtung“ (3 Punkte)
  • Sitzhöhe, Abstand, Fußkontakt und Arbeitshöhe werden so gewählt, dass Schultern locker und Rücken wechselbar belastet bleiben
  • Pedale müssen erreichbar sein, ohne dauerhaftes Verdrehen
  • Beleuchtung macht Kettfehler und Farbfolge erkennbar
Nennen Sie die fachlich erforderlichen Bestandteile bei „Werkzeugordnung“ (3 Punkte)
  • Schiffchen, Kamm, Haken, Schere, Maßband und Garn erhalten feste Plätze außerhalb bewegter Fächer
  • Garnwege bleiben frei
  • Eine klare Anordnung unterstützt den Rhythmus und verhindert, dass Werkzeuge zwischen Kette oder Mechanik geraten
Quellen

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Weben: Planung und Kettberechnung
Fragen und Antworten
Definieren Sie den Begriff „Kettlänge“ (3 Punkte)
  • Zur gewünschten Gewebelänge kommen Anfangs- und Endverlust, Einbindung, Probestück und mögliche Schrumpfung
  • Die genaue Zugabe hängt von Webstuhl und Material ab
  • Alle Kettfäden müssen dieselbe berechnete Länge erhalten, sonst lässt sich Spannung nicht gleichmäßig einstellen
Definieren Sie den Begriff „Kettfadenanzahl“ (4 Punkte)
  • Webbreite wird mit der geplanten Fadendichte multipliziert
  • Randgestaltung und Bindung können zusätzliche Fäden verlangen
  • Das Ergebnis wird auf Einzug und Kamm abgestimmt
  • Rechenweg, Einheit und spätere Verteilung werden dokumentiert
Erklären Sie den fachlichen Kern von „Fadendichte“ (4 Punkte)
  • Fadendichte bezeichnet die Zahl der Kettfäden pro Längeneinheit
  • Sie wird nach Garnstärke, gewünschter Fläche und Bindung gewählt
  • Zu geringe Dichte ergibt offene, instabile Fläche
  • Zu hohe erschwert Fachbildung und kann das Gewebe hart machen
Beschreiben Sie Planung und Dokumentation bei „Muster- und Farbplanung“ (3 Punkte)
  • Farbfolge, Bindungsrapport und Materialwechsel werden vor dem Schären festgelegt
  • Eine kleine Zeichnung oder Probe macht Wiederholung sichtbar
  • Änderungen während des Webens sind möglich, dürfen aber Kettvorrat, Symmetrie und Produktfunktion nicht unbemerkt zerstören
Quellen

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Weben: Schären, Bäumen, Einziehen und Anbinden
Fragen und Antworten
Definieren Sie den Begriff „Schären“ (3 Punkte)
  • Beim Schären werden Kettfäden in berechneter Länge und Reihenfolge geordnet
  • Fadenkreuz und Bündel sichern die spätere Zuordnung
  • Gleichmäßige Führung verhindert unterschiedliche Vorspannung und Verwechslung von Farb- oder Musterfolgen
Definieren Sie den Begriff „Bäumen“ (4 Punkte)
  • Die Kette wird gleichmäßig auf den Kettbaum gewickelt
  • Trennlagen halten Fadenschichten voneinander fern
  • Mehrere Personen oder geeignete Hilfen können Spannung kontrollieren
  • Einzelne lockere Fäden werden nicht durch übermäßiges Ziehen am Gesamtbündel korrigiert
Definieren Sie den Begriff „Einziehen“ (3 Punkte)
  • Kettfäden werden nach Bindungsplan durch Litzen und anschließend in den Kamm geführt
  • Zählgruppen und wiederholte Kontrolle verhindern Rapportfehler
  • Ein übersehener Faden zeigt sich später als dauerhafter Fehler in Fach und Gewebe
Beschreiben Sie das fachgerechte Vorgehen bei „Anbinden und Spannen“ (4 Punkte)
  • Kettgruppen werden am Warenbaum gleichmäßig angebunden und schrittweise gespannt
  • Die Oberfläche wird ertastet und visuell geprüft
  • Einzelne Fäden dürfen weder durchhängen noch übermäßig straff sein
  • Spannung wird über Gruppen verteilt nachgestellt
Quellen

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Weben: Grundbindungen
Fragen und Antworten
Definieren Sie den Begriff „Leinwandbindung“ (4 Punkte)
  • Jeder Schuss wechselt regelmäßig über und unter einzelne Kettfäden
  • Die nächste Reihe versetzt den Wechsel
  • Die Bindung ist übersichtlich und stabil
  • Gleichmäßige Ränder und Schussdichte bleiben dennoch anspruchsvoll, besonders bei wechselnder Garnstärke
Definieren Sie den Begriff „Köperbindung“ (3 Punkte)
  • Köper verschiebt die Bindungspunkte von Reihe zu Reihe und erzeugt diagonale Linien
  • Der Rapport verlangt eine geordnete Schaft- oder Einzugsfolge
  • Fehler setzen die Diagonale sichtbar aus und lassen sich nur durch Rückweben sauber korrigieren
Definieren Sie den Begriff „Atlasbindung“ (3 Punkte)
  • Atlas verteilt Bindungspunkte so, dass längere Fadenflottungen und eine glattere Oberfläche entstehen
  • Die Fläche kann glänzend wirken, ist aber empfindlicher gegen Hängenbleiben
  • Rapport, Material und vorgesehene Nutzung müssen zusammenpassen
Definieren Sie den Begriff „Rips“ (4 Punkte)
  • Rips betont durch dichte Kette oder dichten Schuss eine Rippenstruktur
  • Ein Fadensystem verdeckt das andere weitgehend
  • Materialmenge, Anschlag und Kettspannung beeinflussen Festigkeit und Griff
  • Zu starker Anschlag kann die Breite einschnüren
Quellen

