Das Fach „Neuropsychologische Behandlungsverfahren“ behandelt die Wechselwirkung zwischen den neurophysiologischen und neuropsychologischen Vorgängen und deren Auswirkung auf Verhaltensweisen bezüglich unterschiedlicher Lebensanforderungen. Damit steht es in engem Zusammenhang zum Bereich der neurophysiologischen Behandlungsverfahren.
Die Schülerinnen und Schüler lernen neuropsychologische Störungen und deren Ursachen kennen und sind in der Lage, diese entsprechend zu klassifizieren. Sie erwerben Grundkenntnisse neuropsychologischer Befundung und geeigneter Testverfahren und werden befähigt, diese situationsbezogen einzusetzen. Entsprechend der neuropsychologischen Störungen erhalten die Schülerinnen und Schüler einen Überblick über Therapieansätze und deren Anwendungsmöglichkeiten und sind in der Lage, diese mit neurophysiologischen Behandlungskonzepten zu verknüpfen. Zudem analysieren sie Mittel und Medien auf deren Anwendbarkeit bei neuropsychologischen Störungen. An ausgewählten Beispielen erwerben sie die Fähigkeit, Therapieabläufe zu planen und deren Verlauf zu dokumentieren.
Fachübergreifendes und fächerverbindendes Arbeiten ist grundlegendes Unterrichtsprinzip. Die Vermittlung der themenbezogenen Inhalte sind unter Reaktivierung der vorhandenen Kenntnisse aus den Fächern „Biologie, Anatomie und Physiologie“, „Spezielle Krankheitslehre“ sowie „Psychologie und Pädagogik“ zu realisieren.
Der Unterricht ist handlungsorientiert auszurichten und durch den Einsatz von Fallbeispielen, fachpraktischen Übungen, Selbsterfahrung der Schülerinnen und Schüler sowie Erfahrungen aus ihrer praktischen Ausbildung zu ergänzen.