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Weben: Muster, Bildweben und Knüpfen
Fragen und Antworten
Definieren Sie den Begriff „Mustervarianten“ (3 Punkte)
  • Muster entstehen durch Bindungswechsel, Farbfolge, unterschiedliche Schüsse oder zusätzliche Fäden
  • Ein Rapport wird gezählt und sichtbar markiert
  • Freie Variationen bleiben möglich, wenn Ränder, Spannung und Produktmaß weiterhin kontrolliert werden
Beschreiben Sie das fachgerechte Vorgehen bei „Bildweben“ (3 Punkte)
  • Beim Bildweben werden farbige Schussbereiche nur über Teile der Kette geführt
  • Übergänge können verschränkt, verbunden oder bewusst als Schlitz gestaltet werden
  • Vorlage und Kettlinien helfen, Formen trotz der stufenweisen Webstruktur zu entwickeln
Nennen Sie die fachlich erforderlichen Bestandteile bei „Materialkombinationen“ (3 Punkte)
  • Dicke, Elastizität, Glanz und Oberfläche verschiedener Garne erzeugen Relief und Kontrast
  • Sehr ungleiche Materialien verändern Spannung und Schrumpfung
  • Proben zeigen, ob das Gewebe flach bleibt und ob die Kombination die geplante Nutzung aushält
Beschreiben Sie das fachgerechte Vorgehen bei „Knüpfen und Fransen“ (3 Punkte)
  • Knoten können Fläche, Abschluss oder dekorative Struktur bilden
  • Knotenart, Zugrichtung und gleiche Länge entscheiden über Halt
  • Fransen werden gegen Aufdrehen oder Ausziehen gesichert und so gestaltet, dass sie bei der Nutzung nicht zur Fang- oder Stolpergefahr werden
Quellen

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Weben: Therapierelevanz und Adaptionen
Fragen und Antworten
Nennen Sie die zentralen Anforderungen bei „Anforderungen des Webens“ (3 Punkte)
  • Weben verbindet wiederkehrenden Rhythmus, beidhändige Koordination, visuelle Kontrolle, Fuß-Hand-Zusammenarbeit und längere Zielbindung
  • Fehler bleiben im Gewebe sichtbar und können gezielt zurückverfolgt werden
  • Das unterstützt Prozessbeobachtung und Fehlerkultur
Leiten Sie therapeutische Einsatzmöglichkeiten von „Weben: Therapierelevanz und Adaptionen“ ab (3 Punkte)
  • Einfaches Rahmenweben kann Struktur, Ausdauer und Farbentscheidung fördern
  • Webstuhlarbeit erweitert um Körperkoordination und komplexe Planung
  • Produkte wie Tasche, Band oder Wandtextil schaffen persönlichen Nutzen und ermöglichen mehrteilige Gruppenarbeit
Begründen Sie Adaptionen und Steigerungen bei „Weben: Therapierelevanz und Adaptionen“ (3 Punkte)
  • Breite Garne, kontrastreiche Kette, Webrahmen, vorbereitete Kette und begrenzte Farbwahl erleichtern
  • Feine Garne, komplexe Bindung, eigene Kettberechnung und großer Webstuhl steigern
  • Bedienhilfen können Griff, Reichweite oder Pedalnutzung verändern
Beurteilen Sie Kontraindikationen und Grenzen bei „Weben: Therapierelevanz und Adaptionen“ (3 Punkte)
  • Nicht steuerbare Sitzbelastung, starke repetitive Beschwerden, Fanggefahr oder fehlende sichere Bedienung können Webstuhltechniken begrenzen
  • Dann werden Rahmen, kürzere Sequenzen oder vorbereitende Garnaufgaben genutzt
  • Monotonie wird nicht automatisch als beruhigend vorausgesetzt
Quellen

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Seide: Material, Werkzeuge und Sicherheit
Fragen und Antworten
Nennen Sie die fachlich erforderlichen Bestandteile bei „Seide als Material“ (3 Punkte)
  • Seide ist eine tierische Faser aus Kokonfäden
  • Maulbeerseide besitzt meist lange glatte Filamente, Wildseide durchbrochene kürzere Fäden und eine unregelmäßigere Oberfläche
  • Für Maltechniken sind Gewebeart, Saugverhalten und Oberfläche entscheidend
Unterscheiden Sie die zentralen Ausprägungen bei „Seidenarten für die Gestaltung“ (3 Punkte)
  • Pongé, Crêpe, Chiffon, Georgette, Dupion oder Bourette unterscheiden sich in Struktur, Transparenz und Griff
  • Nicht jede Farbe oder Technik reagiert auf jedem Gewebe gleich
  • Materialprobe und Herstellerangabe sind zuverlässiger als die Bezeichnung allein
Erklären Sie die materialbezogenen Merkmale von „Materialien und Werkzeuge der Seidenmalerei“ (3 Punkte)
  • Rahmen, Spannstifte, geeignete Pinsel, Mischgefäß, Pipette, Sprühflasche, Folie, Farbe, Konturenmittel und Fixierwerkzeug werden nach Technik vorbereitet
  • Phantomstift oder Schablone unterstützt den Entwurf
  • Rückstände müssen zur späteren Behandlung passen
Beurteilen Sie Qualität und Sicherheit bei „Gefahren und Schutzmaßnahmen“ (3 Punkte)
  • Spannstifte, Schere, heißes Bügeleisen, Fön, Kabel, Wasser und Farben erzeugen Stich-, Schnitt-, Verbrennungs-, Strom- und Rutschgefahren
  • Rahmen steht stabil, Wege bleiben frei und heiße Geräte erhalten sichere Ablage
  • Lüftung und Produktangaben gelten
Quellen

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Seidenmalerei: Aufspannen, Farbe und Fixierung
Fragen und Antworten
Beschreiben Sie das fachgerechte Vorgehen bei „Aufspannen der Seide“ (3 Punkte)
  • Das Tuch wird gleichmäßig, faltenfrei und ohne Überdehnung am Rahmen befestigt
  • Spannpunkte verteilen Zug, die Arbeitsfläche bleibt frei
  • Ungleichmäßige Spannung beeinflusst Farbfluss und kann das Gewebe verziehen oder an Stiften beschädigen
Definieren Sie den Begriff „Farbauftrag“ (4 Punkte)
  • Farbmenge, Feuchte, Pinselgröße und Untergrund bestimmen Ausbreitung
  • Auf trockener Seide läuft Farbe schnell, angefeuchtete Bereiche bremsen und mischen stärker
  • Von hell nach dunkel zu arbeiten lässt Korrekturraum
  • Einmal fixierte Farbe ist nur begrenzt veränderbar
Definieren Sie den Begriff „Trockenränder“ (3 Punkte)
  • Trockenränder entstehen, wenn eine feuchte Farbfront an einer teilweise getrockneten Zone stoppt
  • Sie können Gestaltungsmittel oder Fehler sein
  • Zügiges Arbeiten, gleichmäßige Feuchte und geplante Abschnittsgrenzen vermindern unerwünschte Kanten
Beschreiben Sie das fachgerechte Vorgehen bei „Fixieren und Nachbehandeln“ (4 Punkte)
  • Bügelfixierbare Farbe wird nach vollständigem Trocknen entsprechend Produktangabe mit Wärme fixiert
  • Anschließend kann Auswaschen oder Nachbehandlung folgen
  • Temperatur, Dauer, Zwischenlage und Materialverträglichkeit werden geprüft
  • Das heiße Gerät bleibt beaufsichtigt
Quellen

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Seidenmalerei: Zufallstechniken
Fragen und Antworten
Beschreiben Sie das fachgerechte Vorgehen bei „Knitter- und Knautschtechnik“ (3 Punkte)
  • Angefeuchtete Seide wird auf Folie zusammengeschoben oder geknittert und mit Farbe versehen
  • Falten, Kontaktstellen und Feuchte erzeugen unregelmäßige Muster
  • Farbmenge wird so dosiert, dass Wirkung entsteht, aber keine unkontrollierten Pfützen das Gewebe übersättigen
Definieren Sie den Begriff „Rosettentechnik“ (4 Punkte)
  • Feuchte Seide wird punktuell zu kleinen Türmchen gedreht und zwischen diesen gespannt
  • Farbe auf den Spitzen läuft entlang der Falten
  • Abstand, Drehung und Feuchte beeinflussen Rosettenform
  • Das Tuch trocknet in der geformten Lage und wird erst danach geöffnet
Beschreiben Sie das fachgerechte Vorgehen bei „Falt- und Wickeltechnik“ (3 Punkte)
  • Falten werden vor dem Farbauftrag gelegt oder eingebügelt, Wickeln verdreht längliche Tücher kordelartig
  • Faltkanten erhalten stärkeren oder gezielten Farbauftrag
  • Das Material trocknet in Form, damit das Muster erhalten bleibt, und wird anschließend fixiert
Definieren Sie den Begriff „Salzeffekt“ (4 Punkte)
  • Salz wird auf ausreichend feuchte Farbe gestreut und entzieht lokal Flüssigkeit sowie Farbstoff
  • Korngröße und Feuchte bestimmen die Struktur
  • Salz wird erst nach Erreichen des Effekts und Trocknung entfernt
  • Auf bereits trockener Fläche entsteht kaum Wirkung
Quellen

Lehrplan Berufsfachschule Ergotherapeut/Ergotherapeutin Sachsen, Seiten 101-107, 21.07.2026

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Seidenmalerei: Aquarelltechniken
Fragen und Antworten
Beschreiben Sie das fachgerechte Vorgehen bei „Nass an Nass“ (3 Punkte)
  • Farben werden nacheinander auf noch feuchte benachbarte Bereiche gesetzt
  • Sie berühren und verbinden sich, sollen aber je nach Ziel nicht vollständig ineinanderlaufen
  • Zügiges Arbeiten und gereinigte, nicht tropfnasse Pinsel begrenzen ungewollte Verdünnung
Beschreiben Sie das fachgerechte Vorgehen bei „Nass in Nass“ (3 Punkte)
  • Die Seide oder Grundierung ist gleichmäßig feucht, weitere Farben werden in diesen Bereich gesetzt
  • Verläufe sind weich und nur begrenzt kontrollierbar
  • Nachfeuchten geschieht vorsichtig, weil Wasser in bereits gefärbten Zonen Ausblühungen oder neue Ränder erzeugen kann
Beschreiben Sie das fachgerechte Vorgehen bei „Nass auf Trocken“ (4 Punkte)
  • Farbe wird auf trockene Seide oder getrocknete Farbschichten gesetzt
  • Kanten und Details bleiben deutlicher, Trockenränder können bewusst entstehen
  • Hintergrund, Mittelgrund und Vordergrund werden schrittweise aufgebaut
  • Feine Pinsel eignen sich für abschließende Details
Beschreiben Sie das fachgerechte Vorgehen bei „Auswaschen und Aufhellen“ (4 Punkte)
  • Sauberes Wasser kann noch nicht fixierte Farbe begrenzt verdrängen oder aufhellen
  • Vollständiges Zurücknehmen ist meist nicht möglich
  • Die Technik wird als Gestaltung erprobt, nicht als sichere Fehlerlöschung
  • Nach Fixierung ist Veränderung deutlich eingeschränkt
Quellen

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Seidenmalerei: Kontur-, Druck- und Wachstechniken
Fragen und Antworten
Beschreiben Sie das fachgerechte Vorgehen bei „Konturtechnik mit Gutta“ (4 Punkte)
  • Konturenmittel bildet geschlossene Barrieren, die den Farbfluss begrenzen
  • Linien müssen ohne Lücken bis in das Gewebe reichen und ausreichend trocknen
  • Eine kleine Unterbrechung lässt Farbe auslaufen
  • Deshalb wird die Kontur vor dem Füllen gegen Licht geprüft
Definieren Sie den Begriff „Verdickertechnik“ (4 Punkte)
  • Farbe wird mit geeignetem Verdicker pastoser und lässt sich kontrollierter setzen
  • Dadurch entstehen Linien, Flächen oder malerische Details mit geringerem Auslaufen
  • Mischung und Fixierung müssen zur Farbe passen
  • Zu starke Verdickung verändert Auftrag und Griff
Definieren Sie den Begriff „Drucktechnik“ (3 Punkte)
  • Farbe wird mit Stempel, Schablone, Sieb oder strukturiertem Gegenstand übertragen
  • Druckmenge, Unterlage und Wiederholung bestimmen Schärfe
  • Probedrucke klären, wie viel Farbe nötig ist und ob das Motiv nach Fixierung und Waschen erhalten bleibt
Definieren Sie den Begriff „Wachstechnik“ (4 Punkte)
  • Wachs reserviert Bereiche gegen Farbe und kann beim Brechen feine Linien erzeugen
  • Temperatur und Werkzeug verlangen besondere Sicherheit
  • Heißes Wachs darf nicht unkontrolliert erhitzt werden
  • Entfernen und Fixieren richten sich nach Material und verwendetem Farbsystem
Quellen

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Nähen: Grundlagen und Sicherheit
Fragen und Antworten
Beschreiben Sie das fachgerechte Vorgehen bei „Handnaht und Maschinenaht“ (3 Punkte)
  • Handnähte ermöglichen langsame genaue Kontrolle und Reparatur, Maschinennähte verbinden Stoff schnell und gleichmäßig
  • Stichart, Faden und Nahtzugabe richten sich nach Material und Belastung
  • Nahtanfang und -ende werden gegen Aufgehen gesichert
Beschreiben Sie das fachgerechte Vorgehen bei „Schnitt und Fadenlauf“ (3 Punkte)
  • Schnittteile werden nach Fadenlauf, Muster, Nahtzugabe und Stoffbruch angeordnet
  • Ein falscher Fadenlauf kann Fall und Dehnung verändern
  • Markierungen werden übertragen, ohne sichtbare Fläche oder Material zu beschädigen
Beurteilen Sie Qualität und Sicherheit bei „Sicherheit an der Nähmaschine“ (4 Punkte)
  • Finger bleiben außerhalb des Nadelbereichs, Einstellungen und Fadenwechsel erfolgen bei Stillstand
  • Kabel, Fußpedal und Stoffweg sind frei
  • Die Maschine wird nach Einweisung bedient
  • Schutzvorrichtungen und geeigneter Nähfuß bleiben montiert
Definieren Sie den Begriff „Nahtqualität“ (3 Punkte)
  • Stiche sind gleichmäßig, Stofflagen verschieben sich nicht und die Naht liegt ohne unerwünschte Kräuselung
  • Fadenspannung und Stichlänge werden an einem Reststück geprüft
  • Funktion, Innenverarbeitung und Haltbarkeit zählen ebenso wie die sichtbare Außenseite
Quellen

Lehrplan Berufsfachschule Ergotherapeut/Ergotherapeutin Sachsen, Seiten 106-107, 21.07.2026

Sticken und Fadengrafik
Fragen und Antworten
Beschreiben Sie das fachgerechte Vorgehen bei „Sticken“ (4 Punkte)
  • Faden wird mit wiederkehrenden Stichen durch einen textilen Grund geführt
  • Stickrahmen stabilisiert und spannt den Stoff, ohne ihn zu verziehen
  • Stichlänge, Fadenzug und Rückseite werden kontrolliert
  • Zu straffer Zug kräuselt die Fläche
Beschreiben Sie das fachgerechte Vorgehen bei „Zähl- und freie Stickerei“ (3 Punkte)
  • Zähltechniken folgen einem gleichmäßigen Gewebe und Raster, freie Stickerei orientiert sich an gezeichneten Linien oder Formen
  • Zählen fordert Regelbindung und Aufmerksamkeit, freie Gestaltung mehr Auswahl und räumliche Planung
  • Beide lassen sich kombinieren
Definieren Sie den Begriff „Fadengrafik“ (3 Punkte)
  • Fäden werden nach einer Zahlen- oder Punktfolge zwischen markierten Stellen gespannt und erzeugen geometrische Kurven
  • Reihenfolge, Spannung und Farbwechsel sind sichtbar planbar
  • Spitze Nadeln oder Lochwerkzeuge verlangen sichere Unterlage und klare Ablage
Begründen Sie die fachliche Auswahl und Anpassung bei „Therapeutische Dosierung“ (3 Punkte)
  • Grober Stoff, stumpfe Nadel, kontrastreiche Punkte und wenige Sticharten erleichtern
  • Feiner Grund, freie Motive, Farbplanung und verdeckte Rückseite steigern
  • Wiederholung kann fokussieren, bei hoher Schmerz- oder Zwangstendenz aber bewusst begrenzt werden
Quellen

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Stricken, Häkeln und Knüpfen
Fragen und Antworten
Definieren Sie den Begriff „Stricken“ (4 Punkte)
  • Maschen werden in Reihen oder Runden mit zwei Nadeln beziehungsweise Rundnadel geführt
  • Rechte und linke Maschen bilden Grundstrukturen
  • Gleichmäßige Fadenspannung, Zählen und Fehlererkennen bestimmen das Ergebnis
  • Verlorene Maschen werden früh gesichert
Definieren Sie den Begriff „Häkeln“ (3 Punkte)
  • Eine Häkelnadel bildet Maschen nacheinander aus einer aktiven Schlaufe
  • Luft-, feste und Stäbchenmaschen erlauben Fläche und Form
  • Der Einstieg ist oft übersichtlich, verlangt aber kontinuierliche Zählung von Wendemaschen, Reihen und Zu- oder Abnahmen
Beschreiben Sie das fachgerechte Vorgehen bei „Makramee und Knüpfen“ (4 Punkte)
  • Fäden werden mit wiederkehrenden Knoten um Träger- oder Arbeitsfäden geführt
  • Knotenfolge, Richtung und Zugkraft erzeugen Muster und Stabilität
  • Fäden werden gegen Verwechslung geordnet
  • Lange freie Enden dürfen keine Fang- oder Stolpergefahr bilden
Nennen Sie therapeutische Anforderungen bei „Stricken, Häkeln und Knüpfen“ (3 Punkte)
  • Die Techniken fordern bilaterale Handnutzung, Fingerbeweglichkeit, Rhythmus, Zählen und längere Ausdauer
  • Material lässt sich gut transportieren und in Alltag oder Freizeit übertragen
  • Sehr feines Garn und hohe Wiederholungszahl können jedoch Handbelastung erhöhen
Quellen

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Batik und weitere textile Oberflächentechniken
Fragen und Antworten
Definieren Sie den Begriff „Batik“ (3 Punkte)
  • Bereiche des Stoffes werden durch Wachs, Abbinden, Falten oder andere Reservierung gegen Farbe geschützt
  • Färbung erfolgt schrittweise von hell nach dunkel, wenn mehrere Farben geplant sind
  • Wärme, Farbstoff und Entfernung der Reservierung verlangen klare Arbeitsregeln
Beschreiben Sie das fachgerechte Vorgehen bei „Abbinde- und Falttechniken“ (3 Punkte)
  • Falten, Wickeln, Knoten oder feste Bindungen verhindern, dass Farbe gleichmäßig eindringt
  • Muster entstehen aus Druck, Lage und Wiederholung
  • Probestücke und dokumentierte Faltung machen Ergebnisse nachvollziehbarer, ohne den Zufallsanteil vollständig zu beseitigen
Beschreiben Sie das fachgerechte Vorgehen bei „Textildruck und Applikation“ (3 Punkte)
  • Textildruck überträgt Farbe mit Stempel, Schablone oder Sieb, Applikation verbindet zusätzliche Stoffformen mit dem Grund
  • Kanten, Fixierung und Waschbarkeit werden berücksichtigt
  • Motiv und Technik müssen zur späteren Nutzung des Textils passen
Beurteilen Sie Qualität und Sicherheit bei „Sicherheitsgrenzen“ (3 Punkte)
  • Farbstoffe, Wachse, Bügeleisen und heiße Bäder werden nach Produktangaben und unter geeigneter Aufsicht verwendet
  • Lüftung, Hautschutz und sichere Gefäße sind notwendig
  • Lebensmittelgefäße und Werkzeuge werden nicht unklar mit Textilchemikalien gemeinsam genutzt
Quellen

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Textile Techniken: Therapierelevanz und Adaptionen
Fragen und Antworten
Nennen Sie die zentralen Anforderungen bei „Therapeutische Qualitäten textiler Arbeit“ (3 Punkte)
  • Textile Materialien verbinden Wärme, Nachgiebigkeit, Farbe und alltagsnahe Produkte
  • Wiederkehrende Bewegungen können Rhythmus und Ausdauer unterstützen, während Muster Planung und Fehlerkontrolle fordern
  • Kleidung, Tasche oder Wohntextil besitzt oft direkten persönlichen Bezug
Begründen Sie „Adaptionen“ bei „Textile Techniken: Therapierelevanz und Adaptionen“ (2 Punkte)
  • Große Nadeln, dickes Garn, kontrastreiche Markierungen, vorbereitete Anfänge, Reihenmarkierer und rutschhemmende Unterlagen erleichtern
  • Nadelgriffe, Spannrahmen und Maschinenhilfen können Bewegungsanforderungen verändern, ohne die gesamte Aufgabe abzunehmen
Begründen Sie die fachliche Auswahl und Anpassung bei „Steigerungen“ (2 Punkte)
  • Feineres Material, komplexere Muster, selbstständige Berechnung, Farbwechsel, Formgebung und saubere Rückseite erhöhen Anforderungen
  • Auch Planung eines nutzbaren Produkts und Reparatur eigener Fehler steigern stärker als bloße Verlängerung der Arbeitszeit
Beurteilen Sie Kontraindikationen und Grenzen bei „Textile Techniken: Therapierelevanz und Adaptionen“ (3 Punkte)
  • Offene Hautschäden, ausgeprägte Materialallergie, unkontrollierbare Nadelgefährdung oder repetitive Überlastung können einzelne Techniken ausschließen
  • Sensorische Abwehr wird respektiert
  • Ein beruhigender Effekt von Handarbeit wird nicht für jede Person vorausgesetzt
Quellen

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Leder: Material und Bearbeitung
Fragen und Antworten
Nennen Sie die fachlich erforderlichen Bestandteile bei „Leder und lederähnliche Materialien“ (3 Punkte)
  • Leder ist tierische Haut, deren Eigenschaften durch Herkunft, Gerbung, Dicke und Oberfläche geprägt werden
  • Kunstleder besitzt einen textilen oder polymeren Aufbau
  • Materialwahl richtet sich nach Flexibilität, Kante, Belastung und vorgesehenem Hautkontakt
Definieren Sie den Begriff „Grundtechniken“ (3 Punkte)
  • Messen, Schneiden, Lochen, Punzieren, Nähen, Nieten und Kantenbearbeitung werden an Reststücken erprobt
  • Fehler lassen sich oft nicht unsichtbar rückgängig machen
  • Schneiden und Lochwerkzeuge benötigen feste Unterlage und eine freie Werkzeugbahn
Definieren Sie den Begriff „Verbindungen“ bei „Leder: Material und Bearbeitung“ (4 Punkte)
  • Ledernähte, Flechtungen, Nieten und Klebungen übertragen Kräfte unterschiedlich
  • Lochabstand und Randabstand verhindern Ausreißen
  • Metallteile werden auf scharfe Kanten, Korrosion und Hautkontakt geprüft
  • Klebstoff muss zum Material passen
Leiten Sie den ergotherapeutischen Einsatz von „Leder: Material und Bearbeitung“ ab (3 Punkte)
  • Leder bietet deutlichen Widerstand und hochwertige dauerhafte Produkte, etwa Etui, Gürtelteil oder Schlüsselanhänger
  • Es fordert Kraftdosierung, Planung und Genauigkeit
  • Geruch, Herkunft oder Hautkontakt können jedoch persönliche oder sensorische Ablehnung auslösen
Quellen

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Metall: Grundtechniken und Sicherheit
Fragen und Antworten
Erklären Sie die materialbezogenen Merkmale von „Metall als Werkstoff“ (3 Punkte)
  • Metalle unterscheiden sich in Härte, Duktilität, Gewicht, Korrosion und Wärmeleitung
  • Draht, Blech und Halbzeuge reagieren unterschiedlich auf Biegen, Sägen und Bohren
  • Material wird eindeutig gekennzeichnet und nicht nach Farbe allein beurteilt
Beurteilen Sie Qualität und Sicherheit bei „Scharfe Kanten und Späne“ (4 Punkte)
  • Zuschnitt und Bohren erzeugen Kanten, Grate und Späne
  • Werkstück wird gespannt, Schutzbrille und geeignete Werkzeuge werden nach Gefährdung genutzt
  • Kanten werden vor Handhabung und Nutzung entgratet
  • Späne werden mit Hilfsmittel statt bloßer Hand entfernt
Beschreiben Sie das fachgerechte Vorgehen bei „Biegen und Formen“ (3 Punkte)
  • Biegeradius, Materialdicke und Faserrichtung im Blech beeinflussen Form und Rückfederung
  • Zangen, Lehren und Schraubstock führen die Bewegung
  • Wiederholtes Hin- und Herbiegen kann Material ermüden und unerwartet brechen
Beurteilen Sie Qualität und Sicherheit bei „Therapeutische Grenzen“ (3 Punkte)
  • Metallarbeit bietet klare Form, Widerstand und technische Produkte, verlangt jedoch hohe Sicherheitskontrolle
  • Scharfe Werkzeuge, Lärm, Funken, Hitze oder Lötdämpfe können die Auswahl stark begrenzen
  • Dann werden kalte Drahttechniken oder vorbereitete Teile bevorzugt
Quellen

Lehrplan Berufsfachschule Ergotherapeut/Ergotherapeutin Sachsen, Seiten 106-107, 21.07.2026

Stein und mineralische Materialien
Fragen und Antworten
Erklären Sie die materialbezogenen Merkmale von „Stein als Werkstoff“ (3 Punkte)
  • Steine unterscheiden sich stark in Härte, Bruch, Schichtung und Staubentwicklung
  • Speckstein lässt sich relativ leicht raspeln und schleifen, ist aber nicht gleichbedeutend mit jedem Naturstein
  • Material wird vor Bearbeitung auf Risse und sichere Herkunft geprüft
Definieren Sie den Begriff „Formgebung“ (3 Punkte)
  • Grobe Form entsteht durch kontrollierten Materialabtrag, Details folgen später
  • Das Werkstück wird so gehalten oder gespannt, dass Druck nicht zum Bruch führt
  • Regelmäßiges Drehen erhält räumliche Proportionen und verhindert einseitige Bearbeitung
Begründen Sie die fachlichen Anforderungen bei „Staubschutz“ (3 Punkte)
  • Mineralischer Schleifstaub darf nicht unkontrolliert eingeatmet oder verteilt werden
  • Arbeitsverfahren, Absaugung beziehungsweise feuchte Bearbeitung und Reinigung richten sich nach Material
  • Trockener Staub wird nicht einfach weggeblasen oder aufgekehrt
Leiten Sie den ergotherapeutischen Einsatz von „Stein und mineralische Materialien“ ab (3 Punkte)
  • Stein vermittelt Gewicht, Widerstand und langsamen sichtbaren Abtrag
  • Das kann Ausdauer und Formvorstellung fördern, aber hohe Kraft, Vibration und Staubbelastung verursachen
  • Kleine Werkstücke, geeignete Werkzeuge und klar begrenzte Sequenzen dosieren die Anforderung
Quellen

Lehrplan Berufsfachschule Ergotherapeut/Ergotherapeutin Sachsen, Seiten 106-107, 21.07.2026

Kunststoffe: Auswahl und Bearbeitung
Fragen und Antworten
Definieren Sie den Begriff „Kunststoffgruppen“ (3 Punkte)
  • Thermoplaste werden bei Wärme formbarer, Duroplaste bleiben nach Aushärtung formstabil und Elastomere verformen sich elastisch
  • Diese Gruppen erklären Grundverhalten, ersetzen aber keine konkrete Werkstoffangabe
  • Zusatzstoffe und Beschichtungen beeinflussen Bearbeitung
Definieren Sie den Begriff „Bearbeitung“ (3 Punkte)
  • Kunststoffe können geschnitten, gesägt, gebohrt, geschliffen, geklebt oder bei geeigneter Art warmgeformt werden
  • Wärmeentwicklung kann schmieren, verformen oder Dämpfe freisetzen
  • Werkzeug, Drehzahl und Belüftung werden an das konkrete Material angepasst
Definieren Sie den Begriff „Klebung“ (4 Punkte)
  • Oberfläche, Kunststoffart und Belastung bestimmen den Klebstoff
  • Manche Kunststoffe lassen sich nur schwer kleben
  • Vorversuch, saubere Fuge, sparsame Dosierung und ausreichende Aushärtung sind notwendig
  • Lösungsmittelkontakt und Dämpfe werden nach Kennzeichnung beherrscht
Begründen Sie die fachliche Auswahl und Anpassung bei „Therapeutische Auswahl“ (3 Punkte)
  • Leichte, farbige und wasserbeständige Kunststoffe ermöglichen Hilfsmittel und Alltagsprodukte
  • Glatte Oberflächen können gut zu reinigen, aber schwer zu greifen sein
  • Materialkante, Temperatur, Reparierbarkeit und Umweltaspekte fließen in die Auswahl ein
Quellen

Lehrplan Berufsfachschule Ergotherapeut/Ergotherapeutin Sachsen, Seiten 106-107, 21.07.2026

Glas: Kaltbearbeitung und Gestaltung
Fragen und Antworten
Erklären Sie die materialbezogenen Merkmale von „Eigenschaften von Glas“ (4 Punkte)
  • Glas ist hart, glatt und spröde
  • Es trägt Druck, reagiert aber empfindlich auf Kerben, Schlag und Temperaturspannung
  • Bruchkanten sind extrem scharf und nicht zuverlässig sichtbar
  • Material wird deshalb kontrolliert gelagert, transportiert und geprüft
Beschreiben Sie das fachgerechte Vorgehen bei „Kalte Gestaltungstechniken“ (3 Punkte)
  • Mosaik, Bemalen und Kleben können ohne Heißverarbeitung durchgeführt werden
  • Glasstücke benötigen sichere Kanten und geeigneten Träger
  • Schnitt und Brechen erfolgen nur mit passendem Werkzeug, Schutzbrille und geordneter Splitterentsorgung
Beschreiben Sie das fachgerechte Vorgehen bei „Heiße Glasverfahren“ (3 Punkte)
  • Fusing, Brennen oder Formen erfordern spezielle Öfen, kompatible Glassorten und eingewiesene Bedienung
  • Temperaturkurve und Abkühlung bestimmen Spannungen
  • Diese Verfahren sind kein beiläufiger Therapieschritt, sondern benötigen fachlich ausgestattete Umgebung
Beurteilen Sie „Therapeutische Grenzen“ bei „Glas: Kaltbearbeitung und Gestaltung“ (2 Punkte)
  • Farbe, Licht und klare Form können gestalterisch reizvoll sein, doch Schnittgefahr und Bruch schränken den Einsatz ein
  • Bei unsicherer Impulskontrolle oder Handhabung werden bruchsichere Alternativen, vorbereitete Mosaiksteine oder andere Materialien gewählt
Quellen

Lehrplan Berufsfachschule Ergotherapeut/Ergotherapeutin Sachsen, Seiten 106-107, 21.07.2026

Bildnerisches Gestalten und Druck
Fragen und Antworten
Beschreiben Sie das fachgerechte Vorgehen bei „Bildnerisches Gestalten“ (3 Punkte)
  • Zeichnen, Malen und Collage arbeiten mit Linie, Fläche, Farbe, Material und Komposition
  • Aufgaben können gegenständlich, abstrakt, regelgeleitet oder offen sein
  • Therapeutisch wird nicht das vermeintlich schöne Bild bewertet, sondern Prozess, Bedeutung und Zielbezug
Erläutern Sie die Kernaussagen von „Druckprinzipien“ (3 Punkte)
  • Beim Hochdruck drucken erhabene Bereiche, beim Tiefdruck vertiefte, beim Flachdruck liegen druckende und nicht druckende Bereiche nahezu auf einer Ebene
  • Monotypie erzeugt meist einen einmaligen Abdruck
  • Prinzip und Werkzeug bestimmen Planung und Sicherheitsbedarf
Beschreiben Sie Ablauf und fachliche Bedeutung von „Druckprozess“ (3 Punkte)
  • Entwurf, Druckstock oder Platte, Farbe, Papier, Einfärben, Positionieren, Pressen und Trocknen bilden eine Schrittfolge
  • Probedrucke zeigen Farbmenge und Druck
  • Spiegelverkehrung und Wiederholung fordern räumliche Vorstellung und Fehlerkorrektur
Leiten Sie den ergotherapeutischen Einsatz von „Bildnerisches Gestalten und Druck“ ab (3 Punkte)
  • Bildnerische Verfahren ermöglichen Ausdruck, Wahrnehmung, Planung und soziale Kommunikation
  • Druck kann durch Wiederholung und Serienbildung strukturieren, freie Malerei mehr unmittelbare Entscheidung bieten
  • Interpretation des Bildinhalts erfolgt nicht ohne Einverständnis und Kontext
Quellen

Lehrplan Berufsfachschule Ergotherapeut/Ergotherapeutin Sachsen, Seiten 106-107, 21.07.2026

Materialübergreifende Auswahl und Transfer
Fragen und Antworten
Nennen Sie die fachlich erforderlichen Bestandteile bei „Materialauswahl“ (3 Punkte)
  • Material wird nach Ziel, Bedeutung, Anforderung, Sicherheit, Kosten, Umwelt, Arbeitsplatz und verfügbarem Können gewählt
  • Diagnose oder Tradition allein entscheidet nicht
  • Eine begründete Auswahl benennt auch, warum naheliegende Alternativen weniger geeignet sind
Definieren Sie den Begriff „Technikvergleich“ (3 Punkte)
  • Techniken werden anhand von Widerstand, Präzision, Wiederholung, Offenheit, Werkzeuggefahr, Fehlerkorrektur und Produktnutzen verglichen
  • So kann dasselbe Ziel mit unterschiedlichem Material erreicht werden
  • Der Vergleich verhindert, dass eine Lieblingsmethode zur Standardlösung wird
Begründen Sie die fachliche Auswahl und Anpassung bei „Adaption und Steigerung“ (3 Punkte)
  • Anpassung verändert Material, Werkzeug, Umgebung, Schrittfolge, Zeit oder Unterstützung
  • Steigerung kann mehr Selbstständigkeit, genauere Toleranz, komplexere Planung oder stärkeren Transfer bedeuten
  • Länger oder schwerer ist nicht automatisch therapeutisch anspruchsvoller
Leiten Sie den Alltagstransfer bei „Transfer in den Alltag“ ab (2 Punkte)
  • Nach dem Werkprozess wird geklärt, welche Strategie außerhalb der Werkstatt nutzbar ist: Planen, Pausen setzen, beidhändig handeln, Fehler korrigieren, Hilfe anfordern oder ein Produkt tatsächlich verwenden
  • Transfer wird konkret vereinbart und später überprüft
Quellen

Lehrplan Berufsfachschule Ergotherapeut/Ergotherapeutin Sachsen, Seiten 101-107, 21.07.2026

Werkprojekt: Planung, Auswertung und Präsentation
Fragen und Antworten
Definieren Sie den Begriff „Projektauftrag“ (3 Punkte)
  • Ein Werkprojekt verbindet Produktziel, Zielgruppe, Material, Technik, Zeit, Kosten, Sicherheit und Qualitätskriterien
  • Verantwortlichkeiten und Entscheidungsspielräume werden vor Beginn geklärt
  • Ein Projekt ist mehr als die Herstellung mehrerer Einzelteile
Beurteilen Sie Qualität und Sicherheit bei „Durchführung und Zwischenkontrolle“ (3 Punkte)
  • Meilensteine machen sichtbar, ob Maße, Zeit und Material noch stimmen
  • Änderungen werden begründet dokumentiert
  • Zwischenkontrolle verhindert, dass ein früher Fehler erst bei Montage oder Nutzung auffällt und dann nur noch durch vollständigen Neubeginn korrigierbar ist
Begründen Sie die fachliche Bedeutung von „Auswertung“ (3 Punkte)
  • Verglichen werden Auftrag, Planung, tatsächlicher Ablauf, Ergebnis, Belastung und Zusammenarbeit
  • Fehler werden nach Ursache statt nach Schuld analysiert
  • Technische und therapeutische Erkenntnisse werden getrennt benannt und anschließend miteinander verbunden
Beschreiben Sie das fachgerechte Vorgehen bei „Präsentation und Übergabe“ (3 Punkte)
  • Produkt und Prozess werden verständlich vorgestellt, einschließlich Funktion, Pflege, Grenzen und Sicherheit
  • Bei Gruppenarbeit werden Beiträge transparent
  • Eine Übergabe ist erst vollständig, wenn die nutzende Person das Werkstück angemessen handhaben und einschätzen kann
Quellen

Lehrplan Berufsfachschule Ergotherapeut/Ergotherapeutin Sachsen, Seiten 101-107, 21.07.2026

Lehrplan Berufsfachschule Ergotherapeut/Ergotherapeutin Sachsen, Seiten 101-107, 21.07.2026

FÄCHER(6).zip / HANDWERK/AB zum Werkbericht E56-57.docx, 21.07.2026

FÄCHER(6).zip / HANDWERK/AB zum Werkbericht E56-57.pdf, 21.07.2026

FÄCHER(6).zip / HANDWERK/Aufgabe Werkbericht_ E56_Gruppe_2.pdf, 21.07.2026

FÄCHER(6).zip / HANDWERK/Aufgabe Werkbericht_ E57.pdf, 21.07.2026

FÄCHER(6).zip / HANDWERK/Werkbericht Muster E56-57.pdf, 21.07.2026

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